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Garten- und Landschaftsbau: Website mit Vorher-Nachher-Projekten

Kurz gesagt: Ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb verkauft mehrere sehr verschiedene Leistungen, und jede braucht einen eigenen Anfrageweg: Planung und Bau ein ausführliches Projektformular mit Fotos, Pflege und Winterdienst eine kurze Anfrage mit Adresse und Umfang. Den Ausschlag geben fast immer Vorher-Nachher-Bilder, die vom selben Standpunkt aus fotografiert und mit wenigen Sätzen erklärt sind. Saisonale Hinweise auf der Startseite lenken Anfragen in die Monate, in denen Sie Kapazität haben.

Viele Gartenbau-Websites haben ein einziges Kontaktformular für alles. Dann kommt die Anfrage für einen Schwimmteich mit derselben Maske wie die für einmal Heckenschneiden, und beide sind unvollständig. Besser ist eine klare Trennung nach Leistungsart.

Welche Leistung welchen Anfrageweg braucht

Leistungsart Anfrageweg Nötige Angaben
Gartenplanung Projektformular, danach Erstgespräch vor Ort Grundstücksgröße grob, Fotos vom Ist-Zustand, Wünsche (Terrasse, Beete, Spielbereich, Wasser), Zeitrahmen, Budgetrahmen optional
Gartenbau und Umgestaltung Projektformular, oft nach erfolgter Planung wie Planung, plus Zufahrt für Maschinen, Material-Vorlieben, vorhandene Pläne
Pflasterung, Terrasse, Mauern Kurzes Projektformular Fläche in m² ungefähr, Fotos, gewünschtes Material, Zufahrt
Gartenpflege laufend Pflegeanfrage mit Rückruf Adresse, Gartengröße grob, Leistungen (Rasen, Hecken, Beete), gewünschter Rhythmus
Einmalige Arbeiten (Heckenschnitt, Baumschnitt, Herbstputz) Kurzanfrage mit Fotos Adresse, Fotos, Höhe/Länge ungefähr, Wunschzeitraum
Winterdienst Saisonanfrage mit Frist Adresse, Flächen (Gehweg, Einfahrt, Parkplatz), gewünschte Leistungen, Beginn der Saison

Auf der Website bedeutet das: eine Übersichtsseite „Leistungen“ mit je einer Unterseite pro Leistungsart, und auf jeder Unterseite der passende Anfrageweg, nicht ein allgemeines Formular in der Fußzeile.

Pflegevertrag online anfragen

Laufende Pflegeaufträge sind für viele Betriebe das Rückgrat. Die Anfrage dafür sollte einfach sein: Adresse, grobe Größe, welche Arbeiten, wie oft. Eine Auswahl wie „alle zwei Wochen von April bis Oktober“ oder „nach Bedarf“ hilft Kunden, sich das vorzustellen. Ein festes Angebot entsteht ohnehin erst nach einem Besuch, aber die Anfrage liefert alles, was Sie zur Tourenplanung brauchen.

Einzugsgebiet klar machen

Wer in welchen Orten arbeitet, sollte das auf der Website und im Google-Unternehmensprofil gleich angeben. Laut Google-Hilfe (abgerufen November 2026) können Unternehmen, die Kundinnen und Kunden vor Ort besuchen, ein Einzugsgebiet aus Städten, Postleitzahlen oder anderen Regionen festlegen, maximal 20 Einzugsgebiete. Empfangen Sie an Ihrer Betriebsadresse keine Kundschaft, empfiehlt Google, die Adresse aus dem Profil zu entfernen. Haben Sie einen Schaugarten oder Verkauf am Betrieb, gelten Sie als Hybridunternehmen und können Adresse und Einzugsgebiet angeben.

Vorher-Nachher-Bilder: so werden sie überzeugend

Ein gutes Vorher-Nachher-Paar erklärt Ihre Arbeit besser als jeder Text. Damit es wirkt, braucht es etwas Planung schon vor dem ersten Spatenstich.

Vorher fotografieren, bevor irgendetwas passiert

Das klingt selbstverständlich und wird trotzdem oft vergessen, weil am ersten Tag schon gearbeitet wird. Machen Sie es zur festen Regel im Ablauf: Beim Erstbesuch oder spätestens beim Baustart werden Fotos gemacht.

