Eine Onlineauswahl für unterschiedlich hohe Tischgestelle
Bei Tischgestellen steht oft eine Höhenangabe, und Kunden lesen sie als Höhe des fertigen Tisches. Dabei kommt die Platte dazu, vielleicht Gleiter oder verstellbare Füße. Dieser Entwurf schlägt vor, in der Onlineauswahl die Gestellhöhe und die fertige Tischhöhe getrennt zu führen. Er ist ein Vorschlag und beschreibt keine vorhandene Funktion. Er gibt auch keine Garantie, dass Teile zusammenpassen.
Der Gedanke
Ein fertiger Tisch ist eine Summe aus Komponenten. Jede Komponente hat ihre eigene Höhe, und nur die Summe beschreibt, was im Raum steht. Wenn der Shop das Wort „Höhe“ nur einmal verwendet, wird es missverstanden.
Artefakt: Komponenten-Höhenblatt
Ein Blatt pro Auswahl, mögliche Zeilen:
- Gestellhöhe, wie vom Hersteller oder von Ihnen gemessen, mit Angabe, ob mit oder ohne Gleiter oder Füße
- Plattenstärke der gewählten Platte
- Höhe zusätzlicher Teile, etwa Zargen, falls sie über die Gestellkante hinausragen
- Spielraum durch Verstellung, falls es eine gibt, als Spanne und mit Hinweis, ob gemessen oder angegeben
- Rechnerische Höhe: Summe der angegebenen Komponenten
- Hinweis: „Rechnerische Höhe aus den oben genannten Angaben. Abweichungen durch Toleranzen und Aufbau sind möglich. Dies ist keine Zusage der Passung.“
- Status je Zeile: gemessen, vom Hersteller angegeben, unbekannt
Ist eine Zeile unbekannt, wird keine Summe gebildet, sondern „nicht berechenbar“ angezeigt. Eine halbe Summe wirkt wie eine ganze.
Verzweigungen in der Auswahl
Wählt jemand zuerst das Gestell, fragt die Seite nach der Platte und zeigt dann die rechnerische Höhe. Wählt jemand zuerst die Plattenstärke, bietet sie Gestelle an und zeigt je Gestell die Summe. Gibt jemand eine Wunschhöhe ein, kann die Auswahl Kombinationen nennen, die rechnerisch in der Nähe liegen, ausdrücklich als Orientierung und mit Hinweis auf die Statusangaben. Fehlt bei einem Gestell die Information, ob Gleiter eingerechnet sind, bleibt es in der Liste, aber mit „Höhe offen“.
Ein hypothetisches Beispiel
Angenommen, ein Gestell ist mit 71 cm angegeben, ohne Gleiter. Die Platte hat 2,5 cm Stärke. Die Gleiter sind laut Angabe etwa 0,5 cm hoch. Das Blatt zeigt: Gestell 71, Platte 2,5, Gleiter 0,5, rechnerisch 74. Der Status der Gleiterhöhe lautet „vom Hersteller angegeben“. Eine Kundin möchte einen Tisch mit 75 cm. Die Seite zeigt: „Rechnerisch 74 cm, Abweichung zum Wunsch 1 cm.“ Sie kann nun mit einer dickeren Platte oder einem anderen Gestell vergleichen. Zusagen, dass es genau passt, gibt die Seite nicht.
Stopp-Bedingungen
- Die Quelle der Gestellhöhe ist unklar. Dann nicht als Zahl anzeigen, sondern Rückfrage an den Lieferanten stellen.
- Zwei Angaben zur selben Komponente widersprechen sich. Beide notieren, Summe aussetzen.
- Eine Wunschhöhe fällt klar außerhalb aller rechnerischen Kombinationen. Dann nichts Nahes erfinden, sondern sagen, dass nichts in der Nähe liegt.
- Die Auswahl würde Teile kombinieren, deren Verbindung nicht beschrieben ist. Das Blatt bleibt eine Höhenübersicht, nicht eine Aussage zur Verbindung.
Praktische Abnahmeprüfungen
- Das Wort „Höhe“ steht nirgends allein, immer mit Zusatz: Gestellhöhe, Plattenstärke, rechnerische Tischhöhe.
- Jede Summe lässt sich aus den angezeigten Zeilen nachrechnen.
- Jede Zeile trägt einen Status.
- Bei unbekannten Werten erscheint keine Summe.
- Der Hinweis zu Toleranzen ist ohne Aufklappen sichtbar.
- Fünf erfundene Testkombinationen werden von Hand nachgerechnet und mit der Anzeige verglichen, bevor etwas veröffentlicht wird.
Es reicht, mit zwei Zeilen zu beginnen: Gestellhöhe und Plattenstärke. Wichtig ist, dass die fertige Tischhöhe nie so aussieht, als wäre sie eine Eigenschaft des Gestells allein.