Bildserien-Website: Lesereihenfolge sichtbar neben unveränderlichen Werknummern
Ausgangslage
Eine Website für Bildserien hat zwei verschiedene Ordnungen, die gern verwechselt werden. Die eine ist die Werknummer: eine feste Kennung, die ein Bild dauerhaft bezeichnet, etwa „W-014“. Die andere ist die Lesereihenfolge: die Abfolge, in der Besucher die Bilder nach kuratorischem Willen betrachten sollen. Ändert sich die Reihenfolge, darf sich die Werknummer nicht ändern, sonst stimmen Verweise, Listen und Anfragen nicht mehr. Dieser Artikel schlägt einen Ablauf vor, der beides sichtbar nebeneinanderstellt. Alle Beispiele sind erfundene Beispieleingaben, keine beobachteten Kundenergebnisse.
Eingaben
Pro Bild brauchen Sie zwei getrennte Felder. Das erste ist die Werknummer, einmal vergeben und danach gesperrt. Das zweite ist die Position in der Lesereihenfolge, eine ganze Zahl, die die Redaktion ändern darf. Zusätzlich sinnvoll ist ein Feld „Reihenfolge gilt seit“ mit einem Datum und eine kurze Notiz, warum die Abfolge so gewählt wurde. Die Notiz ist optional; ob Sie sie öffentlich zeigen, entscheiden Sie je nach Serie.
Außerdem brauchen Sie eine Regel, was bei Gleichstand der Position passiert. Eine einfache Wahl: Zwei Bilder dürfen nie dieselbe Position haben, die Redaktion muss sie auflösen.
Entscheidungswege
Wenn die Redaktion die Reihenfolge ändert, geht der Ablauf so:
Schritt 1: Die Werknummernspalte ist schreibgeschützt. Die Bearbeitungsmaske bietet nur die Position zum Ändern an.
Schritt 2: Nach dem Speichern prüft die Seite, ob Positionen lückenlos und eindeutig sind. Sind sie es, wird die neue Reihenfolge veröffentlicht. Gibt es Lücken, bietet die Seite an, neu durchzunummerieren, ohne Werknummern anzufassen. Gibt es Doppelungen, wird nicht veröffentlicht.
Schritt 3: Die öffentliche Anzeige zeigt beide Angaben nebeneinander, zum Beispiel „3 von 7, Werk W-014“. Die erste Zahl folgt der Lesereihenfolge, die zweite bleibt gleich.
Schritt 4: Verweise von außen laufen über die Werknummer. Ein gespeicherter Link auf W-014 führt auch nach einer Umordnung zum selben Bild, zeigt aber die aktuelle Position.
Wenn jemand die Werknummer ändern will, ist das kein Umordnen. Es ist ein eigener Vorgang mit Rückfrage und Protokoll und wird in diesem Ablauf nicht angeboten.
Stoppbedingungen
Halten Sie die Veröffentlichung einer neuen Reihenfolge an, wenn Positionen doppelt vorkommen, wenn ein Bild ohne Werknummer in der Serie steht oder wenn eine Werknummer in der Serie zweimal erscheint. Stoppen Sie ebenfalls, wenn nach dem Speichern eine Werknummer eine andere ist als vorher; das darf nie passieren und weist auf einen Fehler im Ablauf hin.
Beispiel mit erfundenen Daten
Die Beispielserie „Hafenlicht“ hat sieben Bilder mit den Werknummern W-011 bis W-017. Ursprünglich folgt die Lesereihenfolge den Nummern. Die Redaktion möchte jetzt W-014 an den Anfang stellen, weil es die Serie am besten einleitet. Nach der Änderung zeigt die Seite: Position 1, Werk W-014; Position 2, Werk W-011; und so weiter. Ein zuvor gespeicherter Link auf W-014 funktioniert weiter, nennt aber jetzt „1 von 7“. Die Werknummernliste, die für Anfragen verwendet wird, bleibt unverändert.
Abnahmetest
Legen Sie eine Testserie mit fünf erfundenen Werken an. Führen Sie drei Änderungen durch: das letzte Bild an den Anfang setzen, zwei Bilder tauschen, ein Bild entfernen. Nach jeder Änderung prüfen Sie vier Punkte. Erstens: Sind alle Werknummern identisch mit dem Ausgangszustand, abgesehen vom entfernten Werk? Zweitens: Sind die Positionen lückenlos von 1 an? Drittens: Zeigt die öffentliche Seite Position und Werknummer getrennt? Viertens: Führt ein vor der Änderung gespeicherter Link auf das richtige Bild?
Der Test gilt als bestanden, wenn alle vier Punkte nach allen drei Änderungen stimmen. Ein einziger Fehler bedeutet, dass die Umordnung nicht freigegeben wird.
Fazit
Lesereihenfolge und Werknummer erfüllen verschiedene Aufgaben. Die eine erzählt, die andere identifiziert. Wenn die Website beide getrennt speichert, getrennt zeigt und nur die Reihenfolge bearbeitbar macht, bleiben Verweise stabil und die kuratorische Absicht sichtbar. Ein kurzer Test mit fünf Beispielwerken genügt, um zu prüfen, ob die Trennung im Alltag hält.