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Google-Unternehmensprofil: die Leistungsdaten richtig lesen

Kurz gesagt: Der Leistungsbericht im Google-Unternehmensprofil zeigt, wie oft Ihr Profil in Google Suche und Maps angesehen wurde, mit welchen Suchbegriffen man Sie gefunden hat und was Menschen danach getan haben: anrufen, Route planen, auf die Website klicken, schreiben oder buchen. Die Zahlen sind gute Trendanzeiger, aber keine exakten Kundenzählungen. Vergleichen Sie deshalb Monate miteinander, nicht einzelne Tage, und verbinden Sie den Website-Link mit Kampagnenparametern, damit Sie in der Webanalyse sehen, was nach dem Klick passiert.

Laut Google-Hilfe (abgerufen November 2026) sind Leistungsdaten nur für bestätigte Profile verfügbar, und Sie sehen sie nur, wenn Sie mit dem verknüpften Google-Konto angemeldet sind. Geöffnet wird der Bericht über Ihr Profil in der Google Suche („Leistung“) oder in der Google-Maps-App unter „Unternehmen“. Google weist darauf hin, dass nur Messwerte angezeigt werden, die für Ihr Unternehmen relevant sind, und dass sowohl organische Ergebnisse als auch Google Ads in die Daten einfließen.

Kennzahl für Kennzahl

Interaktionen

Was es ist: Die Summe aller Aktionen auf Ihrem Profil, also Anrufe, Routen, Website-Klicks, Nachrichten, Buchungen und je nach Branche weitere.

Wie lesen: Als Überblick brauchbar, für Entscheidungen zu grob. Eine steigende Summe kann bedeuten, dass mehr Menschen anrufen, oder dass mehr Menschen nur die Route ansehen. Schauen Sie immer in die Einzelwerte.

Aufrufe

Was es ist: Wie viele Nutzerinnen und Nutzer Ihr Profil in Google Suche und Maps angesehen haben. Laut Google wird eine Person höchstens einmal pro Tag gezählt, auch wenn sie das Profil auf mehreren Geräten oder Plattformen aufruft. Gezählt wird nur der Aufruf des Profils, nicht jede Erwähnung Ihres Unternehmens bei Google.

Wie lesen: Ein Maß für Sichtbarkeit. Google schreibt, der Wert könne niedriger sein als Zahlen, die an anderer Stelle im Profil oder in E-Mail-Benachrichtigungen auftauchen. Verlassen Sie sich deshalb auf eine Quelle und vergleichen Sie innerhalb dieser.

Suchanfragen

Was es ist: Die Suchbegriffe, bei denen Ihr Profil angezeigt wurde. Laut Google wird diese Liste zu Monatsbeginn aktualisiert, die Anzeige kann bis zu fünf Tage dauern. Direkt beeinflussen lässt sie sich nicht.

Wie lesen: Die spannendste Zahl im Bericht. Trennen Sie gedanklich zwei Gruppen:

  • Suchen nach Ihrem Namen („Bäckerei Müller“): Menschen, die Sie schon kennen.
  • Suchen nach Leistung oder Kategorie („Bäckerei in der Nähe“, „Sauerteigbrot Köln“): Menschen, die Sie über Google entdecken.

Wächst die zweite Gruppe, wirkt Ihr Profil in der lokalen Suche. Tauchen Leistungen auf, die Sie gar nicht anbieten, lohnt sich ein Blick auf Kategorien und Beschreibung. Tauchen wichtige Leistungen gar nicht auf, fehlen sie vielleicht im Profil oder auf der Website.

Anrufe

Was es ist: Wie oft jemand auf die Anruf-Schaltfläche im Profil getippt hat. Ohne hinterlegte Telefonnummer wird nichts gezählt.

Wie lesen: Ein Tippen ist ein Anrufversuch, kein geführtes Gespräch. Wer die Nummer abschreibt oder vom Festnetz wählt, taucht nicht auf. Wenn die Zahl deutlich steigt, das Telefon aber nicht öfter klingelt, prüfen Sie, ob die Nummer stimmt und ob jemand erreichbar ist.

