Google-Unternehmensprofil verifizieren: Video und andere Wege
Kurz gesagt: Ein Google-Unternehmensprofil wird erst dann voll nutzbar, wenn Sie es bestätigt haben. Welche Methode Sie angeboten bekommen – Telefon/SMS, E-Mail, Live-Videoanruf oder ein aufgezeichnetes Video –, legt Google automatisch fest; Sie können sie nicht frei wählen. Am häufigsten scheitert es am Video, weil Standort, Firmenname oder der Nachweis, dass Sie den Betrieb führen, nicht klar genug zu sehen sind. Wer die Aufnahme vorher plant, kommt meist beim ersten oder zweiten Versuch durch.
Wo das Problem eigentlich liegt
Viele Betriebe legen ihr Profil an, tragen Öffnungszeiten und Fotos ein – und merken dann, dass sie Änderungen nicht veröffentlichen oder nicht auf Bewertungen antworten können. Der Grund: Laut Google-Hilfe (abgerufen November 2026) müssen Sie Ihr Unternehmen bestätigen, wenn Sie Angaben wie Namen oder Öffnungszeiten bearbeiten und mit Kundschaft interagieren wollen. Erst mit der Bestätigung übernehmen Sie die Inhaberschaft für das Profil.
Das klingt nach Formalität, ist aber oft der zäheste Schritt im ganzen Setup. Drei Situationen, an denen es typischerweise hakt:
- Die Option „Postkarte“ oder „Telefon“ taucht gar nicht auf, angeboten wird nur das Video.
- Das Video wurde aufgenommen, die Prüfung dauert, dann kommt eine Ablehnung ohne genaue Begründung.
- Ein Installateur oder eine mobile Fußpflege arbeitet von zu Hause aus und weiß nicht, was man da überhaupt filmen soll.
Welche Methoden Google anbietet
Die Google-Hilfe beschreibt mehrere Wege. Welche davon bei Ihnen erscheinen, hängt laut Google von Unternehmenstyp, öffentlich verfügbaren Informationen, Region und Öffnungszeiten ab; in manchen Fällen sind sogar mehrere Methoden nacheinander nötig.
Telefon oder SMS: Sie bekommen einen Code an die geschäftliche Nummer. Wichtig: Der Code wird nicht an Sprachdialogsysteme ausgegeben. Wenn Ihr Telefon tagsüber in einem Sprachmenü („Drücken Sie 1 …“) landet, müssen Sie den Anruf direkt annehmen können.
E-Mail: Funktioniert nur, wenn Sie Zugriff auf genau die Adresse haben, die Google am Bestätigungsbildschirm anzeigt – häufig eine Adresse mit der Domain Ihrer Website.
Live-Videoanruf: Sie zeigen einer Person von Google live Ihren Standort und Ihren Betrieb. Laut Hilfe ist diese Methode nicht für alle Unternehmen verfügbar und nur zu den Öffnungszeiten an Ihrem Standort möglich. Sie müssen sich während des Anrufs im Betrieb befinden.
Aufgezeichnetes Video: Die Methode, um die es meist geht. Google empfiehlt sie ausdrücklich, wenn sie angeboten wird. Sie ist für Unternehmen mit Ladengeschäft, Unternehmen ohne festen Standort in einem Einzugsgebiet und Hybridunternehmen möglich.
Das Bestätigungsvideo Schritt für Schritt
1. Unternehmenstyp richtig einordnen
Bevor Sie filmen, prüfen Sie, wie Ihr Profil angelegt ist. Google unterscheidet:
- Ladengeschäft: Kundschaft kommt während der Öffnungszeiten an einen Standort mit fest installierter Beschilderung (Friseursalon, Bäckerei, Ordination).
- Unternehmen ohne festen Standort in einem Einzugsgebiet: Sie fahren zur Kundschaft, empfangen sie aber nicht (Schlüsseldienst, Installateur). Laut Google geben Sie dann keine Geschäftsadresse im Profil an.
- Hybrid: beides, etwa ein Lokal mit Lieferservice.
Ein häufiger Stolperstein: Hat Ihr Standort keine klare, fest montierte Beschilderung, sollen Sie sich laut Google-Hilfe als Unternehmen ohne festen Standort angeben. Ein Lokal ohne Außenschild, das als Ladengeschäft angelegt ist, passt also nicht zu dem, was Google im Video sehen will.
2. Aufnahme planen
Google verlangt eine Live-Aufnahme direkt über das Unternehmensprofil auf dem Mobilgerät. Vorab gefilmte oder offline aufgenommene Videos werden nicht akzeptiert. Die Aufnahme muss unbearbeitet, durchgehend und mindestens 30 Sekunden lang sein. Schreiben Sie sich vorher eine Reihenfolge auf, etwa:
- Straßenschild und Hausnummer
- Nachbargeschäft oder markanter Punkt in der Gasse
- Eingang mit Firmenschild
- Innenraum, Arbeitsplatz, Geräte
- etwas, das nur Mitarbeitende können
3. Was zu sehen sein muss
Für Ladengeschäfte und Hybridbetriebe nennt die Google-Hilfe drei Punkte:
- Standort erkennbar: Straßenschilder, Hausnummern, Unternehmen in der Nähe oder bekannte Orte.
