Ein Drucklayout für Werkstattaufträge ohne abgeschnittene Notizen
Auf dem Bildschirm scrollt ein langes Notizfeld. Auf Papier tut es das nicht. Wenn ein Werkstattauftrag gedruckt wird, kann ein Teil der Notiz fehlen, ohne dass es jemand merkt. Dieser Artikel schlägt vor, wie Sie die Druckausgabe gezielt abnehmen. Alles hier ist ein Vorschlag zum Ausprobieren, nicht die Beschreibung einer vorhandenen Funktion.
Die Aufgabe
Sie wollen am Ende sagen können: Jede Notiz, die im Auftrag steht, ist auch auf dem Ausdruck vollständig lesbar, oder der Ausdruck zeigt deutlich, dass etwas fehlt.
Gestaltungsregeln zum Prüfen
Denkbar sind folgende Regeln für ein Druckformat:
- Das Notizfeld hat im Druck keine feste Höhe und keinen eigenen Scrollbereich.
- Der Text darf auf eine zweite Seite umbrechen, Kopfzeile mit Auftragsnummer wiederholt sich dort.
- Lange Wörter ohne Leerzeichen, etwa Seriennummern oder Pfade, dürfen umbrechen statt abzuschneiden.
- Ist die Notiz länger als das, was Sie sinnvoll drucken wollen, steht ein sichtbarer Hinweis „Notiz gekürzt, Rest im System“.
- Zeilenumbrüche aus der Eingabe bleiben erhalten.
Abnahmematrix
| Testnotiz | Papierformat | Erwartung | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Kurz, ein Satz | A4 hoch | eine Seite, vollständig | offen |
| Mehrere Absätze | A4 hoch | alle Absätze sichtbar | offen |
| Sehr lang, über eine Seite | A4 hoch | Umbruch mit wiederholter Kopfzeile | offen |
| Ein langes Wort ohne Leerzeichen | A4 hoch | Wort umbricht, nichts verschwindet | offen |
| Aufzählung mit Einrückung | A4 hoch | Einrückung lesbar | offen |
| Sonderzeichen und Umlaute | A4 hoch | Zeichen unverändert | offen |
| Lange Notiz | anderes Format oder Querformat | gleiches Ergebnis wie oben | offen |
| Leere Notiz | A4 hoch | kein leerer Kasten ohne Erklärung | offen |
Tragen Sie bei jedem Test „ok“, „fehlerhaft“ oder „nicht geprüft“ ein. Nur echter Ausdruck oder eine Druckvorschau mit demselben Format zählt.
Verzweigungen
Wenn die Notiz in Ihrem System unbegrenzt lang sein darf, brauchen Sie die Kürzungsregel mit Hinweis. Wenn die Länge begrenzt ist, genügt der Umbruchtest bis zur Grenze. Wenn Ihre Werkstatt auch auf kleinere Zettel druckt, kommt dieses Format als eigene Zeile in die Matrix.
Hypothetisches Beispiel
Angenommen, ein Auftrag enthält diese erfundene Notiz: Kunde meldet Geräusch beim Kaltstart, nur morgens, Fahrzeug stand lange, bitte Riemenspannung und Lager prüfen, danach Rückruf. Dazu eine lange Teilenummer in einer Zeile. Im Bildschirmfeld sind drei Zeilen sichtbar, der Rest liegt hinter einem Scrollbalken. Im Ausdruck wäre denkbar, dass nur diese drei Zeilen erscheinen. Der Test „Notiz über eine Seite“ würde das aufdecken, weil Sie die letzte Zeile mit dem Rückruf auf dem Papier suchen und nicht finden.
Abbruchbedingungen
Stoppen Sie die Freigabe des Drucklayouts, wenn:
- auch nur ein Testfall Text ohne Hinweis verliert,
- Kopfzeile oder Auftragsnummer auf Folgeseiten fehlt,
- sich das Ergebnis je nach Gerät oder Browser unterscheidet und Sie den Unterschied nicht erklären können.
Dann bleibt der bisherige Druck im Einsatz, mit dem bekannten Risiko, und der Fehler wird dokumentiert.
Praktische Abnahme
- Drucken Sie jede Zeile der Matrix wirklich aus und legen Sie die Blätter nebeneinander.
- Lassen Sie eine zweite Person anhand der Bildschirmnotiz prüfen, ob jedes Wort auf dem Papier steht.
- Prüfen Sie Lesbarkeit aus Arbeitsabstand, etwa an der Werkbank, und bei schwarzweißem Druck.
- Prüfen Sie, dass ein gekürzter Hinweis auffällt, ohne dass man danach suchen muss.
- Wiederholen Sie die Matrix nach jeder Änderung an Schrift, Seitenrand oder Feldgröße.
Gelten alle acht Zeilen als „ok“ und hat eine fremde Person nichts vermisst, können Sie das Layout abnehmen. Andernfalls dient jede offene Zeile als Arbeitsliste für die nächste Überarbeitung.