Ein Menüpunkt, viele Vorlagen: Stichprobenmatrix für Navigationsänderungen
Die Navigation wird einmal geändert und erscheint auf jeder Seite. Gerade deshalb reicht ein Blick auf die Startseite nicht. Ein längerer Menütext kann in einer Vorlage umbrechen, in einer anderen fehlt der Platz. Dieser Entwurf beschreibt eine Stichprobenmatrix. Es ist eine bedingte Empfehlung, keine Behauptung über eine vorhandene Vorschaufunktion.
Die Matrix
Zeilen sind Seitenvorlagen, Spalten sind Zustände, die die Navigation beeinflussen könnten:
| Vorlage | Zustand | Beispielseite | Ergebnis | Notiz |
|---|
Zuerst wird die Liste aller Vorlagen erstellt, nicht die Liste der Seiten. Eine Vorlage ohne Beispielseite bleibt als offene Zeile stehen.
Wie viele Stichproben je Vorlage?
Die Regel hat drei Zweige:
- Vorlage ohne Varianten: eine Stichprobe.
- Vorlage mit Varianten, die die Kopfzeile verändern (sehr langer Titel, leere Inhalte, eingeloggter Zustand): je eine Stichprobe pro Variante.
- Vorlage, die keine Navigation einbindet (etwa ein eigenständiges Formular): als „nicht betroffen“ eintragen, mit Begründung, nicht stillschweigend auslassen.
Zusätzlich wird die Änderung in einer schmalen und einer breiten Ansicht betrachtet, sofern die Navigation sich dort unterschiedlich verhält.
Durchgespieltes Beispiel (hypothetisch)
Geändert wird: Ein neuer Menüpunkt „Ratgeber“ wird hinzugefügt. Die Website hat fünf Vorlagen.
- Startseite: keine Varianten, 1 Stichprobe.
- Artikel: Varianten kurzer und sehr langer Titel, 2 Stichproben.
- Kategorie: Varianten leer und gefüllt, 2 Stichproben.
- Kontakt: keine Varianten, 1 Stichprobe.
- Fehlerseite: keine Varianten, 1 Stichprobe.
Summe: 1 + 2 + 2 + 1 + 1 = 7 Stichproben. Wenn eine sechste Vorlage, ein Formular ohne Menü, hinzukommt, steht sie als „nicht betroffen“ in der Matrix und die Summe der Stichproben bleibt 7. Die Tabelle hat dann sechs Vorlagenzeilen, davon fünf mit Prüfung.
Was wird in jeder Zelle angesehen?
- Ist der neue Punkt sichtbar und lesbar?
- Brechen andere Punkte um oder verschwinden sie?
- Führt der neue Punkt auf die beabsichtigte Seite?
- Ist die Reihenfolge per Tastatur nachvollziehbar?
Das Ergebnis jeder Zelle lautet „in Ordnung“, „auffällig“ oder „nicht prüfbar“. Eine nicht prüfbare Zelle gilt nicht als bestanden.
Abbruchbedingungen
- Eine Zelle ist auffällig und die Ursache liegt in der gemeinsamen Navigation: Veröffentlichung stoppen, bis die Änderung angepasst ist.
- Für eine Vorlage lässt sich keine Beispielseite finden: Veröffentlichung nur mit ausdrücklicher Freigabe der Verantwortlichen, die Lücke wird dokumentiert.
- Der Zielverweis des neuen Punktes führt ins Leere: sofort stoppen.
Grenzen der Stichprobe
Sieben Stichproben zeigen nicht, dass jede einzelne Seite passt. Sie zeigen, dass jede bekannte Vorlage und jede bekannte Variante mindestens einmal angesehen wurde. Unbekannte Varianten bleiben ein Restrisiko. Deshalb wird die Matrix nach jeder Navigationsänderung ergänzt, wenn eine neue Variante auffällt.
Vorgeschlagene Abnahmetests (nicht durchgeführt)
- Die Matrix für das Beispiel aufstellen: Es sollten genau sieben Stichproben und eine Zeile „nicht betroffen“ erscheinen.
- Einen sehr langen Artikeltitel wählen: Die Navigation sollte lesbar bleiben.
- Den neuen Menüpunkt anklicken: Er sollte das vorgesehene Ziel öffnen.
- Eine Zelle als nicht prüfbar markieren: Die Freigabe sollte offen bleiben.
- Eine neue Vorlage ergänzen: Die Matrix sollte eine zusätzliche Zeile verlangen.