Derselbe Standpunkt, dieselbe Brennweite

Merken Sie sich den Standpunkt: von der Terrassentür, von der Gartenecke, vom Fenster im ersten Stock. Ein Foto aus dem Obergeschoß zeigt Flächen und Wege besonders gut. Fotografieren Sie „nachher“ vom genau gleichen Punkt. Ein Handy-Stativ und ein Foto vom Standpunkt selbst helfen, ihn später wiederzufinden.

Nachher erst, wenn es gut aussieht

Frisch gesetzte Pflanzen sehen dünn aus. Ein zweites Nachher-Foto nach ein, zwei Jahren zeigt, wie sich der Garten entwickelt hat, und ist oft das stärkste Bild. Fragen Sie Kunden, ob Sie wiederkommen dürfen.

Ehrlich bleiben

Wenig Bearbeitung, kein künstlich blauer Himmel, keine generierten Elemente. Die Google-Hilfe zu Fotos im Unternehmensprofil empfiehlt, Fotos nicht stark zu bearbeiten und nicht zu viele Filter oder KI-Werkzeuge zu verwenden, weil es auf die realistische Darstellung ankommt. Für Ihre Website gilt dasselbe: Wer Ihre Gärten später live sieht, sollte nicht enttäuscht sein.

Kurz beschreiben

Zu jedem Projekt drei, vier Sätze: Ausgangslage („steiler Hang, nicht nutzbar“), Aufgabe („Terrasse und Stufenbeete“), Material, Besonderheit. Google Search Central schreibt, dass Google Informationen zum Bildinhalt aus dem Seiteninhalt bezieht, einschließlich Bildbeschriftungen, und rät zu aussagekräftigen Dateinamen. Ein Dateiname wie „hanggarten-terrasse-natursteinmauer-nachher.jpg“ hilft also mehr als „IMG_2231.jpg“. Der Ort sollte grob bleiben, etwa der Bezirk oder die Gemeinde, und nur mit Einverständnis der Kunden.

Darstellung auf der Website

Zwei Bilder nebeneinander funktionieren am Computer, am Handy besser untereinander. Ein Schieberegler, mit dem man zwischen vorher und nachher wechselt, ist schön, muss aber am Touchscreen gut bedienbar sein und darf die Seite nicht verlangsamen.

Saisonale Hinweise auf der Startseite

Ein kleiner Bereich ganz oben, der sich drei- bis viermal im Jahr ändert:

  • Spätwinter: „Jetzt Planung für den Frühling anfragen.“
  • Frühling: „Pflegeverträge für die Saison: noch Plätze frei“ oder „ausgebucht bis Juni“.
  • Spätsommer: „Herbstpflanzungen und Herbstputz planen.“
  • Herbst: „Winterdienst für die kommende Saison anfragen.“

So kommen Anfragen dann, wenn Sie sie bearbeiten können, und nicht alle gleichzeitig im April.

Häufige Fragen

Wie viele Projekte sollte ich zeigen?

Lieber sechs gut dokumentierte als dreißig einzelne Fotos. Wichtig ist, dass jede Leistungsart, die Sie verkaufen wollen, mit Beispielen vertreten ist.

Was mache ich mit Projekten, von denen es kein Vorher-Foto gibt?

Zeigen Sie sie trotzdem, aber als Nachher-Projekt mit kurzer Beschreibung der Ausgangslage. Fremde Bilder oder Archivfotos als eigene Referenz zu verwenden, untergräbt das Vertrauen, das die echten Projekte aufbauen.

Lohnt sich ein eigenes Video?

Ein kurzer Rundgang durch einen fertigen Garten kann viel zeigen. Er sollte aber zusätzlich zu Fotos da sein, nicht stattdessen.

Was mache ich, wenn ich in einer Saison ausgebucht bin?

Sagen Sie es offen auf der Website und bieten Sie eine Vormerkung für die nächste Saison an. Das ist besser als Anfragen, die wochenlang liegen bleiben.

Falls Sie Ihre Projekte und Anfragewege übersichtlicher aufstellen wollen, schreiben Sie mir ein paar Zeilen zu Ihrem Betrieb – ich schaue mir gern an, wo ein Umbau am meisten bringt.

Quellen

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