Eine Fotoauswahl-Karte für Produktseiten: Welches Bild zuerst, welches in die Galerie, welches weglassen
Worum es geht
Wer zehn Fotos zu einem Produkt hat, steht vor der Frage, welche davon online erscheinen und in welcher Reihenfolge. Eine Fotoauswahl-Karte hilft, diese Entscheidung nachvollziehbar zu treffen, statt jedes Mal neu zu raten. Alles hier ist ein Vorschlag zum Ausprobieren.
Was Sie sammeln
Legen Sie für jedes Produkt eine kleine Karte an, digital oder auf Papier, mit diesen Angaben:
- Die Kundenfrage, die Kunden am häufigsten vor dem Kauf stellen, zum Beispiel nach Größe, Material oder Aussehen von hinten.
- Eine Liste der vorhandenen Fotos mit einer Kurzbeschreibung je Bild.
- Eine Markierung je Foto: zeigt es das ganze Produkt, ein Detail, den Einsatz oder die Größe im Vergleich?
Die Auswahlregeln
Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor.
Schritt eins: Wählen Sie das erste Bild. Es sollte das ganze Produkt klar zeigen, ohne Ablenkung. Gibt es mehrere gute Kandidaten, nehmen Sie das, das auf kleiner Handyansicht am besten erkennbar bleibt.
Schritt zwei: Prüfen Sie, welche Kundenfrage ein weiteres Bild beantwortet. Wenn viele nach der Größe fragen, kommt ein Bild mit Größenvergleich an Platz zwei. Wenn die Beschaffenheit zählt, folgt ein Detailbild.
Schritt drei: Streichen Sie Dubletten. Zwei Fotos, die fast dasselbe zeigen, bringen nichts. Behalten Sie das schärfere.
Schritt vier: Prüfen Sie jedes Foto auf Verwechslungsgefahr. Zeigt es Zubehör, das nicht zum Lieferumfang gehört, markieren Sie es entweder in der Beschreibung oder lassen es weg.
Verzweigungen
- Fehlt ein Bild, das eine häufige Frage beantwortet, notieren Sie das als Aufnahmewunsch, statt ein unpassendes Ersatzbild einzusetzen.
- Sind alle Fotos von schwacher Qualität, zeigen Sie lieber weniger Bilder und nehmen die Lücke in die Aufnahmeliste.
- Gibt es Varianten, etwa Farben, wählen Sie je Variante mindestens ein eigenes Bild oder kennzeichnen ein gemeinsames Bild als Beispiel.
Beispiel (frei erfunden)
Ein fiktiver Laden verkauft handgenähte Stofftaschen. Vorhanden sind acht Fotos. Als häufigste Kundenfrage wurde notiert, ob ein Laptop hineinpasst. Bild eins zeigt die Tasche frontal auf neutralem Hintergrund. Bild zwei zeigt sie geöffnet mit einem Laptop darin, was die Frage beantwortet. Bild drei zeigt die Naht als Detail. Zwei fast gleiche Frontfotos werden zu einem zusammengeführt. Ein Foto mit einer Tasse als Dekoration wird gestrichen, weil die Tasse nicht mitgeliefert wird und Verwirrung stiften könnte. Die Karte vermerkt zusätzlich einen Aufnahmewunsch: ein Foto der Innentasche.
Stoppbedingungen
Halten Sie an, wenn:
- Sie mehr Zeit mit der Auswahl verbringen als mit dem Fotografieren. Begrenzen Sie die Karte dann auf fünf Minuten pro Produkt.
- Zwei Personen sich nicht einigen. Entscheidet dann die Kundenfrage, nicht der Geschmack.
- Ein Foto Eigenschaften nahelegt, die das Produkt nicht sicher hat.
Kleine Abnahmeprüfungen
- Beantwortet das erste Bild die Frage, was das Produkt ist?
- Beantwortet mindestens ein weiteres Bild die häufigste Kundenfrage?
- Ist jedes Foto eindeutig dem Produkt zuzuordnen?
- Sieht die Reihenfolge am Handy sinnvoll aus?
- Ist die Aufnahmeliste für fehlende Bilder notiert?
Pflege
Überprüfen Sie die Karte, wenn Kunden neue Fragen stellen oder Sie ein neues Foto anfertigen. Die Karte darf kurz bleiben. Ihr Wert liegt darin, dass die Reihenfolge begründet ist und die nächste Person versteht, warum ein Bild an seinem Platz steht oder fehlt.