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Auf geizhals.at gelistet werden: Produktfeed vorbereiten

Kurz gesagt: Für geizhals.at brauchen Sie zwei Dinge: eine Anmeldung als Händler und eine Preisliste – einen Produktfeed – unter einer fixen URL, die sich automatisch aktualisiert. Laut geizhals prüft die Plattform diese Liste alle zehn Minuten. Ob Ihre Angebote dann bei den richtigen Produkten erscheinen, hängt vor allem an der Datenqualität: eindeutige Artikelnummern, Herstellerangaben, EAN, Verfügbarkeit und sauber getrennte Varianten.

Voraussetzungen

geizhals.at ist für viele Menschen in Österreich der erste Halt vor einem Technik- oder Haushaltskauf. Ein Händlereintrag bringt Ihren Shop direkt neben die Mitbewerber – mit Preis, Versandkosten und Lieferstatus. Bevor Sie den Feed bauen, sollten drei Dinge geklärt sein.

1. Die Anmeldung. Auf der Händlerseite von geizhals füllen Sie ein Formular mit Ansprechpartner, E-Mail, Telefon, Shop-URL und optional Feed-URL aus; danach meldet sich laut geizhals das Team. Die aktuellen Konditionen stehen direkt auf dieser Anmeldeseite – lesen Sie sie vor dem Absenden, damit Sie wissen, wie abgerechnet wird. Geizhals nennt dort außerdem, welche Unterlagen zum Unternehmen gebraucht werden und welche Angaben im Impressum Ihres Shops vorhanden sein müssen; prüfen Sie das vorab, damit die Freischaltung nicht daran hängt.

2. Ein Shopsystem mit Export. Laut geizhals stellen alle gängigen Shopsysteme eine Exportfunktion zur Verfügung, und die Plattform unterstützt Listenformate aus zahlreichen Shopsystemen. Bei Shopify, WooCommerce, Shopware oder JTL gibt es dafür Erweiterungen oder eingebaute Exporte. Prüfen Sie, ob Ihr Export die Felder unten liefern kann.

3. Eine Entscheidung, welche Produkte rein sollen. Nicht jedes Produkt gehört auf einen Preisvergleich. Artikel mit sehr geringer Marge, Auslaufware mit Restbestand von einem Stück oder Eigenmarken ohne Vergleichsangebot können Sie aus dem Feed herausfiltern.

Der Feed Schritt für Schritt

Schritt 1: Format wählen

geizhals bevorzugt laut eigener Technik-Seite einfache Text-Exportformate. Unterstützt werden:

  • CSV – ein Artikel pro Zeile, ein Feld pro Spalte, mit eindeutigem Trennzeichen wie Strichpunkt oder Tabulator
  • XML, etwa im Google-Shopping-Format
  • XLS oder XLSX – ein Artikel pro Zeile, ein Feld pro Spalte

Komprimierte Dateien (zip, gzip und andere) werden ebenfalls angenommen. Wenn Sie bereits einen Google-Shopping-Feed haben, ist das oft der schnellste Weg.

Schritt 2: Die Pflichtfelder befüllen

Laut geizhals muss die Preisliste enthalten:

  • eine eindeutige Artikelnummer pro Artikel
  • die Artikelbezeichnung
  • den Hersteller
  • den Bruttopreis in Euro, ohne Währungszeichen und ohne Tausendertrennzeichen
  • einen Deeplink zur Bestellseite des Produkts

Alle Preise sind als Bruttopreise anzugeben, inklusive aller Steuern und Abgaben.

Schritt 3: Die empfohlenen Felder ergänzen

Hier entscheidet sich, ob Ihre Angebote richtig zugeordnet werden. geizhals empfiehlt unter anderem:

  • Lagerstand bzw. Verfügbarkeit
  • produktbezogene Versandkosten
  • Herstellerartikelnummer
  • EAN-Code
  • Grundpreis
  • Energieeffizienzklasse bzw. Reifenlabel, wo zutreffend

Laut geizhals können EAN, Herstellercode, Kategoriepfad und Modelljahr für die Zuordnung Ihrer Produkte zu den Artikeln auf geizhals essenziell sein. Ohne diese Angaben muss die Plattform aus dem Produktnamen erraten, welches Gerät gemeint ist – und das geht bei ähnlichen Modellen leicht schief. Optional sind Kategoriepfad, Beschreibung, Bild-Link, Farbe, Größe sowie bei Sportartikeln Geschlecht und Modelljahr.

