Foodtruck online: Standortplan, Google-Profil und Catering
Kurz gesagt: Ein Foodtruck braucht online vor allem zwei Dinge: einen Standortplan, der immer stimmt, und einen klaren Weg für Cateringanfragen. Pflegen Sie den Plan an genau einer Stelle und lassen Sie Website, Google-Profil und Instagram darauf zeigen, statt dreimal abzutippen. Das Cateringformular fragt Datum, Ort, Gästezahl und Art des Anlasses ab, damit Sie möglichst ohne Rückfragen ein Angebot schreiben können.
Warum der Standortplan das Herz der Website ist
Bei einem Restaurant mit fester Adresse suchen Gäste nach Speisekarte und Öffnungszeiten. Bei einem Foodtruck lautet die erste Frage: Wo steht ihr heute? Wird diese Frage auf Ihrer Website nicht schnell beantwortet, springen Gäste womöglich ab und gehen zum nächsten Stand.
Gleichzeitig ist der Plan die Information, die leicht veraltet. Ein Wochenmarkt fällt aus, ein Firmenparkplatz kommt dazu, im Winter ruhen einzelne Termine. Wenn die Website noch den Sommerplan zeigt, steht jemand im Regen vor einem leeren Parkplatz und erzählt das womöglich weiter.
Den Wochenplan einmal pflegen, überall zeigen
Eine Quelle festlegen
Entscheiden Sie, wo der Plan „wohnt“. Drei praktikable Möglichkeiten:
- Ein Google-Kalender mit einem Termin pro Standort und Tag. Laut Google-Hilfe (Stand November 2026) lässt er sich über „Kalender integrieren“ auf der Website einbetten. Damit Besucher ihn sehen, muss der Kalender öffentlich freigegeben sein, also bitte ein eigener Kalender nur für die Standorte, nicht Ihr privater.
- Eine einfache Tabelle oder ein kleines Formular im Website-System, aus dem die Seite „Standorte“ automatisch eine Liste baut. Das ist am saubersten für Suchmaschinen, weil der Plan als echter Text auf der Seite steht.
- Eine kleine Web-App fürs Handy, in der Sie morgens nur noch den heutigen Standort antippen. Das lohnt sich, wenn Sie viele spontane Wechsel haben.
Welche Lösung passt, hängt weniger von der Technik als von der Frage ab, wer im Team den Plan pflegt und von welchem Gerät aus.
So sollte der Plan auf der Website aussehen
- Ganz oben: Heute mit Ort, Uhrzeit und einem Kartenlink. Darunter die restliche Woche.
- Pro Standort ein wiederkehrender Name, den Stammgäste kennen („Dienstag: Wochenmarkt am Rathausplatz, 11 bis 14 Uhr“).
- Ein Hinweis, wenn ein Termin wetterabhängig ist, und wo kurzfristige Absagen stehen.
- Bei Saisonpause ein sichtbarer Satz mit dem voraussichtlichen Neustart statt eines leeren Plans.
Der Plan sollte als Text lesbar sein, nicht nur als Bild aus Canva. Ein Bild kann man in der Story zeigen, aber Text lässt sich von Suchmaschinen und Sprachassistenten leichter auslesen, und Gäste können Ortsnamen aus Seitentext zuverlässig kopieren, aus einem Bild dagegen nicht immer.
Instagram und Co. als Verstärker
Instagram eignet sich gut für den Tagesstandort und kurzfristige Änderungen. Damit dort keine zweite Wahrheit entsteht, verweisen Story und Profil-Link auf die Standortseite der Website. Wer morgens nur Zeit für einen Kanal hat, aktualisiert die Quelle, und Instagram bekommt einen kurzen Post mit Verweis.
Das Google-Unternehmensprofil bei wechselnden Standorten
Hier lohnt ein genauer Blick, weil die Richtlinien für das Unternehmensprofil auf feste Orte ausgelegt sind. Laut den Google-Richtlinien (abgerufen November 2026) gilt unter anderem:
- Pro Standort Ihres Unternehmens soll es eine Seite geben, nicht mehrere Seiten für denselben Standort.
- Wer eine Adresse anzeigt, sollte dort dauerhaft mit dem Unternehmensnamen beschildert sein.
- Service-Area-Unternehmen, also Unternehmen, die zu den Kunden an deren Standort fahren, sollen ein Profil für die zentrale Adresse mit einem festgelegten Einzugsgebiet führen. Das ist nicht dasselbe wie Kunden, die zu einem Ladengeschäft kommen: Zeigt ein Unternehmen seine Adresse und bedient dort auch Kunden, soll der Ort während der angegebenen Zeiten besetzt und für Kunden zugänglich sein. Wer ohne beschildertes Ladengeschäft zu Kunden fährt, darf ein Service-Area-Profil führen.
