Onlinekatalog: Nachfolgeprodukt und ähnliche Alternative sichtbar trennen
Wenn ein Artikel aus dem Sortiment geht, verweisen viele Kataloge auf „Ersatz“. Das Wort vermischt zwei Dinge: das offizielle Nachfolgemodell der gleichen Produktlinie und ein Produkt, das nur ähnlich wirkt. Kunden lesen „Ersatz“ als „funktioniert genauso“. Dieser Artikel schlägt zwei getrennte Hinweisblöcke vor. Alle Beispielprodukte sind erfunden, und der Ablauf ist ein Entwurf, kein beobachtetes Ergebnis.
Zwei verschiedene Beziehungen
- Nachfolgeprodukt: Eine dokumentierte Quelle (etwa eine Mitteilung des Herstellers oder Ihre eigene Sortimentsentscheidung) benennt es als Nachfolger.
- Ähnliche Alternative: Sie schlagen es vor, weil es einem ähnlichen Zweck dient. Niemand hat es als Nachfolger bezeichnet.
Beide Beziehungen sagen nichts über Gleichwertigkeit. Auch ein Nachfolger kann Maße, Zubehör oder Anschlüsse ändern.
Die Eingaben
Pro ausgelaufenem Artikel brauchen Sie:
- Artikelbezeichnung und Kennung
- Nachfolger: Kennung oder leer, plus die Art der Quelle
- Alternativen: null bis drei Kennungen, jeweils mit einem Satz zum Anlass, zum Beispiel „ähnliche Größe“
- Eine Liste bekannter Unterschiede, falls Sie diese geprüft haben, sonst leer
Beispiel: „Wandregal Modell A“ ist ausgelaufen. „Wandregal Modell A2“ ist laut Ihrer Sortimentsnotiz der Nachfolger. „Standregal Modell K“ ist eine ähnliche Alternative.
Entscheidungsverzweigungen
- Nachfolger vorhanden und Quelle belegt: Block „Nachfolgemodell“ mit Link und dem Satz „Als Nachfolger benannt. Maße und Zubehör können abweichen, bitte vergleichen.“
- Kein belegter Nachfolger: Der Block „Nachfolgemodell“ entfällt vollständig. Zeigen Sie keinen leeren Kasten.
- Alternativen vorhanden: Eigener Block „Ähnliche Artikel“ mit dem Satz „Kein Nachfolger. Dieser Artikel ist ähnlich, aber nicht gleichwertig.“
- Ein Artikel ist sowohl Nachfolger als auch ähnlich: Er erscheint nur im Nachfolgeblock, nie doppelt.
- Keine Angabe möglich: Zeigen Sie „Dieser Artikel wird nicht mehr geführt“ und einen Kontaktlink.
Gestaltung
Geben Sie den beiden Blöcken unterschiedliche Überschriften und optisch unterscheidbare Rahmen. Verwenden Sie nirgends Wörter wie „identisch“, „gleichwertig“ oder „passt immer“. Zeigen Sie bei bekannten Unterschieden eine kurze Liste, aber nur, wenn sie geprüft wurden.
Stoppbedingungen
- Der Nachfolger hat keine eigene, erreichbare Produktseite.
- Eine Alternative ist selbst ausgelaufen.
- Ein Text behauptet Kompatibilität mit vorhandenem Zubehör, ohne dass Sie das geprüft haben.
- Die Kette ist zirkulär: A verweist auf B als Nachfolger und B auf A.
Beispiel
Die Seite von „Wandregal Modell A“ zeigt oben den Hinweis „Nicht mehr lieferbar“. Darunter: Block „Nachfolgemodell: Wandregal Modell A2, als Nachfolger benannt, Maße und Zubehör können abweichen.“ Darunter ein getrennter Block „Ähnliche Artikel: Standregal Modell K, kein Nachfolger, ähnlich, aber nicht gleichwertig.“
Akzeptanztest
Legen Sie fünf erfundene ausgelaufene Artikel an: einen mit Nachfolger und Alternative, einen nur mit Nachfolger, einen nur mit Alternative, einen mit keinem von beiden und einen mit zirkulärem Verweis. Prüfen Sie, dass jede Seite genau die erwarteten Blöcke zeigt, dass kein leerer Block erscheint und dass der zirkuläre Fall von Ihrer Prüfliste abgefangen wird. Lassen Sie eine Person zu jeder Seite sagen, welcher Artikel offiziell nachfolgt. Der Test gilt als bestanden, wenn sie nie eine bloße Alternative nennt.
Fazit
Zwei Blöcke, zwei Beziehungen, keine Gleichwertigkeitsbehauptung: Das ist ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung auf die Erwartung Ihrer Kunden. Wählen Sie das Muster, wenn Ihr Sortiment regelmäßig wechselt; bei seltenen Auslistungen genügt ein ehrlicher Satz mit Kontaktlink.