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Eine Orientierungsansicht für links und rechts angeschlagene Vitrinen

„Links“ ist bei einer Vitrinentür kein eindeutiges Wort. Die Person vor der Tür meint die Seite, die sie sieht. Das Team beim Aufbau meint vielleicht die Seite der Scharniere von hinten gesehen. Dieser Entwurf beschreibt eine Orientierungsansicht, die die Blickrichtung zuerst festlegt. Er ist ein Vorschlag, keine vorhandene Funktion.

Der Ansichtspfeil

Auf der Produktseite zeigt eine Skizze die Vitrine von vorn, mit einem Pfeil und der Beschriftung „Sie stehen hier und schauen auf die Tür“. Alle Angaben zu links und rechts gelten ab dann aus dieser Sicht. Der Pfeil bleibt neben jeder Auswahl sichtbar, auch in Warenkorb und Bestätigung. Ein Wort wie „links“ taucht nie ohne diesen Bezug auf.

Die Scharnier-Entscheidungskarte

Die Karte stellt dem Kunden Fragen in dieser Reihenfolge:

  1. Auf welcher Seite soll die Tür beim Öffnen am Rahmen hängen, von vorn gesehen?
  2. Wohin soll sich die Tür beim Öffnen bewegen, zu Ihnen hin und nach außen?
  3. Gibt es neben der Vitrine eine Wand oder ein Möbel, das den Öffnungsweg beeinflussen könnte?
Antwort Ergebnis
Scharniere sichtbar links Anschlag links
Scharniere sichtbar rechts Anschlag rechts
unsicher Anschlag offen, Rückfrage

Der Shop zeigt zu jeder Wahl eine kleine Skizze mit geöffneter Tür. So sieht die Kundin die Entscheidung, bevor sie sie bestätigt.

Verzweigungen

  • Wand links: Viele werden Anschlag rechts wählen, der Shop schlägt es höchstens als Hinweis vor und entscheidet nicht.
  • Zwei Vitrinen nebeneinander: Jede Vitrine hat ihre eigene Karte, und die Skizze zeigt beide mit Pfeilen.
  • Kundin kennt die Einbausituation nicht: Auswahl „offen“, und das Team fragt nach.
  • Vitrine mit zwei Türen: Die Karte fragt für jede Tür getrennt und benennt sie „Tür A, von vorn gesehen links“.

Hypothetisches Beispiel

Angenommen, jemand stellt eine Vitrine rechts neben eine Wand. Sie wählt zunächst „links“, weil sie dort den Griff erwartet. Die Skizze zeigt die Tür beim Öffnen zur Wand hin. Sie bemerkt, dass sie etwas anderes meinte, wechselt auf Anschlag rechts und sieht die Tür sich zum Raum hin öffnen. Ohne Ansichtspfeil hätte nur das Wort „links“ im Auftrag gestanden.

Stoppbedingungen

Der Auftrag sollte nicht weiterlaufen, wenn:

  • keine Anschlagseite gewählt und „offen“ nicht ausdrücklich bestätigt ist,
  • die Auswahl nur Text ohne Skizze enthält,
  • bei zwei Türen nur eine Angabe vorliegt,
  • die Vitrinenvariante im Shop keinen wechselbaren Anschlag vorsieht. Dann zeigt der Shop das offen an, statt eine Wahl vorzutäuschen.

Abnahmeprüfungen

  • Der Ansichtspfeil ist auf Produktseite, im Warenkorb und in der Auftragsmail identisch.
  • Jede Nennung von links oder rechts hat eine Blickrichtung bei sich.
  • Die Skizze der gewählten Seite zeigt tatsächlich diese Seite. Das lässt sich mit einer Spiegelprobe gegenprüfen.
  • Eine Änderung der Seite aktualisiert Text und Skizze gemeinsam.
  • Bei „offen“ steht im Auftrag ein gut sichtbarer Rückfragehinweis.
  • Ein Test mit mehreren Personen: Zeigt eine Skizze, und alle sagen dieselbe Seite. Weichen die Antworten ab, ist die Skizze oder der Pfeil nicht klar genug.

Die Ansicht ersetzt keine Beratung zur Einbausituation. Sie sorgt nur dafür, dass beide Seiten dieselbe Seite meinen.

Quellen

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