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Interne Verlinkung auf einer kleinen Website: so geht's

Kurz gesagt: Interne Links führen Besucher zur nächsten sinnvollen Seite. Google nutzt Links außerdem, um neue Seiten zu finden. Auf einer kleinen Website helfen wenige Regeln: Jede wichtige Seite wird von mindestens einer anderen Seite verlinkt, Linktexte beschreiben das Ziel, und die Links sind technisch echte Links. Ein einfacher Linkplan auf Papier genügt für den Anfang. Was er langfristig bewirkt, lässt sich nicht garantieren.

Wozu Links im Text?

Die Navigation ist wichtig, denn sie zeigt Besuchern und Suchmaschinen, welche Bereiche es gibt. Links im Fließtext leisten etwas anderes: Sie führen genau dann zu einer weiterführenden Seite, wenn die Leserin eine passende Anschlussfrage hat. Ein Ratgeber über feuchte Wände kann auf die Leistungsseite zur Schimmelsanierung verweisen, eine Referenz auf die Leistung, die im Projekt erbracht wurde. Beides ergänzt sich, keines ersetzt das andere.

Fünf Grundsätze

1. Jede wichtige Seite hat mindestens einen Link von einer anderen Seite

Google schreibt in den Link-Best-Practices, dass auf jede Seite, die Ihnen wichtig ist, von mindestens einer weiteren Seite Ihrer Website verlinkt werden sollte. Fragen Sie sich außerdem, welche anderen Seiten der Leserin helfen, das Thema besser zu verstehen, und verlinken Sie diese im Kontext.

2. Linktexte beschreiben das Ziel

Der Ankertext ist der sichtbare Text eines Links. Laut Google sollte er aussagekräftig, prägnant und relevant sein. Als Test empfiehlt Google, nur den Linktext ohne Umgebung zu lesen: Wird klar, worum es auf der Zielseite geht? Allgemeine Texte wie „Klicken Sie hier“ oder „Weitere Informationen“ schneiden dabei schlecht ab. Google zeigt außerdem ein Beispiel, in dem ein sehr langer Linktext als „zu lang“ gilt und auf den Kern gekürzt wird. Eine feste Längenregel nennt Google nicht. Halten Sie Linktexte deshalb kurz und auf den Kern beschränkt.

  • Zu allgemein: „Mehr dazu finden Sie hier.“
  • Besser: „Wie wir bei einem Schimmelschaden vorgehen, steht auf der Seite Schimmelsanierung im Innenraum.“ Setzen Sie nur die Wörter „Schimmelsanierung im Innenraum“ als Link.

Schreiben Sie natürlich. Google warnt davor, möglichst viele Suchbegriffe in Linktexte zu pressen. Fragen Sie sich, ob die Leserin diese Wörter braucht, um die nächste Seite zu verstehen.

3. Links müssen technisch echte Links sein

Google kann einen Link im Allgemeinen nur crawlen, wenn er ein a-Element mit href-Attribut ist. Elemente, die nur über Skriptereignisse als Link funktionieren, kann Google nicht zuverlässig auslesen. Wenn Ihr Baukasten Schaltflächen wie „Mehr erfahren“ anbietet, lassen Sie sich vom Anbieter oder Ihrer Entwicklerin bestätigen, dass dahinter ein normaler Link mit Adresse steckt. Bei Linktexten, die per JavaScript eingefügt werden, nennt Google das URL-Prüftool als Kontrolle.

4. Links stehen mit Kontext im Satz

Google rät davon ab, Links aneinanderzureihen. Verteilen Sie sie in sinnvollen Sätzen, damit der umgebende Text jeden Link erklärt. Eine feste ideale Zahl gibt es laut Google nicht. Wenn Ihnen die Anzahl auf einer Seite zu hoch vorkommt, ist sie es wahrscheinlich auch.

