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In der Google-Bildersuche gefunden werden: Checkliste

Kurz gesagt: Google versteht Bilder vor allem über ihr Umfeld. Entscheidend sind laut Google Search Central (abgerufen November 2026) ein echtes <img>-Element statt eines CSS-Hintergrunds, ein aussagekräftiger Alt-Text, ein beschreibender Dateiname und relevanter Text in der Nähe des Bildes. Eine Bild-Sitemap hilft, Bilder auffindbar zu machen, die Google sonst übersehen würde. Strukturierte Daten können zusätzlich Hinweise und Kennzeichnungen in Google Bilder ermöglichen.

Eine Schreinerei mit Hunderten Fotos fertiger Einbauküchen, ein Gartenbaubetrieb mit Vorher-nachher-Bildern, ein Shop für handgemachten Schmuck: Bei solchen Betrieben suchen Kunden oft zuerst mit den Augen. Wer „Einbauschrank Dachschräge Eiche“ in die Google-Bildersuche tippt, will Beispiele sehen – und klickt gern auf die Seite dahinter.

Die Checkliste

1. Bilder als echtes Bild-Element einbinden

Google findet Bilder im src-Attribut eines <img>-Elements, auch innerhalb eines <picture>-Elements. CSS-Hintergrundbilder indexiert Google laut eigener Dokumentation nicht. Gerade bei Seitenbaukästen und Slidern lohnt ein Blick in den Quelltext: Ist das Projektfoto als Bild eingebunden oder nur als Hintergrund einer Fläche?

2. Unterstützte Formate verwenden

Laut Google werden Bilder in den Formaten BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF unterstützt. Die Dateiendung sollte zum tatsächlichen Dateityp passen.

3. Bei responsiven Bildern eine Rückfall-Adresse angeben

Wer srcset oder <picture> für verschiedene Bildschirmgrößen nutzt, sollte laut Google immer zusätzlich eine Bildadresse im src-Attribut hinterlegen, weil nicht jeder Browser und Crawler diese Attribute versteht.

4. Beschreibende Dateinamen vergeben

Der Dateiname gibt Google laut Search Central nur „sehr leichte“ Hinweise auf den Inhalt – aber er kostet nichts. einbauschrank-dachschraege-eiche.jpg ist besser als IMG_4711.JPG. Generische Namen wie bild1.jpg sollten Sie meiden. Bei vielen Bildern lohnt es sich laut Google, die Benennung zu automatisieren. Wenn Sie Bilder für andere Sprachen übersetzen, übersetzen Sie auch die Dateinamen.

5. Einen guten Alt-Text schreiben

Google nennt den Alt-Text das wichtigste Attribut, wenn es um zusätzliche Informationen zu einem Bild geht. Er beschreibt das Bild für Menschen, die es nicht sehen können, und hilft Google zusammen mit Bilderkennung und Seiteninhalt, das Motiv zu verstehen. Schreiben Sie, was zu sehen ist, sachlich und im Zusammenhang der Seite: „Einbauschrank aus geölter Eiche unter einer Dachschräge mit drei Schiebetüren“. Reihen Sie keine Suchbegriffe aneinander.

6. Bilder in passenden Text einbetten

Google zieht laut Dokumentation Informationen aus dem Seiteninhalt, einschließlich Bildunterschriften und Bildtiteln. Bilder sollten möglichst nahe an relevantem Text stehen, auf Seiten, die zum Motiv passen. Eine Projektseite mit zwei, drei Sätzen zu Material, Raum und Aufgabe ist deshalb wertvoller als eine Galerie mit 80 unkommentierten Fotos.

7. Titel und Beschreibung der Seite prüfen

Auch Seitentitel und Meta-Beschreibung fließen laut Google in Titel und Snippet ein, die zu einem Bildtreffer angezeigt werden. Eine Projektseite mit dem Titel „Projekte“ verschenkt hier viel.

8. Eine Bild-Sitemap anlegen

Über eine Bild-Sitemap können Sie Google Bildadressen mitteilen, die sonst womöglich nicht entdeckt würden. Laut Google kann jeder Seiteneintrag bis zu 1.000 Bilder enthalten, und Bilder dürfen auch auf einer anderen Domain liegen, etwa bei einem Content-Delivery-Netzwerk – dann sollten beide Domains in der Search Console bestätigt sein. Viele SEO-Plugins für WordPress und gängige Shop-Systeme können Bilder in die Sitemap aufnehmen; prüfen Sie, ob das bei Ihnen aktiv ist.

