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Produkt-Markup im Onlineshop: strukturierte Daten richtig

Kurz gesagt: Mit Product-Markup beschreiben Sie Google in maschinenlesbarer Form, was auf einer Produktseite steht: Name, Bild, Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen. Google unterscheidet dabei zwischen Produkt-Snippets für Seiten ohne Kaufmöglichkeit und Händlereinträgen für Seiten, auf denen man direkt kaufen kann. Für einen Onlineshop sind die Händlereinträge der relevante Typ, und das Markup muss exakt zu dem passen, was Besucher auf der Seite sehen.

Viele Shopsysteme und SEO-Plugins erzeugen Produkt-Markup automatisch. Das ist bequem, führt aber oft zu Lücken oder Widersprüchen, die erst in der Search Console auffallen. Wer weiß, was Google erwartet, kann das Plugin gezielt prüfen und Fehler schneller finden.

Was Google aus dem Markup machen kann

Laut Google-Dokumentation (Stand November 2026) gibt es zwei Hauptklassen strukturierter Daten für Produkte:

  • Produkt-Snippets sind für Produktseiten gedacht, auf denen man das Produkt nicht direkt kaufen kann, etwa Testberichte oder Vergleichsseiten. Sie bieten mehr Möglichkeiten für Rezensionsinformationen, zum Beispiel Vor- und Nachteile einer redaktionellen Rezension.
  • Händlereinträge sind für Seiten, auf denen Kunden Produkte vom Betreiber kaufen können. Sie bieten mehr Möglichkeiten für detaillierte Produktinformationen wie Bekleidungsgrößen, Versanddetails und Rückgabebedingungen.

Je nach Typ kann Google Produktinformationen in den Suchergebnissen anreichern, etwa mit Preis, Verfügbarkeit oder Bewertungssternen. Eine Garantie, dass diese Darstellung erscheint, gibt es nicht. Google schreibt außerdem, dass Rich-Suchergebnisse für Produkte nur für Seiten unterstützt werden, die sich auf ein einzelnes Produkt oder mehrere Varianten desselben Produkts konzentrieren. Eine Kategorieseite wie „Schuhe in unserem Shop“ gehört nicht dazu.

Die Felder im Überblick

Für Händlereinträge erforderlich

  • name: der Produktname, wie er auf der Seite steht.
  • image: mindestens eine Bild-URL. Laut Google werden Bilder bevorzugt, die das Produkt deutlich zeigen, etwa vor weißem Hintergrund; die Bild-URLs müssen crawlbar und indexierbar sein.
  • offers: ein verschachteltes Angebot. Laut Doku akzeptieren Produkt-Snippets ein Offer oder AggregateOffer, für Händlereinträge ist ein Offer erforderlich, weil der Händler selbst Verkäufer sein muss.
  • price und priceCurrency im Angebot. Die Währung wird im dreistelligen ISO-4217-Format angegeben, für Euro also „EUR“; sie ist erforderlich, wenn ein Preis angegeben ist.

Empfohlen

  • availability: Lagerstatus, etwa InStock oder OutOfStock.
  • description: von Google ausdrücklich empfohlen, auch wenn nicht verpflichtend.
  • gtin, sku, brand: globale Kennzeichnungen wie GTIN schließen Sie laut Google ein, wenn vorhanden.
  • aggregateRating und review: wenn auf der Seite echte Bewertungen angezeigt werden. Google verweist dafür auf eigene Richtlinien für Rezensions-Snippets.
  • itemCondition: neu, gebraucht, generalüberholt.
  • shippingDetails und hasMerchantReturnPolicy: Versandkosten, Lieferzeiten und Rückgabebedingungen. Die Dokumentation enthält Beispiele dafür.

Für Produkt-Snippets

Wer Testberichte oder Ratgeberseiten ohne Kaufmöglichkeit auszeichnet, braucht laut Google den Namen und mindestens eines von review, aggregateRating oder offers. Der Test für Rich-Suchergebnisse kann laut Doku eine Warnung zeigen, wenn nur offers ohne Bewertungen angegeben ist.

Angebote und Bewertungen richtig abbilden

Preis

Der Preis im Markup muss dem Preis entsprechen, den Besucher sehen. Typische Stolperfallen: Das Markup enthält den Preis ohne Mehrwertsteuer, die Seite den Bruttopreis; ein Rabatt wird auf der Seite angezeigt, aber nicht im Markup aktualisiert; bei Varianten zeigt das Markup den Preis der ersten Variante, die Seite einen anderen. Wenn Ihr Shop Preise per JavaScript nach der Variantenauswahl ändert, prüfen Sie, welchen Preis das Markup beim ersten Laden enthält.