5. Links folgen der Frage der Leserin

Wer gerade gelesen hat, wie eine Badsanierung abläuft, fragt als Nächstes vielleicht nach dem Ablauf einer Anfrage oder nach einem Beispielprojekt. Ein Link dorthin ist hilfreicher als einer auf eine allgemeine Unternehmensseite. Das ist eine redaktionelle Empfehlung, keine Vorgabe von Google.

Den Ist-Zustand erfassen

So gehen Sie praktisch vor:

  1. Listen Sie alle Seiten Ihrer Website in einer Tabelle auf. Nehmen Sie dafür nicht nur das Menü, sondern auch die Sitemap, Ihr Redaktionssystem und alte Ankündigungen als Quellen.
  2. Tragen Sie je Seite ein, von welchen anderen Seiten im Inhalt auf sie verwiesen wird.
  3. Markieren Sie Seiten ohne eingehenden Link im Inhalt. Das heißt nicht, dass eine solche Seite für einen Crawler unerreichbar ist: Sie kann trotzdem über Navigation oder Fußzeile verlinkt sein. Prüfen Sie deshalb getrennt, ob eine Seite überhaupt von irgendeiner anderen Seite aus über einen crawlbaren Link erreichbar ist. Die vollständige Adressliste aus Schritt 1 hilft bei diesem Abgleich.
  4. Entscheiden Sie bei jeder markierten Seite: im Text verlinken, zusammenführen oder entfernen.

Beispiel-Linkplan für einen Malerbetrieb

Angenommen, die Website hat Startseite, sechs Leistungsseiten, einige Referenzen, einige Ratgeber, eine Über-uns-Seite und eine Kontaktseite. Das ist eine Annahme zur Veranschaulichung, kein Messwert.

  • Startseite: verlinkt jede Leistung mit einer kurzen Beschreibung und einige aktuelle Referenzen.
  • Referenzen: verlinken die Leistung, die im Projekt erbracht wurde, und die Kontaktseite.
  • Ratgeber: verlinken die passende Leistung und, wenn vorhanden, eine verwandte Referenz.
  • Leistungsseiten: verlinken passende Referenzen, einen Ratgeber und den Weg zur Anfrage. Verwandte Leistungen erwähnen Sie dort, wo der Sachzusammenhang besteht.

Skizzieren Sie das auf Papier: Leistungen in der Mitte, Referenzen und Ratgeber außen, ein Pfeil je Link. So sehen Sie schnell, welche Seite keinen Pfeil erhält.

Häufige Stolpersteine

  • Neue Seiten bleiben unverlinkt. Legen Sie beim Veröffentlichen fest, von welchen bestehenden Seiten aus auf die neue verwiesen wird.
  • Links auf alte Adressen. Nach einem Umbau zeigen interne Links manchmal auf Weiterleitungen oder Fehlerseiten. Prüfen Sie die Links Ihrer wichtigsten Seiten von Hand.
  • Zu viele Links dicht beieinander. Das erschwert das Lesen und nimmt jedem Link seinen Kontext.
  • Bilder als Links ohne Beschreibung. Google verwendet bei Bildlinks den Alt-Text als Ankertext. Beschreiben Sie das Ziel dort kurz.

Häufige Fragen

Wie viele Links sollte eine Seite haben?

Es gibt laut Google keine magische ideale Zahl. Jeder Link sollte einen erkennbaren Grund haben.

Sollte ich Links in einem neuen Tab öffnen?

Das ist eine Gestaltungsfrage, zu der Google in den Link-Best-Practices nichts vorgibt. Entscheiden Sie nach Ihrer Zielgruppe und Ihren Seiten, und prüfen Sie am Handy, ob die Bedienung verständlich bleibt.

Verbessert interne Verlinkung mein Ranking?

Das lässt sich nicht zusagen. Gute Verlinkung hilft Besuchern beim Navigieren und Google beim Auffinden und Verstehen Ihrer Seiten. Ob und wie sich das in Ergebnissen niederschlägt, hängt von vielen weiteren Faktoren ab.

Quellen

  • Google Search Central: Link-Best-Practices für Google: https://developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/links-crawlable?hl=de

Quellen

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