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Alte Autorenbox, neue Realität: Autorenangaben in Altartikeln gezielt korrigieren

Eine Autorin hat die Firma gewechselt, ihre Rolle ist eine andere, doch in alten Artikeln steht noch die frühere Beschreibung. Wer einfach Artikel für Artikel durchklickt, übersieht Kopien in Feeds, Archivseiten oder Bildern. Dieser Beitrag skizziert eine Checkliste zur Verteilung der Korrektur. Sie ist ein Gestaltungsvorschlag, keine Aussage darüber, was Ihr System kann.

Zuerst die Frage: Wo lebt die Angabe?

Trennen Sie vier Fundorttypen.

  1. Verweis: Der Artikel zeigt die Bio aus einem zentralen Autorendatensatz. Eine Änderung dort wirkt, falls Ihr System die Angabe wirklich beim Ausliefern liest.
  2. Kopie im Text: Die Bio wurde in den Artikelkörper oder ein Feld des Artikels eingetippt. Jede Kopie ist eine eigene Änderung.
  3. Abgeleitete Ausgabe: strukturierte Daten, Feed, Teaserkarte, Archivseite, Suchausschnitt. Ob diese automatisch nachziehen, ist zu prüfen und nicht anzunehmen.
  4. Nicht-Text: Bio als Bild, in einem PDF oder in einem Newsletter-Archiv. Hier hilft nur Neuerstellung oder bewusstes Belassen.

Das Artefakt: Propagationsliste

Eine Zeile pro Artikel mit Spalten: Artikel, Fundorttyp (1 bis 4), alte Formulierung gefunden ja/nein, Entscheidung, Prüfvermerk.

Entscheidungszweige je Fundort

  • Typ 1: zentralen Datensatz ändern, dann einen Beispielartikel kontrollieren. Keine Einzeländerung.
  • Typ 2: Text ersetzen. Alternativ den Artikel auf den Verweis umstellen, damit der Fehler nicht wiederkehrt.
  • Typ 3: nach Änderung von Typ 1 oder 2 den abgeleiteten Ort ansehen. Zieht er nicht nach, als eigene Zeile führen.
  • Typ 4: entscheiden, ob die Angabe als historisch gilt. Dann ergänzen Sie nahe der Bio den Hinweis „Stand bei Veröffentlichung“, statt Altes unsichtbar zu überschreiben.

Eine inhaltliche Grenze gehört dazu: Eine Rollenbeschreibung, die zum Zeitpunkt des Artikels stimmte, ist nicht automatisch falsch. Falsch wird sie, wenn sie als heutige Aussage gelesen wird.

Durchgespieltes Beispiel (erfunden)

Eine fiktive Autorin erscheint in 12 Artikeln.

  • 8 Artikel verweisen auf den Autorendatensatz (Typ 1). Eine Änderung genügt, danach wird 1 Artikel als Stichprobe geprüft.
  • 3 Artikel enthalten eine eingetippte Kopie (Typ 2). 3 einzelne Textänderungen, anschließend wird geprüft, ob sie zusätzlich auf den Verweis umgestellt werden können.
  • 1 Artikel hat die Bio als Grafik (Typ 4). Entscheidung: nicht neu gestalten, sondern Datumshinweis ergänzen.

Summe: 8 + 3 + 1 = 12. Es entstehen also 1 zentrale Änderung, 3 Textänderungen und 1 Ergänzung, nicht 12 Einzeländerungen.

Abbruchbedingungen

  • Unklar, welche Angabe richtig ist: nichts ändern, die betroffene Person fragen.
  • Ein abgeleiteter Ort zieht nach der zentralen Änderung nicht nach und der Grund ist unbekannt: Rollout anhalten, bis er geklärt ist, statt Texte zu duplizieren.
  • Mehr als eine Quelle beansprucht, maßgeblich zu sein: erst festlegen, welche zählt.

Vorgeschlagene Abnahmetests (nicht durchgeführt)

  1. Nach dem Rollout die alte Formulierung als Suchbegriff in Quelltext und veröffentlichter Ausgabe suchen. Erwartet: nur Treffer in bewusst belassenen Zeilen mit Vermerk.
  2. Aus jedem Fundorttyp einen Artikel öffnen und die neue Angabe sichtbar bestätigen.
  3. Archivseite, Feed und Teaser eines geänderten Artikels einzeln prüfen.
  4. Prüfen, dass die zentrale Änderung nicht Artikel verändert, die absichtlich eine datierte Bio tragen.
  5. Eine zweite Person kontrolliert die Liste: Jede Zeile hat eine Entscheidung.

Grenzen

Zwischengespeicherte Kopien auf fremden Seiten können Sie nicht selbst korrigieren. Tragen Sie sie als offen ein, statt sie für erledigt zu erklären. Persönliche Angaben nur mit Wissen der betroffenen Person ändern.

Quellen

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