Garnladen: Unterschiedliche Farbpartien im Nachbestellformular sichtbar trennen
Warum Partien zählen
Garn wird in Partien gefärbt. Dieselbe Farbbezeichnung kann bei einer späteren Partie leicht anders ausfallen. Wer ein Projekt mit zu wenig Garn fortsetzt, merkt das manchmal erst im fertigen Stück. Dieser Artikel beschreibt einen vorgeschlagenen Beispielablauf, keine beobachteten Ergebnisse. Er zeigt, wie ein Nachbestellformular die Partie sichtbar macht und trennt.
Die Eingaben
Das Formular fragt:
- Farbname und Farbnummer laut Banderole.
- Partiennummer laut Banderole, falls vorhanden. Manche Anbieter nennen sie anders, etwa Lot oder Dye Lot. Das Formular nennt beide Begriffe.
- Anzahl der bereits vorhandenen Knäuel.
- Wie viele Knäuel fehlen noch.
- Ein Foto der Banderole, wenn die Nummer nicht lesbar ist.
Die Partie wird in einem eigenen Feld erfasst, nicht in einem Kommentarfeld. Nur so lässt sie sich im Lager und im Auftrag getrennt führen.
Entscheidungsverzweigungen
- Dieselbe Farbnummer und dieselbe Partie sind im Lager in ausreichender Menge vorhanden. Der Auftrag wird als "gleiche Partie" bestätigt.
- Dieselbe Farbnummer, aber nur eine andere Partie ist lieferbar. Der Shop schreibt dem Kunden die Wahl vor: andere Partie annehmen oder verzichten. Er liefert nicht stillschweigend aus.
- Es reicht nur ein Teil der Menge aus der gleichen Partie. Der Shop zeigt beide Zahlen getrennt und lässt den Kunden entscheiden, ob er die kleinere Menge nimmt oder mit gemischter Partie weiterarbeitet.
- Der Kunde kennt die Partiennummer nicht. Der Shop bittet um ein Foto der Banderole. Ohne Foto gilt die Partie als unbekannt, und der Auftrag wird entsprechend markiert.
- Die Farbe ist ausgelaufen. Der Shop schlägt keine "ähnliche" Farbe als Ersatz vor, sondern bietet eine getrennte Anfrage an.
Ob Sie eine gemischte Lieferung überhaupt anbieten, ist eine optionale Entscheidung des Ladens. Manche Läden liefern nur gleiche Partien, andere erlauben gemischte nach ausdrücklicher Zustimmung.
Stoppbedingungen
Der Auftrag wird nicht versendet, wenn die Partie des Kunden unbekannt ist und er trotzdem "gleiche Partie" erwartet, oder wenn nur eine abweichende Partie lieferbar ist und keine Zustimmung vorliegt. Der Status lautet dann "wartet auf Entscheidung".
Beispiel
Eine Kundin braucht zwei weitere Knäuel der Farbe 118. Ihre Banderole nennt die Partie 5521. Im Lager liegen ein Knäuel aus Partie 5521 und vier aus Partie 6034. Das Formular zeigt ihr: "Aus Ihrer Partie 5521 ist 1 Knäuel verfügbar. Aus Partie 6034 sind 4 verfügbar, die Farbe kann leicht abweichen." Sie wählt: ein Knäuel aus 5521 und ein Knäuel aus 6034, und bestätigt mit einem Haken, dass sie die Mischung bewusst wünscht. Die Bestellung führt beide Positionen getrennt auf, mit eigener Partiennummer in jeder Zeile.
Anzeige im Auftrag
Jede Zeile der Bestellung zeigt Farbnummer und Partie. Im Versandpapier steht dieselbe Angabe. So kann die Kundin bei Ankunft prüfen, ob sie bekommen hat, was sie bestätigt hat.
Praktischer Abnahmetest
Legen Sie im Testlager Beispielartikel mit erfundenen Partiennummern an. Spielen Sie vier Fälle durch:
- volle Menge aus gleicher Partie,
- nur andere Partie lieferbar,
- Teilmenge aus gleicher Partie,
- Partie unbekannt.
Der Test ist bestanden, wenn in keinem Fall eine andere Partie ohne ausdrückliche Zustimmung in den Auftrag gelangt, wenn jede Auftragszeile ihre Partie nennt und wenn bei Fall vier der Auftrag nicht automatisch als "gleiche Partie" läuft. Prüfen Sie zusätzlich, dass Versandpapier und Bestellbestätigung dieselbe Partiennummer zeigen.
Abschluss
Das Formular nimmt der Kundin keine Entscheidung ab, es macht sie sichtbar. Partie als eigenes Feld, getrennte Zeilen und eine ausdrückliche Zustimmung bei Abweichung genügen als kleiner Ablauf. Welche Variante Ihr Laden anbietet, bleibt Ihre Wahl, solange die Regel vor der Bestellung klar zu lesen ist.