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Der Sprung ins Leere: Ein Reparaturbuch für Links auf umbenannte Überschriften

Ein Link führt auf einen bestimmten Abschnitt einer Seite, etwa mit der Endung „#lieferzeiten“. Dann wird die Überschrift in „Versandfristen“ umbenannt. Je nachdem, wie die Kennung des Abschnitts entsteht, zeigt der alte Link nun nur noch auf den Seitenanfang oder auf nichts. Dieser Entwurf beschreibt ein Reparaturbuch für solche Fälle. Es ist eine bedingte Gestaltungsempfehlung. Wie sich ein Browser oder ein Redaktionssystem bei fehlendem Ziel verhält, ist nicht Gegenstand dieser Aussagen und muss vor Ort beobachtet werden.

Das Reparaturbuch

Alte Kennung Neue Kennung Seite Link-Herkunft Änderbar? Maßnahme Stand

Eine Zeile steht für eine alte Kennung, die Herkunftsspalte listet jeden bekannten Link darauf. Offen bleibt immer, ob es weitere unbekannte Links gibt.

Entscheidungszweige

  1. Link steht auf einer eigenen Seite derselben Website: Link auf die neue Kennung ändern.
  2. Link steht auf einer fremden Seite, die man nicht bearbeiten kann: alte Kennung am Zielabschnitt zusätzlich erhalten, sofern das System dies erlaubt, und den Alias im Buch vermerken.
  3. Überschrift wurde gelöscht: Der Link wird auf den nächstpassenden Abschnitt umgeleitet oder entfernt. Die Begründung steht im Buch.
  4. Überschrift wurde in zwei geteilt: eine Hauptziel-Entscheidung treffen und notieren, warum.
  5. Kennung wird aus dem Überschriftentext erzeugt: künftig eine feste, vom Wortlaut unabhängige Kennung vergeben, damit die nächste Umbenennung keinen Link bricht.

Durchgespieltes Beispiel (hypothetisch)

Die Überschrift „Lieferzeiten“ wird in „Versandfristen“ umbenannt. Im Buch stehen sechs bekannte Links auf „#lieferzeiten“:

  • Vier stehen auf eigenen Seiten. Zweig 1: Alle vier werden auf „#versandfristen“ geändert.
  • Zwei stehen in einem fremden Newsletter-Archiv, das man nicht ändern kann. Zweig 2: Die alte Kennung wird als zusätzlicher Alias am Abschnitt gehalten.

Bilanz: 6 bekannte Links, 4 geändert, 2 durch Alias abgedeckt, 0 offen. Gäbe es einen siebten, nicht auffindbaren Link, bliebe er unbekannt, deshalb wird der Alias nicht gelöscht, nur weil die bekannten Fälle erledigt sind.

Wie findet man die Links?

Die Suche beginnt im eigenen Bestand: alle Seiten nach der alten Kennung durchsuchen. Für Fremdlinks gibt es nur Hinweise, etwa aus Verweisberichten, die man auswertet, ohne ihnen blind zu trauen. Deshalb gilt die Herkunftsspalte als Zwischenstand, nicht als vollständige Liste.

Abbruchbedingungen

  • Eine Kennung wird sowohl auf der alten als auch auf der neuen Überschrift beansprucht: nicht fortfahren, die Doppelung zuerst auflösen.
  • Für einen Link ist unklar, auf welchen Inhalt er zeigen sollte: Zweig 3 oder 4 nicht raten, sondern die Autorin des Links fragen oder den Link markieren.
  • Der Alias würde eine bereits vergebene Kennung überschreiben: stoppen.
  • Ein Eintrag steht länger als der festgelegte Zeitraum auf „offen“: an die Verantwortlichen eskalieren.

Warum nicht einfach die Überschrift zurückbenennen?

Manchmal ist das die richtige Entscheidung, wenn die Umbenennung sachlich nicht nötig war. Das Buch hält diese Möglichkeit als Zweig 0 offen: Wenn die Umbenennung mehr Reparaturen verursacht, als sie Verständlichkeit bringt, wird sie überdacht.

Vorgeschlagene Abnahmetests (nicht durchgeführt)

  1. Alle eigenen Seiten nach der alten Kennung durchsuchen: Es sollten null Treffer bleiben, außer dem dokumentierten Alias.
  2. Die vier geänderten Links öffnen: Alle sollten am Abschnitt „Versandfristen“ ankommen.
  3. Die alte Kennung über den Alias aufrufen: Sie sollte denselben Abschnitt erreichen, sofern der Alias technisch möglich ist.
  4. Eine Überschrift erneut umbenennen: Die feste Kennung sollte unverändert bleiben.
  5. Zwei Überschriften mit gleicher Kennung anlegen: Das System oder der Prüfablauf sollte darauf hinweisen.

Das Buch macht aus einem unsichtbaren Schaden eine überschaubare Liste. Es garantiert nicht, dass kein fremder Link mehr ins Leere zeigt.

Quellen

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