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Fotoshooting für die Firmenwebsite planen: die Shotliste

Kurz gesagt: Ein gutes Fotoshooting für die Website beginnt mit einer Liste, die vom fertigen Layout rückwärts denkt: Welche Seite braucht welches Bild, in welchem Format, mit welcher Aussage? Mit einer solchen Shotliste bekommen Sie an einem halben Tag Bilder für Startseite, Leistungen, Team, Arbeitsplatz und Google-Profil, statt hundert schöner Fotos, von denen keines in den Kopfbereich passt. Planen Sie Querformate für große Flächen, Hochformate für Handy und Social Media, und einige Motive mit Freiraum für Text.

Stockbilder erkennen Kunden sofort. Eigene Fotos zeigen, wer Sie sind, wie es bei Ihnen aussieht und wer die Arbeit macht. Sie lohnen sich aber nur, wenn sie zur Website passen. Die folgende Liste ist nach Seiten gegliedert, damit Sie sie mit Ihrer Sitemap abgleichen können.

Vor dem Shooting: drei Klärungen

  1. Layout kennen. Wenn die Website gerade neu entsteht, lassen Sie sich die Entwürfe zeigen. Wie breit ist das Kopfbild, wird Text darübergelegt, gibt es Kacheln im Quadrat?
  2. Stil festlegen. Hell und luftig, warm und handwerklich, sachlich und modern. Zwei, drei Beispielbilder, die Ihnen gefallen, helfen der Fotografin mehr als Adjektive.
  3. Einverständnis klären. Wer aufs Bild kommt, Mitarbeitende wie Kundschaft, sollte vorher wissen, wofür die Fotos verwendet werden, und zustimmen; wie Sie das festhalten, besprechen Sie am besten mit der Person, die Sie in solchen Fragen berät.

Die Shotliste nach Seiten

Startseite

Motiv Format Hinweis
Kopfbild: Ihr Betrieb in Aktion Quer, sehr breit Freiraum links oder rechts für Überschrift
Gleiches Motiv als Handy-Version Hoch oder quadratisch Hauptsache im mittleren Drittel
Außenansicht mit Eingang Quer bei Tageslicht, Schild lesbar
Detail, das Ihre Arbeit zeigt Quadrat Hände, Werkzeug, Material

Beim Kopfbild scheitern die meisten Shootings: Ein schönes Foto, aber der wichtige Teil sitzt genau dort, wo später die Überschrift liegt, oder es wird auf dem Handy auf einen Ausschnitt ohne Aussage beschnitten. Fotografieren Sie das Kopfmotiv deshalb in mehreren Varianten mit unterschiedlichem Abstand.

Leistungsseiten

Pro Leistung mindestens:

  • Ein Bild der Tätigkeit (jemand arbeitet, nicht posiert).
  • Ein Ergebnisbild (fertiges Bad, frisierte Haare, reparierte Maschine).
  • Ein Detail, das Qualität zeigt.

Wenn Sie fünf Leistungen haben, sind das schon fünfzehn Motive. Priorisieren Sie die Leistungen, mit denen Sie Geld verdienen.

Über-uns- und Teamseite

  • Einzelporträts aller Personen, die Kunden begegnen, mit gleichem Hintergrund und Abstand, damit sie nebeneinander einheitlich wirken.
  • Ein Gruppenbild, quer.
  • Zwei, drei Arbeitssituationen mit mehreren Personen.
  • Inhaberin oder Inhaber in einer natürlichen Situation, nicht nur frontal.

Tipp: Lassen Sie Porträts im Hoch- und im Querformat machen. Je nach Layout brauchen Sie beides.

Arbeitsplatz und Räume

  • Empfang oder Verkaufsraum, aufgeräumt, bei gutem Licht.
  • Werkstatt, Küche, Behandlungsraum oder Lager, je nach Betrieb.
  • Besonderheiten, die Kunden vorher sehen wollen: Parkplatz, barrierearmer Eingang, Wartebereich, Kinderecke.