Verfügbarkeit

Ein Produkt, das als „ausverkauft“ angezeigt wird, darf im Markup nicht „InStock“ stehen. Das passiert häufig, wenn das Markup aus einem Cache kommt oder die Warenwirtschaft den Bestand nur einmal täglich abgleicht.

Bewertungen

Bewertungssterne im Markup sind nur dann sinnvoll, wenn die Bewertungen auf der Seite tatsächlich sichtbar sind und von Kunden stammen. Bewertungen, die nur in einem eingebundenen Widget stecken, das Google nicht lesen kann, oder Durchschnittswerte ohne sichtbare Einzelbewertungen sind eine häufige Quelle für Probleme. Lesen Sie die Richtlinien für Rezensions-Snippets bei Google, bevor Sie Sterne auszeichnen.

So testen Sie das Markup

  1. Test für Rich-Suchergebnisse mit der URL einer typischen Produktseite: Zeigt er „Händlereinträge“ als gültig an? Welche Warnungen gibt es?
  2. Mehrere Seitentypen testen: ein Produkt mit Varianten, ein ausverkauftes Produkt, ein reduziertes Produkt, ein Produkt ohne Bewertungen.
  3. Quelltext vergleichen: Stimmen Preis, Währung und Verfügbarkeit im Markup mit der sichtbaren Seite überein?
  4. Search Console beobachten: Nach der Veröffentlichung zeigen die Berichte zu erkannten strukturierten Daten, auf wie vielen Seiten das Markup gültig ist und wo Fehler auftreten.
  5. Nach Updates erneut prüfen: Plugin-, Theme- oder Shop-Updates ändern Markup oft unbemerkt.

Typische Fehler mit Plugins

  • Doppeltes Markup: Shopsystem, Theme und SEO-Plugin geben jeweils eigenes Product-Markup aus. Google sieht dann zwei Produkte mit unterschiedlichen Angaben. Lösung: nur eine Quelle aktiv lassen.
  • Fehlende Pflichtfelder: Etwa kein Bild, weil das Produktbild über ein Galerie-Plugin geladen wird, das das Markup nicht kennt.
  • Falsche Währung oder Formatierung: Preise mit Komma als Dezimaltrenner oder mit Währungssymbol im Preisfeld statt in priceCurrency.
  • Markup auf Kategorieseiten: Manche Themes zeichnen jede Produktkachel einer Kategorieseite als eigenes Produkt aus. Laut Google gehören Rich-Suchergebnisse für Produkte zu Seiten, die sich auf ein Produkt konzentrieren.
  • Veraltete Bewertungsdaten: Das Markup übernimmt einen alten Durchschnittswert, während die Seite neue Bewertungen zeigt.

Wenn Sie Google zusätzlich über das Merchant Center einen Produktfeed liefern, ist das ein eigener, ergänzender Weg. Das Markup auf der Seite und die Daten im Feed sollten sich dann nicht widersprechen.

Häufige Fragen

Brauche ich Produkt-Markup, wenn mein Shopsystem es automatisch erzeugt?

Sie brauchen es, aber nicht unbedingt selbst geschrieben. Prüfen Sie, ob das automatische Markup alle Pflichtfelder enthält und mit der sichtbaren Seite übereinstimmt.

Welcher Typ passt für meinen Onlineshop?

Für Seiten, auf denen man direkt bei Ihnen kaufen kann, die Händlereinträge. Produkt-Snippets passen eher zu Testberichten oder Vergleichsseiten ohne Kaufmöglichkeit.

Garantiert korrektes Markup Sterne oder Preise in den Suchergebnissen?

Nein. Korrektes Markup macht eine Seite geeignet, ob Google die Darstellung zeigt, entscheidet Google.

Was mache ich bei Fehlern in der Search Console?

Die betroffenen URLs mit dem Test für Rich-Suchergebnisse prüfen, die Ursache im Plugin oder Template beheben und danach die Validierung in der Search Console anstoßen.

Wenn Sie wissen möchten, ob das Produkt-Markup Ihres Shops vollständig und widerspruchsfrei ist, schaue ich mir einige Ihrer Produktseiten gern genauer an: Anfrage senden.

Quellen

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