9. Ein bevorzugtes Vorschaubild festlegen

Welches Bild Google als Vorschau zu einer Seite zeigt, wählt Google automatisch. Sie können es laut Dokumentation beeinflussen, etwa über das Meta-Tag og:image oder über strukturierte Daten wie primaryImageOfPage. Google rät, dafür ein relevantes, repräsentatives Bild in hoher Auflösung zu wählen, kein generisches Logo, kein Bild mit viel Text und kein extrem schmales oder breites Format.

10. Strukturierte Daten nutzen, wo sie passen

Mit strukturierten Daten kann Google Bilder in bestimmten Rich Results zeigen, darunter eine Kennzeichnung in Google Bilder. Für Produktseiten im Shop ist das besonders interessant. Zusätzlich lassen sich Bild-Metadaten wie Urheber, Credit-Angabe und Lizenzinformationen per strukturierten Daten oder IPTC-Fotometadaten hinterlegen; laut Google kann ein Bild dadurch etwa das Kennzeichen „Lizenzierbar“ erhalten.

So prüfen Sie den Ist-Zustand

Bevor Sie Hunderte Bilder umbenennen, verschaffen Sie sich einen Überblick. Suchen Sie in der Google-Bildersuche mit site: und Ihrer Domain: Sie sehen, welche Bilder Google bereits kennt und zu welchen Seiten sie führen. Öffnen Sie danach drei typische Seiten – eine Projekt- oder Produktseite, eine Galerie, die Startseite – und prüfen Sie im Browser per Rechtsklick auf ein Bild, wie die Datei heißt und ob ein Alt-Text vorhanden ist.

Notieren Sie, was fehlt, und fangen Sie mit den Seiten an, die Ihnen am meisten Anfragen bringen könnten. Neue Bilder werden ab sofort sauber benannt und beschriftet; alte Bestände arbeiten Sie nach und nach ab.

Häufige Fehler

  • Alle Projektbilder auf einer einzigen Galerie-Seite. Google fehlt der Kontext. Besser: eigene Seiten für wichtige Projekte oder Produktgruppen.
  • Bilder nur im Slider oder als Hintergrund. Je nach Technik sind sie für Google unsichtbar.
  • Alt-Texte voller Suchbegriffe. Google warnt ausdrücklich, dass das als Spam gewertet werden kann.
  • Kamera-Dateinamen wie DSC_0815.jpg auf der ganzen Website.
  • Bilder per Robots-Regel gesperrt. Prüfen Sie, ob Ihr Bildordner versehentlich vom Crawlen ausgeschlossen ist.
  • Stockfotos statt eigener Bilder. Dasselbe Foto auf hundert Websites hebt Ihre Seite kaum hervor. Eigene Fotos echter Arbeiten sind fast immer die bessere Wahl.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis meine Bilder in Google Bilder erscheinen?

Das lässt sich nicht vorhersagen. Neue Bilder werden gefunden, wenn Google die Seite crawlt; eine Bild-Sitemap und eine gute interne Verlinkung helfen dabei.

Sollte jedes Bild einen Alt-Text haben?

Inhaltlich relevante Bilder ja. Rein dekorative Elemente wie Trennlinien oder Hintergrundmuster brauchen keine Beschreibung.

Bringt Google Bilder überhaupt Besucher?

Für Betriebe mit sichtbaren Ergebnissen oft schon – vor allem, wenn die Seite hinter dem Bild weiterhilft. Ob es bei Ihnen funktioniert, sehen Sie in der Search Console, wo sich die Leistung nach Suchtyp „Bild“ filtern lässt.

Kann ich verhindern, dass bestimmte Bilder in Google erscheinen?

Ja. Google beschreibt in seiner Dokumentation Möglichkeiten, Bilder von der Anzeige in Suchergebnissen auszuschließen.

Wenn Sie Ihre Projektgalerie oder Ihren Shop so umbauen möchten, dass Bilder für Google und Kunden mehr hergeben, sehe ich mir Ihre Seiten gern an – hier beginnt das Gespräch.

Quellen

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