Pellets und Brennholz: Online-Bestellung mit Lieferfenster
Kurz gesagt: Bei Pellets und Brennholz entscheidet sich der Erfolg einer Lieferung oft schon beim Bestellen: Passt der LKW in die Einfahrt? Reicht der Schlauch bis zum Lagerraum? Ist jemand zu Hause? Ein Online-Bestellformular, das genau diese Punkte abfragt, verhindert Leerfahrten und Nachtelefonate. Wer die Bestellungen dann nach Gebieten und Lieferfenstern bündelt, plant Touren statt Einzelfahrten.
Im Herbst kommen die Bestellungen gleichzeitig, und viele davon per Telefon mit dem Satz „wie letztes Jahr“. Was letztes Jahr war, steht oft auf einem Zettel oder im Kopf eines Fahrers. Eine strukturierte Online-Bestellung holt dieses Wissen in ein System – und entlastet das Büro genau in den Wochen, in denen es am meisten zu tun gibt.
Wo Lieferungen typischerweise scheitern
| Was beim Liefern schiefgeht | Woran es meist liegt |
|---|---|
| LKW kommt nicht zum Haus | Einfahrt zu schmal, zu niedrig, Gewichtsgrenze, Gegenverkehr |
| Schlauch reicht nicht bis zum Lagerraum | Entfernung zwischen Halteplatz und Einblasstutzen unbekannt |
| Lagerraum ist voll oder nicht vorbereitet | Bestellmenge passt nicht zum Restbestand |
| Niemand öffnet | Kein vereinbartes Zeitfenster, keine Erinnerung |
| Brennholz landet am falschen Ort | Abladestelle nicht beschrieben |
| Falsche Holzart oder Scheitlänge | Freitextbestellung, Missverständnis am Telefon |
| Zweite Fahrt ins selbe Dorf am nächsten Tag | Bestellungen werden einzeln statt gebündelt geplant |
Die Formularfelder, die das verhindern
Mengen mit sinnvollen Grenzen
Fragen Sie die Menge in der Einheit ab, in der Sie liefern: bei losen Pellets in Kilogramm oder Tonnen, bei Sackware in Paletten, bei Brennholz in Raummetern. Legen Sie Mindest- und Höchstmengen sowie Schritte fest. Ein Zahlenfeld kann das direkt im Browser prüfen: MDN beschreibt die Attribute min, max und step, mit denen ungültige Werte schon vor dem Absenden auffallen (abgerufen November 2026).
Ein Hinweis neben dem Feld hilft beim Schätzen, etwa „Wie viel passt noch in Ihren Lagerraum?“ statt nur „Menge“.
Produkte als feste Auswahl statt Freitext
Gerade bei Brennholz entstehen viele Missverständnisse am Telefon. Bieten Sie im Formular nur an, was Sie tatsächlich liefern: Holzart, Scheitlänge, lose geschüttet oder auf Paletten, dazu gegebenenfalls Anzündholz oder Briketts als Zusatz. Bei Pellets unterscheiden Sie lose Ware und Sackware, weil beides völlig andere Fahrzeuge und Abläufe braucht. Jede Option bekommt einen kurzen erklärenden Satz und, wo es hilft, ein Foto. Wer zwischen zwei Längen schwankt, findet einen Hinweis wie „Messen Sie den Brennraum Ihres Ofens“ – mehr Beratung sollte das Formular nicht leisten; für alles Weitere gibt es den Rückrufwunsch.
Zufahrt in klaren Auswahlfeldern
Statt eines Freitextfelds „Bemerkungen“ fragen Sie konkret:
- Kann ein LKW direkt vor dem Haus halten? (ja / nur auf der Straße / nein)
- Gibt es Engstellen, Durchfahrtshöhen oder Gewichtsbeschränkungen?
- Steile Einfahrt, unbefestigter Weg, Wendemöglichkeit?
Je mehr davon mit Auswahlfeldern abgefragt wird, desto besser lassen sich die Antworten später filtern und auf die Tour übertragen.
Schlauchweg und Lagerraum
Für lose Pellets ist die Entfernung zwischen Halteplatz und Einblasstutzen entscheidend. Fragen Sie sie in Metern ab, ergänzt um: Stockwerk des Lagerraums, ob Türen oder Fenster durchquert werden müssen, ob der Stutzen gut zugänglich ist. Für Brennholz entsprechend: Wo soll abgeladen werden, und muss gestapelt werden?
