Lorixen.
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„Nicht verfügbar“ erklären, ohne den verborgenen Bestand zu verraten

Eine leere Ergebnisliste nach dem Filtern wirkt frustrierend. Der Impuls ist, möglichst genau zu erklären: „Dieses Modell ist in Größe 42 ausverkauft“ oder „nur für Händler sichtbar“. Aber jede genaue Erklärung kann Dinge verraten, die die Person nicht sehen soll: Existenz nicht öffentlicher Artikel, reservierte Mengen, Händlerprodukte. Dieses Arbeitsblatt hilft, die Grenze vorab festzulegen. Es ist ein Designvorschlag und kein Rechtshinweis.

Die Leitfrage

Für jeden möglichen Grund einer leeren Liste: Darf die besuchende Person nach unseren eigenen Regeln wissen, dass es diesen Fall gibt? Die Antwort bestimmt Text und Alternativvorschläge.

Das Artefakt: das Grenzblatt

Grund der leeren Liste Für Besucher sichtbar? Erlaubte Aussage Verbotene Aussage
Kein öffentlicher Artikel erfüllt die Filterkombination ja Keine Treffer für diese Kombination –
Artikel öffentlich, aber aktuell nicht lieferbar ja, wenn der Artikel öffentlich angezeigt wird Aktuell nicht verfügbar, Benachrichtigung möglich (falls angeboten) genaue Restmenge
Artikel existiert nur für andere Kundengruppen nein wie Zeile 1 „Für Ihre Gruppe nicht freigegeben“
Artikel intern, in Vorbereitung oder reserviert nein wie Zeile 1 „Bald erhältlich“, „reserviert“

Vier Gründe, davon zwei sichtbar. Zeilen 3 und 4 erhalten dieselbe Aussage wie Zeile 1, denn der Besucher soll die drei Fälle nicht unterscheiden können.

Wo Hinweise trotzdem durchsickern

Achten Sie auf Nebenkanäle: Filterzähler („Schwarz (3)“), die versteckte Artikel mitzählen; Antwortzeiten, die bei verborgenen Treffern anders ausfallen; Alternativvorschläge, die aus dem gesamten Bestand gebildet werden; unterschiedliche Fehlercodes. Der Vorschlag: Zähler, Vorschläge und Texte nur aus dem Bestand berechnen, den dieselbe Person auch sehen darf.

Durchgespieltes Beispiel (hypothetisch)

Ein fiktiver Werkzeughändler hat 10 öffentliche Bohrmaschinen, 2 davon nicht lieferbar, und 3 nur für Geschäftskunden freigegebene. Ein anonymer Besucher filtert nach „Akku, 24 Volt“. Öffentlich gibt es dafür keinen Artikel, wohl aber einen der Geschäftskundenartikel.

Richtig nach Grenzblatt: Zeile 3, also dieselbe Aussage wie Zeile 1: „Keine Treffer für diese Kombination.“ Alternativen: nur Filter, die im öffentlichen Bestand zu Treffern führen, zum Beispiel „Akku, 18 Volt“, falls es dort Artikel gibt. Falsch wäre: „Es gibt Modelle, die Sie nicht sehen dürfen.“ Zähler an den Filtern zeigen höchstens die öffentlichen 10 Artikel, nicht 13.

Ein zweiter Besucher wählt „Brushless, lieferbar“. Beide nicht lieferbaren öffentlichen Artikel passen zu „Brushless“. Hier gilt Zeile 2: „Aktuell nicht verfügbar“ mit Hinweis auf Alternativen, weil diese Artikel ohnehin öffentlich gelistet sind.

Stoppbedingungen

Ist unklar, ob ein Artikel für eine Gruppe öffentlich ist, behandeln Sie ihn als nicht sichtbar und verwenden die neutrale Formulierung. Ist unklar, ob ein Zähler versteckte Artikel einschließt, zeigen Sie den Zähler nicht, bis das geklärt ist.

Vorgeschlagene Abnahmetests (nicht durchgeführt)

  1. Mit zwei Rollen (anonym und angemeldete Gruppe) dieselbe Filterkombination auslösen und die Texte vergleichen: Für Zeilen 1, 3 und 4 müssen sie identisch sein.
  2. Filterzähler addieren und mit der Zahl der sichtbaren Artikel abgleichen.
  3. Antwortinhalt der Suchabfrage auf Felder prüfen, die verborgene Artikel nennen.
  4. Vorschläge im Leerzustand daraufhin durchsehen, ob jeder vorgeschlagene Artikel für die Rolle sichtbar ist.
  5. Antwortzeiten grob über mehrere Wiederholungen vergleichen, ob sie auffällig abweichen.

Das Blatt schafft keine absolute Verschwiegenheit. Es sorgt dafür, dass die Grenze bewusst gezogen und prüfbar ist.

Quellen

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