Ein Größenvergleich für sperrige Produkte ohne erfundene Raumwirkung
Bei großen Waren fragen sich Interessenten, ob etwas durch die Tür, in den Flur oder an eine bestimmte Wand passt. Ein Produktfoto im Wohnzimmer verspricht schnell mehr, als die Daten hergeben. Dieser Entwurf beschreibt ein Maßbild-Storyboard, das Abmessungen verständlich zeigt, ohne eine Raumwirkung zu behaupten. Beispiele sind hypothetisch, Empfehlungen bedingt.
Ausgangslage
Bekannt sind in der Regel nur Länge, Breite, Höhe, vielleicht Verpackungsmaße. Nicht bekannt sind Türbreiten, Treppenverläufe oder Wandabstände der Käufer. Die Darstellung sollte deshalb nur zeigen, was aus den Produktmaßen folgt, und das übrige den Käufern zur eigenen Messung überlassen.
Das Maßbild-Storyboard
Es besteht aus wenigen aufeinanderfolgenden Bildern mit je einer Aussage:
| Bild | Inhalt | Erlaubte Aussage | Nicht erlaubt |
|---|---|---|---|
| 1 | Produkt von vorn mit Breite und Höhe | die Maße laut Datenblatt | „passt in jeden Flur“ |
| 2 | Seitenansicht mit Tiefe | die Tiefe laut Datenblatt | „nimmt kaum Platz weg“ |
| 3 | Umriss in einem neutralen Raster | Größenverhältnis zu Rasterfeldern | Möbelszenen mit erfundenem Raum |
| 4 | Verpackung mit Maßen | Maße des Kartons, falls bekannt | Aussage zum Transportweg |
| 5 | Messhilfe | Hinweis, die eigenen Wege auszumessen | Zusage über Passgenauigkeit |
Das Raster in Bild 3 trägt eine sichtbare Skala. Die Skala gilt für Breite und Höhe nur, wenn die Ansicht auch wirklich maßstäblich gezeichnet ist, sonst entfällt sie und die Zahlen allein sprechen.
Platzierungsgrenzen
Eine einfache Regel: Jede Aussage über die Umgebung muss entweder aus einer Eingabe des Käufers stammen oder entfällt. Möglich wäre ein optionales Feld, in das Käufer die Breite ihres Durchgangs eintragen. Die Darstellung vergleicht dann zwei Zahlen, nennt aber ausdrücklich Rand, Griffe, Winkel und Drehbarkeit als nicht berücksichtigt.
Verzweigungen
- Maße vollständig, maßstäbliche Zeichnung vorhanden: Raster mit Skala.
- Maße vollständig, keine maßstäbliche Zeichnung: Zahlen und schematische Ansicht ohne Skala.
- Maße unvollständig: Fehlende Angabe sichtbar benennen und keine Rasterdarstellung zeigen.
- Käufer trägt eigene Maße ein: Vergleich mit Hinweis, was nicht geprüft wird.
Hypothetisches Beispiel
Ein fiktives Regal ist laut Datenblatt breit, hoch und tief angegeben. Das Storyboard zeigt die drei Ansichten und das Raster. Ein Besucher trägt die Breite seines Flurs ein. Die Seite antwortet: „Die Regalbreite ist kleiner als Ihre Eingabe. Nicht geprüft: Türrahmen, Ecken, Drehung, Treppen.“ Eine Aussage wie „passt perfekt“ erscheint nirgends.
Stoppbedingungen
Die Umsetzung sollte angehalten werden, wenn:
- Maße im Datenblatt nicht eindeutig sind, etwa mit oder ohne Griffe,
- die Darstellung nur mit stimmungsvollen Raumfotos überzeugen würde,
- ein Vergleichswert ohne Quelle eingeblendet werden müsste.
Abnahmeprüfung
- Jede im Storyboard genannte Zahl stammt aus den Produktdaten.
- Keine Szene zeigt einen Raum, aus dem sich eine Wirkung ableiten ließe, ohne dass die Maße belegt sind.
- Eine Skala erscheint nur bei maßstäblicher Zeichnung.
- Bei Eingabe eigener Maße nennt der Text, was nicht geprüft wurde.
- Alle Bilder haben Textalternativen mit den jeweiligen Maßen.
- Auf dem Smartphone bleiben Zahlen und Raster ohne Zoomen lesbar.
Wer diese Punkte abhakt, erhält eine Darstellung, die informiert, ohne Versprechen zu machen, die sich nicht belegen lassen.