- Existenz des Betriebs: Außenansicht, Ausstellungsraum oder Firmenschild. Der Name muss auf einem fest installierten Element zu sehen sein und mit dem Namen im Profil übereinstimmen.
- Leitungsbefugnis: Dinge, zu denen nur Mitarbeitende Zugang haben – Registrierkasse öffnen, Küche oder Lager betreten, Kassensystem bedienen.
Für Betriebe ohne festen Standort zählen Straßenschilder und Orientierungspunkte rund um die Geschäftsadresse sowie professionelle Werkzeuge, Geräte oder Produkte. Wer von zu Hause arbeitet, darf laut Google Orientierungspunkte in der unmittelbaren Umgebung zeigen. Leere Grundstücke oder Orte ohne Erkennungsmerkmale sollen Sie nicht filmen.
4. Was nicht ins Video gehört
Keine Bankkonto-, Steuer- oder Ausweisnummern, keine privaten Informationen und keine Gesichter anderer Personen. Drehen Sie also am besten vor Öffnung oder bitten Sie das Team kurz aus dem Bild.
Wenn es nicht klappt
Der Name im Profil weicht ab. Steht auf dem Schild „Tischlerei Huber“, im Profil aber „Huber Möbel & Innenausbau Wien“, ist das eine typische Ursache. Gleichen Sie den Profilnamen an den tatsächlichen Namen auf dem Schild an, statt Zusatzbegriffe hineinzupacken.
Der Standort ist nicht eindeutig. In Wiener Innenhöfen oder Gewerbeparks ist die Adresse oft nicht sichtbar. Beginnen Sie dann an der Straße, filmen Sie das Hausnummernschild und gehen Sie ohne Schnitt bis zur Tür.
Kein Nachweis der Leitungsbefugnis. Nur das Schaufenster zu zeigen reicht nicht. Öffnen Sie im Video etwas Verschlossenes: Kassenlade, Werkstatttür, Lager.
Falscher Unternehmenstyp. Wenn Sie als Ladengeschäft angelegt sind, aber keine Kundschaft empfangen, korrigieren Sie zuerst den Typ und entfernen Sie gegebenenfalls die Adresse.
Andere Methode nötig. Die angebotenen Methoden legt Google fest. Weil das Angebot laut Hilfe unter anderem von Unternehmenstyp und Öffnungszeiten abhängt, lohnt es sich, genau diese Angaben auf Richtigkeit zu prüfen – eine Garantie auf eine andere Methode ist das nicht. Kommen Sie mit den verfügbaren Optionen nicht weiter, verweist die Google-Hilfe auf den Support des Unternehmensprofils.
Ein Hinweis zur eigenen Website: Ein Profil, dessen Name, Adresse und Telefonnummer exakt mit dem Impressum und der Kontaktseite Ihrer Website übereinstimmen, macht es allen leichter – Ihnen beim Abgleich und Google bei der Einordnung. Prüfen Sie diese drei Angaben einmal nebeneinander, bevor Sie das Video starten.
Häufige Fragen
Kann ich mir die Bestätigungsmethode aussuchen?
Nein. Laut Google-Hilfe ermittelt Google die möglichen Methoden automatisch, und sie können nicht geändert werden. Sie wählen nur unter den angebotenen Optionen aus.
Darf ich das Video vorab mit einer Kamera drehen und schneiden?
Nein. Die Aufnahme muss live über das Unternehmensprofil auf dem Mobilgerät erfolgen, unbearbeitet und ohne Unterbrechung. Ein Testdurchlauf ohne Aufnahme hilft, den Weg durch den Betrieb zu üben.
Ich arbeite von zu Hause – was soll ich zeigen?
Orientierungspunkte und Schilder in Ihrer Umgebung, die die Adresse belegen, und dann Ihr Arbeitsmaterial: Werkzeuge, Firmenfahrzeug mit Beschriftung, Geräte. Die Adresse selbst erscheint bei Unternehmen ohne festen Standort nicht im Profil.
Was passiert mit meinen Angaben, solange das Profil nicht bestätigt ist?
Sie können das Profil anlegen und vorbereiten, aber Bearbeitungen wie Name oder Öffnungszeiten und die Interaktion mit Kundschaft setzen laut Google die Bestätigung voraus. Nutzen Sie die Wartezeit, um Fotos, Leistungen und Beschreibung fertig zu formulieren.
Wenn Sie beim Abgleich zwischen Profil und Website eine zweite Meinung möchten, schaue ich mir beides gern mit Ihnen an – schreiben Sie mir einfach.