Hinweis mitgenommen: Wie ein Bild seine Inhaltswarnung behält, wenn es woanders auftaucht
Ein Bild wird in einem Beitrag veröffentlicht, mit einem Hinweis davor. Später übernimmt jemand dasselbe Bild in eine Teaserkarte, eine Galerie oder einen Newsletter. Der Hinweis bleibt oft zurück, weil er im Artikeltext stand und nicht am Bild. Dieser Text schlägt eine Prüfung vor, mit der Sie vor dem Wiederverwenden klären, was mitwandern muss. Alles hier ist ein bedingter Gestaltungsvorschlag für Ihre eigene Seite, keine Aussage über vorhandene Funktionen eines bestimmten Systems.
Das Hauptwerkzeug: die Weitergabeprüfung
Legen Sie für jedes Bild mit Hinweis eine kleine Tabelle an. Pro Zeile steht ein Ort, an dem das Bild erscheint (eine Platzierung). Die Spalten:
- Platzierung (Artikel, Teaser, Galerie, Newsletter, Suchvorschau)
- Bild-Kennung (dieselbe in jeder Zeile, sonst ist es ein anderes Bild)
- Hinweisart: am Bild, am Kontext oder keiner
- Sichtbar vor dem Bild? ja oder nein
- Beleg: wo genau die Regel festgelegt ist
Drei Zweige, die sich nicht überlappen
Zweig A: Der Hinweis beschreibt das Bild selbst, zum Beispiel "zeigt die Folgen eines Unfalls". Er gehört an die Bild-Kennung und gilt in jeder Platzierung. Fehlt er irgendwo, ist das ein Fehler der Platzierung.
Zweig B: Der Hinweis erklärt nur den ersten Zusammenhang, zum Beispiel "Foto aus dem Archiv, Aufnahme nachgestellt". Er gehört zur Platzierung. In neuen Orten wird er nicht automatisch kopiert, aber die Prüfung verlangt eine bewusste Entscheidung: übernehmen, neu formulieren oder streichen.
Zweig C: Das Bild ist ein Ausschnitt oder eine bearbeitete Fassung. Gibt es einen Verweis auf das Ursprungsbild, erbt die Fassung die Hinweise aus Zweig A. Gibt es keinen, wird die Fassung als unbekannt behandelt und nicht als hinweisfrei.
Haltebedingungen
Brechen Sie die Wiederverwendung ab und fragen Sie eine verantwortliche Person, wenn:
- eine Platzierung keiner Bild-Kennung zugeordnet werden kann,
- eine Fassung keinen Verweis auf das Ursprungsbild hat,
- ein Ziel (etwa eine Vorschau) keinen Text vor dem Bild anzeigen kann und es keinen Ersatz gibt, etwa ein Platzhalterbild.
Im letzten Fall wird nichts "trotzdem" ausgespielt. Das Bild bleibt dort draußen.
Durchgespieltes Beispiel (erfunden)
Das Bild "Einsturz-Foto" hat die Kennung B-17. Am Bild hängt ein Hinweis (Zweig A). Im Artikel steht außerdem der Satz "Archivaufnahme" (Zweig B). Es gibt vier Platzierungen: Artikel, Teaserkarte, Galerie, Newsletter. Dazu kommt ein Ausschnitt für die Karte, der ohne Verweis angelegt wurde (Zweig C).
Ergebnis der Tabelle: Fünf Zeilen, davon vier mit Kennung B-17 und eine mit unbekannter Herkunft. Artikel hat den Hinweis bereits. Teaser und Newsletter brauchen ihn laut Zweig A. Die Galerie zeigt Bilder ohne Textzeile, also greift die Haltebedingung, bis ein Platzhalter oder ein Vorabhinweis entworfen ist. Der Ausschnitt wird gestoppt, bis jemand den Verweis auf B-17 setzt. Der Satz "Archivaufnahme" wird in jeder neuen Zeile einzeln beurteilt. Gezählt: 5 Zeilen, 1 bereits in Ordnung, 2 nachzurüsten, 2 gestoppt.
Vorgeschlagene Abnahmetests (nicht durchgeführt)
Diese Tests sind Vorschläge und wurden hier nicht ausgeführt.
- Für jede Zeile der Tabelle prüfen, ob die Platzierung beim Aufruf wirklich den Hinweis vor dem Bild zeigt, wenn Zweig A gilt.
- Den Hinweis am Bild ändern und prüfen, ob alle Platzierungen mit derselben Kennung den neuen Wortlaut zeigen oder die Abweichung sichtbar gemeldet wird.
- Eine Fassung ohne Verweis anlegen und prüfen, dass sie nicht als hinweisfrei veröffentlicht wird.
- Einen Zielort ohne Textzeile wählen und prüfen, dass das Bild nicht ohne Ersatz erscheint.
- Den Kontextsatz (Zweig B) im Ursprungsartikel ändern und prüfen, dass andere Orte ihn nicht stillschweigend übernehmen.
- Mit dem Seitenleser oder ausgeschalteten Bildern prüfen, ob der Hinweis noch vorhanden und der Reihenfolge nach vor dem Bild lesbar ist.
Grenzen
Die Prüfung ersetzt kein Urteil darüber, welche Bilder überhaupt einen Hinweis brauchen. Sie sorgt nur dafür, dass eine einmal getroffene Entscheidung nicht an der Kopierstelle verloren geht. Weitergabe in fremde Systeme, etwa Soziale Netze oder Mailprogramme, kann Ihre Textzeile verändern oder entfernen. Behandeln Sie solche Wege deshalb als eigene Platzierung mit eigener Zeile und mehreren Schutzschichten: Hinweis am Bild, Hinweis im Text, Ersatzbild, Prüfung vor Veröffentlichung.