Ein Hinweis auf unterschiedliche Flechtrichtungen bei Korbwaren
Handgeflochtene Körbe sehen auf Fotos oft ähnlicher aus, als sie sind. Die Flechtrichtung, also ob Streifen eher diagonal, waagerecht oder in einem Wechselmuster verlaufen, kann von Stück zu Stück abweichen. Dieser Text schlägt einen Arbeitsablauf vor, mit dem Sie Detailansichten so zuordnen, dass Lesende verstehen, was ein Bild zeigt und was nicht. Alle Punkte sind Vorschläge, keine bestehende Funktion.
Das Ziel
Ein Detailfoto soll nicht sagen: So sieht Ihr Korb aus. Es soll sagen: So sieht dieses abgebildete Stück an dieser Stelle aus. Der Unterschied liegt in der Beschriftung.
Der Detailansichtsplan
Legen Sie pro Produkt eine kleine Tabelle an. Jede Zeile ist eine Ansicht, jede Spalte beantwortet eine feste Frage.
Spalten:
- Ansichtsname (zum Beispiel Außenwand, Boden, Rand, Innenseite)
- Abgebildetes Stück (Kennung des fotografierten Exemplars)
- Sichtbare Flechtrichtung (in Worten, wie Sie sie sehen)
- Stelle am Korb (oben, Mitte, unten)
- Abweichungshinweis (ja, nein, unklar)
Eine Beispielzeile für einen hypothetischen ovalen Wäschekorb: Außenwand | Stück A | Streifen überwiegend schräg nach rechts oben | Mitte | ja, andere Stücke können anders verlaufen.
Verzweigungen
Wenn Sie nur ein Exemplar fotografiert haben, schreiben Sie das ausdrücklich dazu und setzen Abweichungshinweis auf ja.
Wenn mehrere Exemplare fotografiert wurden und die Richtung gleich aussieht, beschreiben Sie das als Beobachtung an diesen Stücken, nicht als Eigenschaft der Produktreihe.
Wenn Sie die Richtung nicht sicher benennen können, tragen Sie unklar ein. Raten Sie nicht. Ein Foto in besserem Licht oder aus anderem Winkel kann die Lücke später schließen.
Wenn der Boden anders geflochten ist als die Wand, führen Sie beide als eigene Zeilen. Eine Zeile pro Bereich verhindert, dass ein Wort für den ganzen Korb steht.
Der Hinweistext
Ein möglicher Satz unter der Bildergalerie: Handgeflochtene Stücke können in der Flechtrichtung voneinander abweichen. Die Bilder zeigen das jeweils benannte Exemplar. Vermeiden Sie Wörter wie identisch, exakt oder genau so. Vermeiden Sie auch Entschuldigungstöne; ein sachlicher Satz genügt.
Ein durchgespielter Fall
Angenommen, ein Händler zeigt einen Brotkorb mit vier Bildern: Gesamtansicht, Rand, Boden, Nahaufnahme der Wand. Die Gesamtansicht und die Nahaufnahme stammen von Stück A, Rand und Boden von Stück B, weil A beim Fotografieren verdeckt war. Ohne Plan würde die Galerie wie ein einziger Korb wirken. Mit dem Plan steht bei Rand und Boden Stück B, und beim Boden steht: Flechtrichtung kreisförmig, Stück A nicht gegengeprüft, Abweichungshinweis unklar. Lesende erkennen, dass Bilder gemischt sind.
Wann Sie aufhören sollten
Stoppen Sie und klären Sie nach, wenn:
- eine Ansicht keinem Exemplar zugeordnet werden kann,
- Sie nur aus einem Bild auf die ganze Reihe schließen würden,
- ein Bildtext Gleichheit nahelegt, obwohl Sie sie nicht geprüft haben.
In diesen Fällen lieber das Bild streichen oder ergänzen, als die Beschriftung zu beschönigen.
Abnahmeprüfung
Prüfen Sie vor der Veröffentlichung:
- Hat jede Ansicht eine Exemplarkennung?
- Steht die Flechtrichtung in Worten, nicht nur als Eindruck?
- Gibt es mindestens einen Abweichungshinweis pro Produktseite?
- Enthält kein Text ein Gleichheitsversprechen?
- Kann eine Person, die nur Bild und Bildtext sieht, sagen, welches Stück gezeigt wird?
Wenn alle fünf Fragen mit ja beantwortet sind, ist der Plan für diese Seite brauchbar. Andernfalls bleibt die Seite im Entwurf.