Ein Abkürzungsverzeichnis direkt am Ersatzteilfilter
Wer einen Ersatzteilfilter bedient, stößt oft auf Kürzel wie „LH“, „DN“ oder „Ausf. B“. Wer dann auf eine separate Glossarseite wechselt, riskiert, dass die Auswahl verloren geht. Dieser Vorschlag beschreibt, wie ein Verzeichnis direkt am Filter aussehen könnte. Alle Beispiele sind hypothetisch, und alle Empfehlungen verstehen sich als Entwurf, nicht als bestehende Funktion.
Ziel
Ein Kürzel soll erklärt werden, ohne dass sich Filterzustand, Scrollposition oder Trefferliste ändern. Besucher sollen danach genau dort weitermachen, wo sie waren.
Schritt 1: Die Kürzel-Fundstellenkarte
Bevor Texte entstehen, sollte erfasst werden, wo jedes Kürzel überhaupt auftaucht. Die Karte ist eine einfache Tabelle:
| Kürzel | Fundstelle | Wortlaut ausgeschrieben | Erklärtext nötig? | Mehrdeutig? |
|---|---|---|---|---|
| LH (Beispiel) | Filterwert „Seite“ | links, in Fahrtrichtung gesehen | ja | möglich |
| DN (Beispiel) | Filtergruppe „Anschluss“ | Nennweite | ja | nein |
| Ausf. B (Beispiel) | Trefferkarte | Ausführung B | ja, mit Verweis aufs Datenblatt | ja |
Die Spalte „Mehrdeutig?“ ist wichtig. Wenn ein Kürzel je nach Produktgruppe etwas anderes bedeuten könnte, sollte der Erklärtext die Gruppe nennen oder das Kürzel gar nicht erklären, bis die Bedeutung geklärt ist.
Schritt 2: Aufklappbare Erklärtexte
Pro Kürzel würde ein kurzer Text hinterlegt, der sich neben dem Filterwert aufklappen lässt. Der Aufklapper sollte ein reines Anzeigeelement sein. Er darf keine Navigation auslösen, keine Seite neu laden und keinen Filterparameter ändern.
Für die Textform gilt ein Rahmen: ein Satz zur ausgeschriebenen Form, ein Satz zur Bedeutung für die Teilewahl, bei Bedarf ein Hinweis, wo die verbindliche Angabe steht, etwa im Datenblatt des Herstellers. Keine Versprechen über Passgenauigkeit.
Verzweigungen
- Kürzel eindeutig und nur in einer Gruppe: Erklärtext direkt am Filterwert.
- Kürzel in mehreren Gruppen mit verschiedener Bedeutung: je Gruppe ein eigener Text.
- Bedeutung intern unklar: kein Erklärtext, stattdessen der Hinweis „Bedeutung bitte beim Support erfragen“, bis die Redaktion geklärt hat.
- Kürzel nur in Altdaten: nur auf der Trefferkarte erklären, nicht als Filteroption anbieten.
Hypothetisches Beispiel
Eine Besucherin hat im Beispielkatalog „Anschluss: DN 25“ und „Seite: LH“ gewählt, 14 Treffer stehen in der Liste (erfundene Zahl). Sie öffnet den Erklärtext zu „LH“. Er lautet sinngemäß: „LH steht hier für links, in Fahrtrichtung gesehen. Die Einbaulage prüfen Sie bitte im Datenblatt.“ Sie schließt den Text. Beide Filter sind weiter aktiv, die Trefferliste ist unverändert, die Scrollposition gleich.
Stoppbedingungen
Die Umsetzung sollte angehalten werden, wenn:
- das Aufklappen die Adresszeile oder den Filterzustand verändert und sich das nicht beheben lässt,
- mehr als ein Drittel der Kürzel in der Fundstellenkarte als mehrdeutig markiert ist und die Redaktion keine Klärung liefern kann,
- ein Erklärtext eine technische Zusage enthalten müsste, die nicht belegt ist.
Abnahmeprüfung
- Zwei Filter setzen, Erklärtext öffnen und schließen: Filter und Trefferliste bleiben identisch.
- Seite nach unten scrollen, Text öffnen: Die Position springt nicht.
- Der Browser-Zurück-Button führt zur vorherigen Seite, nicht zu einem Zwischenzustand des Aufklappers.
- Per Tastatur lässt sich der Text öffnen, lesen und schließen, der Fokus bleibt am Auslöser.
- Jedes Kürzel in der Karte hat entweder einen Text oder einen dokumentierten Grund, warum nicht.
- Kein Text verspricht Passgenauigkeit oder Lieferbarkeit.
Wenn alle sechs Punkte bestanden sind, kann das Verzeichnis versuchsweise eingesetzt werden. Danach lohnt es sich, die Karte bei jeder neuen Produktgruppe zu ergänzen, damit sie nicht veraltet.