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App-Store-Eintrag optimieren: Feld für Feld für Apple und Google

Kurz gesagt: Ein guter Store-Eintrag beantwortet in den ersten Sekunden, was die App tut und für wen sie ist. Bei Apple tragen Name, Untertitel und das versteckte Keyword-Feld am meisten zur Auffindbarkeit bei, bei Google Play Name, Kurzbeschreibung und die vollständige Beschreibung. Die Screenshots entscheiden danach, ob jemand tatsächlich installiert. Alle Limits unten stammen aus den offiziellen Hilfeseiten, Stand November 2026.

Bevor Sie Felder füllen: Wonach sucht Ihre Kundschaft?

Ein Store-Eintrag ist kein Werbeprospekt. Die meisten Menschen finden eine App über die Suche im Store oder über einen Link von Ihrer Website. Schreiben Sie deshalb zuerst auf, mit welchen Wörtern Ihre Kunden Sie beschreiben würden. Eine Physiotherapie-Praxis heißt im Store vielleicht „PhysioMitte“, gesucht wird aber nach „Physio Termin“ oder „Übungen Rücken“.

Ein Österreich-Detail: Laut Apple zeigt der österreichische App Store Inhalte in Deutsch und Englisch (U.K.); eine eigene österreichische Variante gibt es nicht. Google Play führt für Deutsch die Sprachversion de-DE. Ihr deutscher Text wird also in Deutschland und Österreich gleichermaßen gelesen. Für eine App mit rein österreichischer Kundschaft dürfen ruhig die Begriffe stehen, die Ihre Kunden verwenden – „Ordination“, „Jause“, „Bezirk“ –, denn danach suchen sie auch.

Apple App Store – Feld für Feld

Name (max. 30 Zeichen)

Laut App-Store-Connect-Hilfe darf der Name nicht länger als 30 Zeichen sein. Nutzen Sie ihn für Marke plus kurze Funktion, wenn Platz ist: „Bäckerei Moser – Vorbestellen“ statt nur „Moser“. Keine Aufzählungen, kein Keyword-Salat.

Untertitel (max. 30 Zeichen)

Erscheint unter dem Namen auf der Produktseite, ebenfalls höchstens 30 Zeichen. Hier steht der Nutzen in einem Halbsatz: „Termine buchen, Übungen ansehen“.

Keywords (max. 100 Bytes)

Ein Feld, das Nutzer nicht sehen. Apple erlaubt bis zu 100 Bytes; jedes Keyword muss länger als zwei Zeichen sein. Wichtig: Es sind Bytes, nicht Zeichen – Umlaute belegen in der üblichen Kodierung mehr Platz. Apple weist außerdem darauf hin, dass die App ohnehin nach App-Name und Firmenname durchsuchbar ist; diese Wörter müssen Sie also nicht wiederholen. Trennen Sie mit Kommas, ohne Leerzeichen dahinter, und vermeiden Sie Mehrfachnennungen.

Werbetext (max. 170 Zeichen)

Der Promotional Text steht über der Beschreibung und lässt sich laut Apple ändern, ohne dass eine neue Version zur Prüfung eingereicht werden muss. Ideal für Saisonales: „Neu: Adventkalender-Aktion bis 24. Dezember“.

Beschreibung (max. 4000 Zeichen)

Reiner Text, kein HTML. Die ersten Zeilen sind die wichtigsten, weil der Rest eingeklappt ist. Aufbau, der sich bewährt: ein Satz zum Nutzen, dann drei bis fünf Funktionen als kurze Absätze, am Ende Kontakt oder Hinweis auf die Website.

Screenshots (1 bis 10 pro Gerätegröße)

Apple verlangt mindestens einen und erlaubt bis zu zehn Screenshots pro Gerätegröße, als JPEG oder PNG. Optional sind bis zu drei kurze App-Vorschau-Videos pro Sprache und Gerätegröße möglich.

Google Play – Feld für Feld

App-Name (max. 30 Zeichen)

Wie bei Apple höchstens 30 Zeichen, pro Sprache lokalisierbar. Dieselben Regeln: Marke plus Funktion, wenn es natürlich klingt.

Kurzbeschreibung (max. 80 Zeichen)

Laut Play-Console-Hilfe der erste Text, den Nutzer auf der Detailseite sehen. Das ist Ihr Untertitel und Ihr Werbetext in einem: konkreter Nutzen, keine Floskel wie „Die beste App für …“.

Vollständige Beschreibung (max. 4000 Zeichen)

Bei Google Play gibt es kein verstecktes Keyword-Feld. Die Begriffe, unter denen Sie gefunden werden wollen, müssen daher natürlich im Text vorkommen – in Sätzen, die ein Mensch gern liest. Wiederholungen nur so oft, wie es der Text verträgt.

Screenshots und Vorstellungsgrafik

Für die Veröffentlichung braucht es laut Google mindestens zwei Screenshots pro unterstütztem Gerätetyp. Dazu kommt die Vorstellungsgrafik im Format 1.024 × 500 Pixel, die in manchen Bereichen von Google Play groß gezeigt wird. Google empfiehlt, darin kein Branding zu wiederholen, das dem App-Symbol ähnelt.

Screenshots, die verkaufen

Für beide Stores gilt: Die ersten zwei, drei Bilder sind die wichtigsten, weil sie in den Suchergebnissen erscheinen. Bewährt hat sich:

  • Ein Screenshot, eine Botschaft. Oben eine kurze Zeile („In 3 Tippern zum Termin“), darunter der passende Bildschirm.
  • Echte Inhalte statt Platzhalter. Ihre tatsächlichen Leistungen, Produkte, Öffnungszeiten.
  • Die wichtigste Funktion zuerst. Nicht der Login-Bildschirm.
  • Lesbar am Handy. Große Schrift, wenig Text, hoher Kontrast.

Bewertungen

Bewertungen beeinflussen, ob Menschen installieren. Bitten Sie in der App um eine Bewertung, wenn gerade etwas gut gelaufen ist – nach einer erfolgreichen Buchung, nicht beim ersten Start. Beide Plattformen bieten dafür eigene Bewertungsdialoge an, die Sie über deren Entwicklerschnittstellen einbinden. Antworten Sie auf kritische Bewertungen sachlich und mit einem konkreten Hinweis, was sich geändert hat.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich den Store-Eintrag ändern?

Immer dann, wenn sich die App spürbar ändert, und darüber hinaus vielleicht ein- bis zweimal im Jahr gezielt. Ändern Sie nicht alles gleichzeitig, sonst wissen Sie nicht, was gewirkt hat.

Darf ich Wörter der Konkurrenz als Keywords verwenden?

Davon ist abzuraten: Fremde App-Namen bringen Ihnen Nutzer, die etwas anderes gesucht haben, und können gegen die Richtlinien der Stores verstoßen. Bleiben Sie bei Begriffen, die Ihre eigene Leistung beschreiben.

Braucht die App eine englische Version des Eintrags?

Nur, wenn Sie auch englischsprachige Kunden ansprechen, etwa Touristen. Eine sorgfältige deutsche Version ist wichtiger als eine halbherzige zweite Sprache.

Hilft meine Website beim Store-Ranking?

Indirekt: Ein gut sichtbarer Link mit den offiziellen Store-Badges bringt Besucher in den Eintrag. Die Website ist oft der wichtigste Weg, über den Stammkunden die App überhaupt entdecken.

Wenn Sie Ihren Store-Eintrag einmal mit frischem Blick durchgehen möchten, melden Sie sich gern bei mir.

Quellen

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