Fotos statt langer Beschreibungen
Ein Foto der Einfahrt und eines vom Einblasstutzen oder Lagerplatz sagt dem Fahrer mehr als jede Beschreibung. Ein Dateifeld im Formular mit accept für Bildformate genügt; mit multiple lassen sich laut MDN mehrere Dateien gleichzeitig auswählen (abgerufen November 2026). Bei Stammkunden werden diese Fotos gespeichert und bei der nächsten Bestellung wiederverwendet.
Lieferfenster und Erreichbarkeit
Bieten Sie Lieferfenster an, die zu Ihren Touren passen – etwa „Vormittag“ oder „Nachmittag“ an bestimmten Tagen pro Region. Fragen Sie, ob jemand anwesend sein muss (bei Pellets oft ja, wegen Heizung und Lagerraum), und eine Telefonnummer, die am Liefertag erreichbar ist.
Was der Kunde vorbereiten muss
Eine kurze Checkliste in der Bestätigung beugt Problemen vor: Zufahrt freihalten, Lagerraum zugänglich machen, gegebenenfalls Heizung nach Ihren Vorgaben vorbereiten, Haustiere sichern. Formulieren Sie hier nichts, was Sie nicht selbst fachlich verantworten; verweisen Sie bei technischen Fragen zur Anlage auf deren Hersteller oder Installateur.
Von Einzelbestellungen zu Touren
Gebiete und Liefertage festlegen
Teilen Sie Ihr Liefergebiet in Regionen mit festen Liefertagen. Das Bestellformular zeigt nach Eingabe der Postleitzahl nur die passenden Tage an. So entstehen automatisch Bestellungen, die geografisch zusammengehören.
Ladekapazität und Reihenfolge
Ein Silo-LKW oder ein Holztransport hat eine begrenzte Ladung. Die Tourenplanung muss also Mengen addieren und Fahrten so aufteilen, dass jede Ladung voll genutzt wird. Für einfache Fälle reicht eine Tabelle, sortiert nach Region und Menge. Bei mehreren Fahrzeugen kann eine Routenoptimierung helfen: Google beschreibt etwa für die Route Optimization API Funktionen wie Fahrzeugkapazität, Zeitfenster für Lieferungen und die Verteilung auf mehrere Fahrzeuge (abgerufen November 2026). Eine solche Schnittstelle wird in eine eigene Planungsanwendung eingebunden; sie ist kein fertiges Programm für den Disponenten.
Bestätigung und Erinnerung
Sobald die Tour steht, bekommt jede Kundin eine Nachricht mit Liefertag und Fenster, am Vortag eine Erinnerung. Ein Link zum Verschieben innerhalb der Region spart Telefonate und hält die Tour stabil.
Erinnerung zur nächsten Saison
Wer im Vorjahr bestellt hat, bekommt vor der Heizsaison eine Nachricht mit seinen gespeicherten Angaben und einem Link zur schnellen Nachbestellung. Der Kunde prüft nur noch Menge und Fenster – der Rest ist bekannt.
Häufige Fragen
Soll ich Preise im Formular anzeigen?
Das ist Ihre Entscheidung. Wenn sich Preise häufig ändern, kann das Formular auch eine Anfrage sein, auf die Sie mit einem Angebot antworten.
Was ist mit Kunden ohne Internet?
Das Telefon bleibt. Ihr Büro erfasst telefonische Bestellungen im selben Formular, damit alle Lieferungen in einer Liste landen.
Lohnt sich eine App für Fahrer?
Eine einfache Web-App mit Tagesliste, Fotos, Zufahrtsinfos und Navigation-Link ist oft ausreichend und spart Rückfragen unterwegs.
Wie gehe ich mit Eilbestellungen um?
Bieten Sie sie als eigene Option an und prüfen Sie manuell, ob sie in eine bestehende Tour passen.
Wenn Sie vor dem nächsten Herbst Ordnung in Bestellungen und Touren bringen möchten, bespreche ich gern mit Ihnen, welche Felder und Abläufe zu Ihrem Fuhrpark passen.