Kurze Menüwörter, vollständige Seitennamen: ein Prüfblatt für Navigationsbeschriftungen
Spannung zwischen Platz und Klarheit
Menüs haben wenig Raum. Deshalb heißt die Seite „Beratung für Handwerksbetriebe“ im Menü vielleicht nur „Beratung“. Das ist in Ordnung, solange die Zielseite selbst ihren vollen Namen behält und das kurze Wort nicht mehrdeutig ist. Problematisch wird es, wenn die Kürzung bis in Seitentitel, Überschrift und die Ansage durch Hilfsmittel wandert. Dieser Beitrag ist ein bedingter Gestaltungsvorschlag, keine Aussage darüber, wie bestimmte Technik reagiert.
Das Artefakt: Prüfblatt Beschriftung gegen Zielname
Pro Menüpunkt eine Zeile mit diesen Spalten: sichtbare Beschriftung, vollständiger Seitenname, Seitentitel, Hauptüberschrift, zugänglicher Name des Links, Nachbarn mit ähnlichem Wort, Zweig, Entscheidung.
Die Leitidee: Die sichtbare Beschriftung ist eine bewusste Kurzform. Der Seitenname ist die vollständige Bezeichnung. Der zugängliche Name des Links sollte den sichtbaren Text enthalten, damit jemand, der per Sprache oder Hilfsmittel navigiert, das Gesehene wiederfindet.
Drei Zweige
Zweig K1, Beschriftung gleich Seitenname. Nichts zu tun, außer zu prüfen, ob der Name wirklich kurz genug ist.
Zweig K2, eindeutige Kürzung. Die Beschriftung ist ein Anfang oder Kernteil des Seitennamens, und kein anderer Menüpunkt konkurriert mit ihr. Das Menü darf kurz bleiben. Titel und Überschrift der Zielseite behalten den vollen Namen. Der zugängliche Link-Name beginnt mit dem sichtbaren Wort und darf ergänzt werden.
Zweig K3, mehrdeutige Kürzung. Die Beschriftung passt auf mehrere Ziele oder sagt zu wenig, etwa „Mehr“ oder „Info“. Hier genügt der zugängliche Name nicht als Reparatur. Die sichtbare Beschriftung selbst wird geändert oder der Punkt wird umgebaut.
Durchgerechnetes Beispiel (hypothetisch)
Ein fiktives Menü hat 6 Punkte:
„Kontakt“ führt zu „Kontakt“ (K1). „Preise“ führt zu „Preise“ (K1). „Beratung“ führt zu „Beratung für Handwerksbetriebe“ (K2). „Projekte“ führt zu „Projekte und Referenzen“ (K2). „Wissen“ führt zu „Wissen: Leitfäden und Vorlagen“ (K2). „Mehr“ führt zu einer Seite „Über uns, Karriere und Presse“ (K3).
Summe: 2 K1, 3 K2, 1 K3 gleich 6. Für K3 gibt es mehrere Wege: den Punkt in drei sichtbare Einträge aufteilen, ihn „Unternehmen“ nennen, wenn alle drei Inhalte dazu passen, oder eine Untergliederung anbieten. Die Wahl hängt davon ab, ob der Platz drei Einträge zulässt. Ein reiner Zusatzname für Hilfsmittel würde das Problem für sehende Nutzer nicht lösen.
Bei den drei K2 Punkten bleibt die Hauptüberschrift der Zielseite der volle Name. Der Link „Beratung“ könnte zugänglich etwa „Beratung für Handwerksbetriebe“ heißen, was den sichtbaren Text enthält.
Abbruchbedingungen
Ändern Sie nichts und klären Sie nach, wenn:
Seitenname, Titel und Überschrift bereits auseinanderlaufen. Erst klären, welcher Name gilt. zwei Menüpunkte nach einer Kürzung dasselbe Wort tragen würden. Dann ist die Kürzung nicht erlaubt. eine Beschriftung in einer Zielgruppe anders verstanden wird, als Sie annehmen, und Sie das nicht belegen können. Erst ein Verständnistest mit echten Lesern. der Seitenname so lang ist, dass er auch im Titel nicht lesbar ist. Dann ist der Name selbst das Problem.
Vorgeschlagene Abnahmetests
Diese Tests sind Vorschläge und wurden nicht durchgeführt.
- Namensvergleich: Für jeden Punkt steht der sichtbare Text am Anfang oder innerhalb des zugänglichen Namens des Links.
- Zielvergleich: Die Hauptüberschrift der Zielseite entspricht dem vollen Seitennamen aus dem Blatt.
- Eindeutigkeit: Keine zwei sichtbaren Beschriftungen im Menü sind gleich.
- Vorlesetest: Eine Person hört oder liest die Linkliste ohne Kontext und kann jeden Punkt einem Inhalt zuordnen.
- Schmaler Bildschirm: Bei geringer Breite bleibt die gekürzte Beschriftung lesbar und wird nicht zusätzlich abgeschnitten.
- Zählprobe: Die Zeilen des Blatts entsprechen den Menüpunkten (im Beispiel 6).
Nutzen
Das Blatt zwingt zur Frage, warum eine Kürzung zulässig ist, statt sie nur aus Platzgründen hinzunehmen. Es trennt die Gestaltungsfrage, wie kurz das Menü sein soll, von der Namensfrage, wie die Seite heißt. Beides kann unterschiedlich beantwortet werden, solange die Verbindung erkennbar bleibt.