Einen eigenen Abschnitt zu Foodtrucks enthalten diese allgemeinen Regeln nicht. Ob und in welcher Form ein Foodtruck mit wechselnden Plätzen ein Profil führen darf, geht daraus nicht hervor und hängt von den offiziellen Google-Vorgaben und der Prüfung durch Google ab. Praktisch bedeutet das: Legen Sie keine separaten Profile für jeden Markt oder Parkplatz an. Wenn Sie einen festen, beschilderten und besetzten Betriebsort mit Kundenverkehr haben, könnte dieser die Adresse sein; fahren Sie zu Kunden, etwa beim Catering, kann ein Profil mit Einzugsgebiet in Frage kommen, sofern die Google-Vorgaben für Ihren Fall das erlauben. Ob Google Ihr Profil in der gewählten Form bestätigt, zeigt sich bei der Verifizierung. Im Zweifel fragen Sie über den Google-Support nach, bevor Sie Varianten ausprobieren.
Was das Profil für Sie leisten kann, sofern vorhanden und bestätigt:
- Beiträge: Laut Google-Hilfe lassen sich Beiträge vom Typ „Aktuelles“ mit Foto und einem Aktionsbutton samt Link veröffentlichen. Ein wöchentlicher Beitrag „Diese Woche hier“ mit Link auf Ihre Standortseite kann das Profil aktuell halten.
- Veranstaltungen: Für besondere Termine wie ein Stadtfest gibt es laut derselben Hilfeseite einen eigenen Beitragstyp mit Start- und Enddatum.
- Fotos und Speisekarte: Gerichte, der Truck selbst, die Schlange beim Mittagsgeschäft. Das kann Gästen helfen, Sie am Standort wiederzuerkennen.
Der Anfrageweg fürs Catering
Catering kann für einen Foodtruck das planbarere Geschäft sein. Die Anfrage sollte deshalb nicht im Instagram-Postfach zwischen Fanpost verschwinden.
Was das Formular abfragt
- Datum und Uhrzeit des Anlasses, mit dem Hinweis, ob das Datum fix oder noch flexibel ist.
- Ort mit PLZ, dazu eine Auswahl: privates Gelände, Firmengelände, Veranstaltungsfläche.
- Gästezahl, gern als Bereich (unter 50, 50 bis 100, über 100).
- Art des Anlasses: Hochzeit, Firmenfeier, Geburtstag, Vereinsfest.
- Stellplatz und Strom: Ist ein ebener Platz für den Truck vorhanden, gibt es einen Stromanschluss? Diese Frage klärt eine praktische Voraussetzung vorab und kann Rückrufe vermeiden.
- Wünsche zum Essen, etwa vegetarische Anteile oder bestimmte Gerichte aus Ihrer Karte.
- Kontakt: Name, Telefon, E-Mail.
Was nach dem Absenden passiert
Eine automatische Bestätigung wiederholt die Angaben und nennt, bis wann Sie sich melden. Intern landet die Anfrage in einer Liste, sortiert nach Datum, damit Sie Überschneidungen mit regulären Standortterminen sofort sehen. Wer viel Catering macht, kann in derselben Liste den Status pflegen: neu, Angebot raus, bestätigt, abgesagt.
Wo das Formular überall verlinkt ist
Auf der Startseite, auf der Standortseite (Gäste am Truck werden dort auf Catering aufmerksam) und als eigener Punkt im Instagram-Profil-Link. Ein QR-Code am Truck, der direkt auf das Formular führt, holt die Anfrage dort ab, wo sie entsteht.
Häufige Fragen
Reicht eine Instagram-Seite statt einer eigenen Website?
Für den Tagesstandort funktioniert Instagram gut. Für Catering, eine dauerhaft auffindbare Speisekarte und die Suche nach „Foodtruck mieten“ in Ihrer Region ist eine eigene Seite verlässlicher, weil Sie Aufbau und Inhalte selbst bestimmen.
Soll ich für jeden Wochenmarkt ein eigenes Google-Profil anlegen?
Nein. Die Google-Richtlinien sehen nicht mehrere Seiten für denselben Standort vor, und ein wechselnder Marktplatz ist kein eigener Betriebsstandort mit Beschilderung. Welche Profilform für Ihren Truck zulässig ist, klären Sie nach den offiziellen Vorgaben oder beim Google-Support.
Wie zeige ich kurzfristige Absagen am besten?
Direkt in der Quelle des Plans, damit die Website sofort stimmt, plus eine Story auf Instagram. Ein fest platzierter Hinweis „Kurzfristige Änderungen siehe hier“ unter dem Plan erspart Gästen das Suchen.
Muss die Speisekarte auf der Website stehen, wenn sie oft wechselt?
Zumindest die Klassiker, die fast immer dabei sind. Wechselnde Specials können Sie im Tagesstandort erwähnen. Eine leere oder veraltete Karte schadet mehr als eine kurze.
Falls Sie Standortplan und Cateringanfragen gern in einen einfachen Ablauf bringen möchten, erzählen Sie mir, wie Ihre Woche aussieht: zur Anfrage.