Ein Belegungsplan für mobile Präsentationswände
Mobile Präsentationswände bestehen aus Segmenten, und jedes Segment trägt eine oder mehrere Motivflächen. Vor dem Aufbau stellt sich die Frage: Welches Motiv kommt auf welche Fläche, und welche Flächen bleiben leer? Dieser Artikel schlägt einen Belegungsplan vor. Er ist ein Entwurf, kein Bestandteil eines bestehenden Systems.
Das Artefakt: Segment-Motiv-Raster
Ein Raster, bei dem jede Zeile ein Segment und jede Spalte eine Fläche ist. Zum Beispiel Segment 1 bis 6 in den Zeilen, Fläche vorne und Fläche hinten in den Spalten. Jede Zelle hat genau einen von vier Zuständen:
- Motiv zugewiesen (mit Motivname oder Dateikennung).
- Bewusst unbelegt (mit Grund, etwa „Durchgang“ oder „Platz für Möbel“).
- Noch offen.
- Nicht vorhanden (die Fläche gibt es bei diesem Segment nicht).
Zusätzlich eine Randspalte „Reihenfolge im Aufbau“ und eine Zeile unten, die zählt: belegt, bewusst unbelegt, offen.
Verzweigungen
Ein Motiv geht über mehrere Segmente: Die Zellen werden als zusammengehörig markiert, mit Teilnummer („Teil 2 von 3“), damit die Reihenfolge der Segmente nicht vertauscht wird.
Eine Fläche bleibt leer: Sie wird nicht einfach ausgelassen, sondern als bewusst unbelegt eingetragen. Das trennt gewollte Lücken von vergessenen.
Es gibt weniger Motive als Flächen: Der Plan zeigt die Differenz offen und fragt, ob ein Motiv wiederholt wird oder Flächen leer bleiben.
Es gibt mehr Motive als Flächen: Der Plan nennt die Motive ohne Fläche und löst das nicht still durch Weglassen.
Hypothetisches Beispiel
Eine Veranstaltung hat sechs Segmente mit je einer Vorder und einer Rückfläche, also zwölf Flächen. Vier Motive liegen vor. Motiv A erstreckt sich über Segment 1 bis 3 vorne und ist als Teil 1 bis 3 eingetragen. Motiv B belegt Segment 4 vorne. Motiv C liegt auf Segment 5 vorne. Die Rückflächen von Segment 1 bis 3 stehen am Raumrand und werden als bewusst unbelegt mit Grund „zur Wand gestellt“ erfasst. Die Rückflächen von 4 bis 6 sind offen, und Motiv D ist noch ohne Fläche. Die Zählung ergibt: fünf belegt, drei bewusst unbelegt, vier offen. Damit ist klar, dass der Plan noch nicht fertig ist.
Stoppbedingungen
Der Plan sollte nicht für den Aufbau freigegeben werden, wenn:
- noch eine Zelle offen ist,
- ein Motiv ohne Fläche bleibt und niemand das entschieden hat,
- ein mehrteiliges Motiv nicht alle Teile in lückenloser Segmentfolge hat,
- die Summe aus belegt, unbelegt, nicht vorhanden und offen nicht der Gesamtzahl der Flächen entspricht.
Praktische Abnahmeprüfungen
- Die Gesamtzahl der Zellen mit der Summe der vier Zustände vergleichen.
- Jedes Motiv der Liste im Raster suchen, jede Teilnummer eines mehrteiligen Motivs ebenfalls.
- Jeden Eintrag bewusst unbelegt auf einen Grund prüfen.
- Den Plan jemandem geben, der nicht daran gearbeitet hat, und fragen, an welcher Stelle der Aufbau beginnt. Wenn die Antwort zögerlich kommt, fehlt Klarheit in der Reihenfolge.
- Eine Druckansicht in Graustufen prüfen: Die Zustände müssen auch ohne Farbe unterscheidbar sein, etwa durch Text in der Zelle.
Grenzen
Das Raster plant die Belegung, nicht die Statik oder Sicherheit der Wände. Maße, Befestigung und Vorgaben des Veranstaltungsorts sind separat zu klären.