Kontakt und Anfahrt

  • Eingang aus Sicht der Ankommenden.
  • Hausnummer oder Klingelschild, wenn der Eingang schwer zu finden ist.
  • Parkplatz oder Haltestelle in der Nähe, falls typisch.

Reserve für Blog, Newsletter und Social Media

  • Fünf bis zehn Stimmungsbilder ohne bestimmte Aussage: Material, Werkzeug, Hände, Jahreszeit.
  • Hochformate in ausreichender Zahl für Stories.

Formate und Licht

  • Querformat für Kopfbilder und große Flächen am Desktop.
  • Hochformat für Handy-Kopfbilder, Stories und Porträts.
  • Quadrat für Kacheln und das Google-Profil.
  • Freiraum in einigen Motiven, damit Text darauf Platz hat.

Licht: Tageslicht, idealerweise vormittags oder bei leicht bewölktem Himmel. Mischlicht aus Neonröhren und Fenster lässt sich nur schwer korrigieren. Planen Sie Außenaufnahmen, wenn die Sonne nicht frontal auf die Fassade knallt.

Der Ablauf am Shooting-Tag

  • Räume am Vortag aufräumen, private Dinge entfernen.
  • Arbeitskleidung einheitlich und sauber, keine großen Logos anderer Marken.
  • Ein fester Ablaufplan nach Räumen, nicht nach Personen, damit nicht ständig umgebaut wird.
  • Eine Person aus dem Betrieb begleitet das Shooting und hakt die Liste ab.
  • Kundinnen nur mit vorheriger Absprache ins Bild.

Nach dem Shooting: Bilder richtig verwenden

Auf der Website: Die Bilder für das Web verkleinern und komprimieren, nicht die Originale hochladen. Google empfiehlt in seiner Dokumentation zu Bildern kurze, aussagekräftige Dateinamen, etwa tischlerei-einbauschrank-eiche.jpg statt IMG00023.JPG, sowie passende Alt-Texte, und Bilder in der Nähe des relevanten Textes zu platzieren.

Im Google-Unternehmensprofil: Laut Google-Hilfe (abgerufen November 2026) sollten Fotos dort im Format JPG oder PNG vorliegen, zwischen 10 KB und 5 MB groß sein, idealerweise 720 × 720 Pixel, mindestens 250 × 250 Pixel. Google empfiehlt scharfe, gut ausgeleuchtete Bilder ohne starke Bearbeitung oder viele Filter. Laden Sie ein Logo, ein Titelbild und mehrere Fotos aus der Liste hoch, etwa Außenansicht, Innenraum, Team und Arbeitsbeispiele. Kurze Videos sind laut Hilfe ebenfalls möglich, bis 30 Sekunden.

Ablage: Ordner nach Seiten benennen, wie in der Shotliste. So findet auch in einem Jahr noch jemand das richtige Bild.

Häufige Fragen

Wie viele Fotos brauche ich?

Zählen Sie die Zeilen Ihrer Shotliste und rechnen Sie Varianten dazu. Schon bei einer kleinen Website mit fünf Leistungsseiten kommen so mehrere Dutzend verwendbare Bilder zusammen, plus Reserve für Profil und Social Media.

Reicht ein gutes Smartphone?

Für Profil-Updates und Social Media oft ja. Für Kopfbilder, Porträts und Räume bei schwierigem Licht ist eine professionelle Fotografin meist die bessere Investition.

Wie oft sollte ich neu fotografieren?

Wenn sich Team, Räume oder Leistungen ändern. Ein Porträt einer Person, die nicht mehr im Betrieb ist, irritiert mehr als ein fehlendes.

Wenn Sie die Website und das Shooting gleich zusammen planen möchten, damit die Bilder später wirklich passen, schreiben Sie mir, was für ein Betrieb Sie sind.

Quellen

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