Gedichtzeilen auf Gravurmustern: Gewollte und automatische Umbrüche trennen
Gravurbeispiele sind oft kurze Verse. Ein Umbruch ist dort Teil des Textes. Gleichzeitig bricht eine Webseite Text bei schmaler Anzeige von selbst um. Wer beides in einem einzigen Textfeld vermischt, kann später nicht mehr sagen, welche Umbrüche der Autor wollte. Dieser Beitrag schlägt einen Prüfdatensatz vor. Er trifft keine Aussage über Typografie oder darüber, wie eine bestimmte Maschine graviert.
Das Grundprinzip
Unterscheiden Sie zwei Arten von Umbruch:
- Gewollter Umbruch: Er gehört zum Beispieltext und wird als Daten gespeichert, etwa als Liste von Zeilen.
- Automatischer Umbruch: Er entsteht nur in der Darstellung, weil der Platz nicht reicht. Er wird nicht gespeichert.
Für jedes Beispiel führen Sie zwei Zahlen: die Zahl der gewollten Zeilen und die Zahl der sichtbaren Zeilen bei einer bestimmten Breite. Die erste Zahl darf sich durch die Breite nie ändern. Die zweite darf es.
Der Prüfdatensatz
Legen Sie pro Beispiel eine Zeile an mit: Kennung, gewollte Zeilen (als Liste), angenommene Breite in Zeichen, erwartete sichtbare Zeilen, Beobachtung, Urteil.
Entscheidungszweige
Zweig A, die Zeile passt in die Breite: kein automatischer Umbruch, sichtbare Zeilen gleich gewollte Zeilen.
Zweig B, eine Zeile ist länger als die Breite: Die Darstellung darf umbrechen, aber der Gedankenstrich im Datensatz bleibt unberührt. Die Fortsetzungszeile sollte erkennbar zur selben gewollten Zeile gehören, zum Beispiel durch Einrückung. Das ist ein Gestaltungsvorschlag.
Zweig C, die Zeile überschreitet eine echte Produktgrenze, etwa eine maximale Zeichenzahl pro Gravurzeile, die jemand verbindlich festgelegt hat: Hier wird nicht automatisch umgebrochen. Ein Umbruch würde den Text verändern, den der Kunde absegnen soll. Der Fall geht an eine Person zur Entscheidung.
Zweig D, eine leere Zeile im Vers (Strophenpause): Sie bleibt als eigene gewollte Zeile mit leerem Inhalt erhalten und zählt mit.
Durchgespieltes Beispiel (frei erfunden)
Der Beispielvers hat drei gewollte Zeilen:
- Wo wir uns fanden (17 Zeichen)
- bleibt ein Licht (16 Zeichen)
- für alle Tage (13 Zeichen)
Angenommen, die Vorschau bricht bei 14 Zeichen um. Dann gilt: Zeile 1 wird zu „Wo wir uns“ und „fanden“, Zeile 2 zu „bleibt ein“ und „Licht“, Zeile 3 passt unverändert. Ergebnis: 3 gewollte Zeilen, 5 sichtbare Zeilen. Das Urteil lautet bestanden, denn die gewollten Zeilen blieben 3. Bei Breite 20 wären es 3 sichtbare Zeilen. Wäre dagegen 14 eine feste Produktgrenze, träfe Zweig C zu: Zeilen 1 und 2 sind zu lang, es wird nichts umgebrochen und der Fall an eine Person gegeben, die kürzen oder neu setzen muss.
Stoppbedingungen
Halten Sie an, wenn die gewollte Zeilenzahl nach dem Speichern oder Anzeigen von der Eingabe abweicht, wenn Leerzeichen am Zeilenende verschwinden und das für den Text wichtig sein könnte, oder wenn niemand sagen kann, ob die Grenze verbindlich oder nur ein Richtwert ist. In diesen Fällen ändern Sie nichts automatisch.
Abnahmetests (vorgeschlagen, nicht durchgeführt)
- Das Beispiel wird bei drei Breiten angezeigt, schmal, mittel, breit. Die gewollten Zeilen müssen immer 3 bleiben.
- Der Text wird gespeichert und wieder geladen. Die Liste der Zeilen muss identisch sein, inklusive einer leeren Zeile.
- Der Text wird in die Zwischenablage kopiert. Es wird beobachtet, ob automatische Umbrüche mitkopiert werden. Kopierte automatische Umbrüche wären ein Fehler der Darstellung.
- Eine Zeile mit Umlauten und ß wird eingegeben. Die Zeichenzählung muss mit der Zählregel übereinstimmen, die Sie festgelegt haben.
- Eine Vorschau wird einer Person gezeigt, die nur fragt: „Sind das die Zeilen, die ich wollte?“
Auch ein bestandener Test sagt nichts darüber, wie das Endprodukt aussieht. Das Beispiel zeigt nur, dass Ihre Daten die Absicht des Autors bewahren. Wie eine Gravur am Ende wirkt, muss das Gravurverfahren und eine Freigabe durch den Kunden klären.