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Ein Montagefolge-Plan für modulare Verkaufsdisplays

Bei modularen Verkaufsdisplays entscheidet die Reihenfolge der Module oft über das Gesamtbild. Ein Onlineauftrag erfasst dagegen gern nur eine Liste von Modulen. Dieser Entwurf beschreibt, wie ein Konfigurator die Reihenfolge ausdrücklich bestätigen lassen könnte. Er ist ein Vorschlag und keine Aussage über vorhandene Software oder über die Statik echter Displays.

Die nummerierte Modulfolge

Jedes Modul erhält im Auftrag eine Position, gezählt von einem festgelegten Startpunkt aus. Der Startpunkt muss auf der Seite sichtbar sein, etwa „von links gesehen“ mit Pfeil. Ohne Startpunkt ist jede Nummer mehrdeutig.

Pos. Modul Beschreibung Bestätigt
1 A Eckmodul, Regalfach ja
2 C Mittelmodul, Hakenwand ja
3 B Mittelmodul, Ablage ja
4 D Endmodul ja

Die Spalte „Bestätigt“ wird erst gesetzt, wenn die Kundin die Folge als Ganzes angesehen hat, nicht beim Hinzufügen einzelner Module.

Die Vertauschungsprobe

Vor dem Absenden zeigt der Konfigurator eine Probe: Zwei benachbarte Module tauschen den Platz, und die Kundin sieht beide Varianten untereinander. Sie beantwortet eine Frage: „Ist dies die gewollte Reihenfolge?“ Die Probe wählt Paare, deren Tausch sichtbar etwas ändert, etwa Hakenwand neben Ablage. Gleiche Module vertauscht man nicht, das wäre ein leerer Test.

Die Probe dient dazu, einen Irrtum sichtbar zu machen. Sie garantiert nicht, dass die gewählte Folge praktisch oder tragfähig ist.

Verzweigungen

  • Kundin bestätigt die Folge: Auftrag geht mit nummerierter Liste weiter.
  • Kundin wählt die getauschte Variante: Folge wird neu nummeriert, die Probe läuft erneut.
  • Kundin ist unsicher: Sie kann „Reihenfolge offen lassen“ wählen. Dann steht im Auftrag ausdrücklich „Folge nicht festgelegt“, und das Team fragt vor dem Aufbau nach.
  • Es gibt nur ein Modul: Die Probe entfällt.

Hypothetisches Beispiel

Angenommen, jemand bestellt A, B, C, D. Die Probe zeigt die Paare B und C vertauscht. Die Kundin merkt, dass die Hakenwand näher an den Eingang soll, wählt die getauschte Variante, und die Folge lautet A, C, B, D. Ohne die Probe wäre die Liste in der Reihenfolge des Klickens gespeichert worden. Das Ergebnis hätte vom Zufall der Bedienung abgehangen.

Stoppbedingungen

Der Auftrag sollte nicht abgeschickt werden können, wenn:

  • der Startpunkt oder die Blickrichtung fehlt,
  • zwei Module dieselbe Position tragen oder eine Nummer fehlt,
  • die Bestätigung älter ist als die letzte Änderung an der Folge,
  • ein Modul als Eck oder Endmodul gekennzeichnet ist, aber an einer Mittelposition steht. In diesem Fall fragt der Konfigurator nach, ohne zu behaupten, es sei technisch unmöglich.

Abnahmeprüfungen

  • Die Positionen laufen lückenlos von 1 bis N.
  • Die gleiche Folge erscheint in Bestätigungsseite, Auftragsmail und Auftragsübersicht in identischer Reihenfolge.
  • Nach jeder Änderung wird die Bestätigung zurückgesetzt.
  • Die Vertauschungsprobe erscheint nur bei unterscheidbaren Nachbarn.
  • Die Option „Folge offen lassen“ ist im Auftrag unübersehbar markiert.
  • Der Startpunkt steht überall dort, wo Nummern stehen.

Ein einfacher Test mit vier erfundenen Modulen genügt, um alle diese Punkte vor einem echten Einsatz durchzuspielen.

Quellen

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