Wegbeschreibungen

Was es ist: Wie viele Menschen eine Route zu Ihnen abgefragt haben. Google hat nach eigener Aussage die Zählung angepasst, unter anderem um Mehrfachtippen, abgebrochene Abrufe und Spam herauszufiltern.

Wie lesen: Für Läden, Gastronomie und Praxen mit Laufkundschaft ein starkes Signal. Für Betriebe, die zum Kunden fahren, kaum relevant. Achtung bei Vergleichen über die Zeit: Eine geänderte Zählweise kann einen Sprung erklären, der nichts mit Ihrem Geschäft zu tun hat.

Website-Klicks

Was es ist: Wie oft der Website-Link im Profil angeklickt wurde.

Wie lesen: Erst zusammen mit Ihrer Webanalyse aussagekräftig. Ergänzen Sie den Website-Link im Profil um Kampagnenparameter, etwa utm_source=google, utm_medium=organic und utm_campaign=unternehmensprofil. Die Analytics-Hilfe beschreibt diese Felder. Dann sehen Sie in der Webanalyse getrennt, wie viele Besuche aus dem Profil kommen und ob daraus Anfragen werden.

Nachrichten, Buchungen und branchenspezifische Werte

  • Nachrichten: Anzahl der Unterhaltungen über die Nachrichtenfunktion, sofern aktiviert.
  • Buchungen: Nur messbar, wenn Sie mit einem angebundenen Buchungsanbieter arbeiten.
  • Speisekarten: Für Gastronomie, wie oft Menüinhalte und -links angeklickt wurden.
  • Produkte und Angebote: Aufrufe und Klicks auf Produkte am Standort und auf Angebote im Profil.

Ob diese Werte bei Ihnen erscheinen, hängt von Branche und Profileinstellungen ab.

So vergleichen Sie sinnvoll

Monat gegen Monat, und Monat gegen Vorjahresmonat. Einzelne Tage schwanken stark, Wochen sind von Feiertagen geprägt. Viele Betriebe sind saisonal; ein schwacher Januar im Vergleich zum Dezember ist meist kein Alarmzeichen, ein schwacher Januar im Vergleich zum Vorjahres-Januar schon eher.

Eine kleine Tabelle führen. Pro Monat: Aufrufe, Anrufe, Routen, Website-Klicks und die drei häufigsten Suchbegriffe ohne Ihren Namen. Laut Google-Hilfe lassen sich Leistungsdaten auch als Tabelle herunterladen, bei mehreren Standorten für alle Profile gleichzeitig.

Änderungen notieren. Neue Fotos, neue Kategorie, geänderte Öffnungszeiten, eine Werbekampagne: Ohne Notiz wissen Sie in drei Monaten nicht mehr, warum die Kurve gestiegen ist.

Mit der Realität abgleichen. Wie viele Anfragen kamen tatsächlich, wie viele Neukunden erwähnen Google? Die Profilzahlen sind ein Hinweis, Ihre eigenen Aufzeichnungen sind der Maßstab.

Häufige Fragen

Warum sehe ich gar keine Leistungsdaten?

Laut Google-Hilfe gibt es Leistungsdaten nur für bestätigte Profile, und Sie müssen mit dem verknüpften Konto angemeldet sein. Bei neuen Profilen dauert es außerdem eine Weile, bis genug Daten vorliegen.

Zählt Google auch Werbung mit?

Ja, laut Google fließen Aufrufe, Suchanfragen und Aktionen aus organischen Suchergebnissen und aus Google Ads in die Leistungsdaten ein. Wenn Sie Anzeigen schalten, ist ein Anstieg also nicht automatisch organisch.

Kann ich die Suchanfragen beeinflussen?

Nicht direkt. Indirekt schon: über passende Kategorien, eine klare Beschreibung, gepflegte Leistungen und eine Website, die dieselben Begriffe verwendet wie Ihre Kundschaft.

Wenn Sie wissen möchten, wie viele Ihrer Anfragen wirklich über das Google-Profil kommen, melden Sie sich gerne, dann richten wir die Messung zusammen ein.

Quellen

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