Schritt 4: Varianten richtig abbilden

Haben Sie ein Produkt in mehreren Farben oder Größen, verlangt geizhals pro Variante eine eigene Zeile. Die Unterschiede müssen aus der Produktbezeichnung oder aus eigenen Feldern hervorgehen. Ein „Laufschuh Modell X“ mit einer einzigen Zeile für alle Größen funktioniert also nicht.

Schritt 5: B-Ware kennzeichnen

Wer gebrauchte, geöffnete oder nicht originalverpackte Ware anbietet, muss sie laut geizhals eindeutig kennzeichnen – in der Bezeichnung oder in einem eigenen Feld.

Schritt 6: URL und Aktualisierung technisch sauber machen

Laut geizhals braucht die Preisliste eine statische URL, die sich nicht ändert; alternativ legen Sie die Datei auf den FTP-Server von geizhals. Sie muss automatisch per Skript oder regelmäßig von Hand aktualisiert werden. Für schnelle Updates empfiehlt geizhals, dass Ihr Server bei Downloads Last-Modified- oder ETag-Header ausgibt und Anfragen mit If-Modified-Since bzw. If-None-Match unterstützt. Die Liste soll ohne Caching ausgeliefert werden – ein Punkt, an dem Shops hinter einem aggressiven Cache gern scheitern.

Typische Datenfehler und wie Sie sie beheben

Fehler Folge Lösung
Preis mit „€“ oder „1.299,00“ Preis wird falsch oder gar nicht gelesen Zahl ohne Währungszeichen und ohne Tausendertrennzeichen exportieren
Nettopreis statt Bruttopreis Angebot wirkt zu billig, Kunden ärgern sich im Shop Export auf Bruttopreis umstellen
Fehlende EAN/Herstellernummer Angebot erscheint beim falschen Modell oder gar nicht Stammdaten im Shop ergänzen, Feld im Export aktivieren
Alle Varianten in einer Zeile Größe/Farbe nicht vergleichbar Eine Zeile pro Variante
Verfügbarkeit fehlt oder veraltet „Lagernd“ im Vergleich, „ausverkauft“ im Shop Lagerstand aus dem Warenwirtschaftssystem exportieren
Deeplink führt auf Startseite oder 404 Klick ohne Kauf Link zur konkreten Produktseite; tote Artikel aus Feed entfernen
Feed-URL wechselt mit jedem Export Aktualisierung bricht ab Fixe URL oder Ablage auf dem FTP-Server
Versandkosten fehlen Gesamtpreis im Vergleich unklar Produktbezogene Versandkosten exportieren

Planen Sie nach dem Start eine Woche, in der Sie täglich zehn Stichproben ziehen: Stimmt der Preis auf geizhals mit dem Shop überein? Führt der Link zum richtigen Artikel? Steht das Produkt beim richtigen Modell?

Danach: den Feed als Teil des Shops behandeln

Ein Feed ist kein einmaliges Projekt. Jede neue Produktkategorie, jede Umstellung im Shop und jedes Plugin-Update kann den Export verändern. Legen Sie fest, wer Fehlermeldungen von geizhals bekommt und bearbeitet, und prüfen Sie den Feed nach jeder größeren Änderung im Shop kurz mit einem Tabellenprogramm: Sind alle Spalten befüllt, stimmen Preise und Links? Fünf Minuten Kontrolle sind günstiger als eine Woche mit falschen Preisen im Vergleich.

Häufige Fragen

Kann ich meinen bestehenden Google-Shopping-Feed verwenden?

Laut geizhals wird XML etwa im Google-Shopping-Format unterstützt. Prüfen Sie trotzdem, ob alle empfohlenen Felder enthalten sind.

Wie schnell werden Preisänderungen übernommen?

geizhals prüft die Preisliste laut eigener Angabe alle zehn Minuten. Wie schnell Ihre Änderung tatsächlich ankommt, hängt davon ab, wie oft Ihr Shop den Feed neu erzeugt.

Muss ich alle Produkte melden?

Nein. Sie können einen gefilterten Feed nur für die Kategorien bereitstellen, in denen Sie konkurrenzfähig sind.

Gibt es eine Beispieldatei?

Ja, geizhals bietet auf der Seite mit den technischen Details eine Beispieldatei zum Download an. Sie ist eine gute Vorlage für die Spaltenreihenfolge.

Wenn Ihr Shop-Export noch nicht die Felder liefert, die ein Preisvergleich braucht, schreiben Sie mir, welches Shopsystem Sie nutzen.

Quellen

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