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Eine Anschlusszeichnung für modulare Messetheken

Modulare Theken lassen sich nur dann sinnvoll kombinieren, wenn klar ist, welche Seite eines Moduls an welche Seite eines anderen passen soll. Dieser Text schlägt eine einfache Zeichnung samt Matrix vor. Alles ist ein Entwurf für einen Arbeitsablauf, keine bestehende Funktion und keine Aussage über reale Produkte.

Die Grundidee

Jedes Modul wird von oben als Rechteck gezeichnet. Die vier Seiten erhalten feste Kürzel: V für vorne (Kundenseite), H für hinten, L für links, R für rechts, jeweils von der Kundenseite aus gesehen. Eine Seite ist entweder Anschlussseite (A), geschlossene Seite (G) oder unklar (?). Nur sichtbare Merkmale zählen: Eine Anschlussseite ist eine Seite, an der in der Zeichnung oder auf dem Foto eine Verbindungsfläche erkennbar ist.

Die Anschlussseiten-Matrix

Zeile pro Modul, Spalte pro Seite:

Modul | V | H | L | R Gerade | G | G | A | A Ecke | G | G | A | G Endstück | G | G | A | G

Das ist ein hypothetisches Beispiel. Die Kürzel für eigene Module tragen Sie nach Ansicht der Unterlagen ein.

Die Kombinationsregel

Zwei Module werden nur dann als kombinierbar eingetragen, wenn beide Seiten, die sich berühren würden, A sind. Ist eine davon G oder ?, gilt die Kombination als nicht bestätigt.

Die Sperrkombination

Führen Sie eine zweite Liste mit Kombinationen, die ausdrücklich gesperrt sind, etwa weil eine Seite G ist. Beispiel: Ecke R an Gerade L. Eintrag: gesperrt, weil Ecke R geschlossen ist. Eine Sperre gilt, bis jemand mit Blick auf die Unterlagen die Seite neu einträgt. Sie ist keine Aussage über Sicherheit oder Stabilität, nur über die sichtbare Zeichnung.

Verzweigungen

Ist eine Seite auf dem Foto verdeckt, tragen Sie ? ein und fragen nach einer weiteren Ansicht.

Sind zwei Module spiegelbildlich ausgeführt, führen Sie sie als zwei Zeilen, nicht als eine mit dem Zusatz auch gespiegelt.

Wenn Sie zwei Anschlussseiten haben, aber nicht sicher sind, ob sie zueinander passen, bleibt die Kombination unbestätigt.

Durchgespielter Fall

Ein Standbauer möchte eine L-förmige Theke aus einer Geraden, einer Ecke und einem Endstück. Laut Matrix: Gerade R (A) trifft Ecke L (A): bestätigt. Ecke R (G) und Endstück L (A): gesperrt. Also kann das Endstück nicht an der Ecke R sitzen. Der Entwurf zeigt: Endstück muss an die Gerade L (A). Das ist dann zu prüfen, indem die Gerade L (A) und Endstück L (A) zusammen passen. Ergebnis: bestätigt, Reihenfolge Endstück, Gerade, Ecke.

Stoppbedingungen

Halten Sie an, wenn

  • mehr als zwei ? in einer Kombination stehen,
  • eine gewünschte Anordnung nur mit gesperrter Kombination möglich wäre,
  • Zeichnung und Foto sich bei einer Seite widersprechen.

Dann klären Sie die Unterlagen, statt die Matrix anzupassen, bis das Wunschergebnis herauskommt.

Abnahmeprüfung

  1. Hat jedes Modul vier Einträge?
  2. Sind alle ? in der Liste der offenen Fragen?
  3. Ist jede Kombination im Entwurf entweder bestätigt oder ausdrücklich unbestätigt?
  4. Steht bei jeder Sperre ein sichtbarer Grund?
  5. Enthält der Text keine Aussage zu Tragfähigkeit oder Sicherheit?

Sind alle Fragen mit ja beantwortet, taugt die Zeichnung als Gesprächsgrundlage für die Planung. Eine endgültige Freigabe ersetzt sie nicht.

Quellen

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