Termin- und Reservierungsbutton im Google-Unternehmensprofil
Kurz gesagt: Für einen Buchungsbutton im Google-Profil gibt es drei Wege: einen eigenen Link zu Ihrem bestehenden Buchungssystem, die Anbindung über einen Buchungsanbieter, der mit „Mit Google reservieren“ zusammenarbeitet, oder Links, die Drittanbieter selbst einspielen. Der eigene Link ist in wenigen Minuten erledigt und funktioniert mit jeder Software. Die integrierte Variante hält Kunden länger bei Google, setzt aber einen unterstützten Anbieter in Ihrem Land voraus.
Wer bei Google nach einem Restaurant, einem Friseur oder einer Massagepraxis sucht, sieht im Profil oft Schaltflächen wie „Termin vereinbaren“ oder „Tisch reservieren“. Für viele Betriebe ist das der kürzeste Weg von der Suche zur Buchung. Welcher Weg zu Ihnen passt, hängt vor allem davon ab, welches Buchungssystem Sie schon verwenden.
Die drei Wege im Vergleich
| Eigener Link | Integrierter Anbieter („Mit Google reservieren“) | Links von Drittanbietern | |
|---|---|---|---|
| Was Kunden erleben | Tippen auf den Button, Ihre Buchungsseite öffnet sich | Buchung läuft über eine Oberfläche bei Google | Button führt zur Seite des Drittanbieters |
| Voraussetzung | Eine Buchungsseite mit eigener URL | Ein unterstützter Anbieter in Ihrem Land | Keine – kommen teils automatisch |
| Einrichtungszeit | Minuten | laut Google bis zu einer Woche, bis der Anbieter im Profil erscheint | Sie richten nichts ein |
| Kosten bei Google | – | Ihr Anbieter erhebt laut Google möglicherweise Gebühren | je nach Anbieter |
| Leistungsdaten im Profil | laut Google keine | Buchungsleistung einsehbar | – |
| Kontrolle | volle Kontrolle über Link und Seite | abhängig vom Anbieter | nur Entfernen möglich |
Alle Angaben laut Google-Unternehmensprofil-Hilfe und Hilfe zu „Mit Google reservieren“, abgerufen November 2026.
Weg 1: Den eigenen Buchungslink hinterlegen
Das ist der Weg für fast alle Betriebe, die bereits ein Buchungstool, ein Reservierungssystem oder ein Anfrageformular auf der Website haben. Laut Google-Hilfe können Sie bis zu zehn Links pro Kategorie hinzufügen, etwa für „Termin vereinbaren“, „Tisch reservieren“, „Essen bestellen“ oder „Artikel kaufen“.
So richten Sie ihn ein
- Unternehmensprofil aufrufen.
- In der Google Suche „Buchung“ wählen – in Google Maps „Profil bearbeiten“ und dann den passenden Transaktionstyp.
- „Link hinzufügen“ wählen.
- Die URL Ihrer Buchungsseite eintragen und speichern.
Wenn Sie mehrere Links nutzen, etwa einen für die Website und einen für eine Plattform, können Sie laut Google einen bevorzugten Link festlegen. Er erscheint dann oben bei den Buchungslinks.
Worauf Sie achten sollten
- Direkt zur Buchung verlinken, nicht zur Startseite. Wer „Termin vereinbaren“ antippt und dann erst ein Menü durchsuchen muss, springt ab.
- Die Seite auf dem Handy testen. Die meisten Klicks auf diesen Button kommen aus Google Maps am Smartphone.
- Eine Messung einbauen. Weil Google für eigene Links keine Leistungsdaten zeigt, lohnt ein Parameter in der URL (etwa
?quelle=google-profil), den Ihr Buchungstool oder Ihre Webanalyse auswerten kann. So sehen Sie, wie viele Buchungen tatsächlich über das Profil kommen. - Laut Google lassen sich diese Links nicht über die Business Profile API oder per Tabellen-Upload pflegen. Wer mehrere Standorte hat, trägt sie im Profil von Hand ein.
Weg 2: Integrierte Buchung über einen Anbieter
Bei diesem Weg ist Ihr Buchungssystem direkt an Google angebunden. Kunden wählen Termin oder Tisch, ohne Google zu verlassen, und erhalten laut Google-Hilfe Erinnerungen sowie einfache Übernahme in Google Kalender.
Die Hilfe zu „Mit Google reservieren“ betont eine wichtige Einschränkung: Der Dienst ist nur in bestimmten Ländern und Regionen verfügbar und nur für Betriebe, die mit einem unterstützten Terminanbieter arbeiten.
So richten Sie ihn ein
- Unternehmensprofil aufrufen und „Buchungen“ wählen.
- „Jetzt starten“ wählen, um sich bei Ihrem bevorzugten Anbieter zu registrieren.
- Anbieter auswählen und mit „Fertig“ abschließen.
Laut Google erscheint der Anbieter innerhalb einer Woche im Profil. Welche Anbieter für Österreich zur Auswahl stehen, sehen Sie in diesem Menü selbst – die Liste ändert sich, deshalb stehen hier keine Namen. Fragen Sie Ihren aktuellen Software-Anbieter direkt, ob er eine Google-Anbindung für Österreich anbietet und was sie kostet.
Sonderfall Restaurants: Warteliste
Für Restaurants gibt es laut Google-Hilfe zusätzlich eine Wartelisten-Funktion. Sie setzt ebenfalls voraus, dass Sie über „Mit Google reservieren“ bei einem Drittanbieter registriert sind. Die Schaltfläche „Auf Warteliste setzen lassen“ entfernen Sie direkt beim Anbieter, nicht im Profil.
Weg 3: Links, die von selbst auftauchen
Manchmal sehen Inhaber in ihrem Profil Buchungs- oder Bestelllinks, die sie nie eingerichtet haben. Laut Google-Hilfe arbeitet Google mit ausgewählten Drittanbietern zusammen; deren Links werden von den Anbietern bereitgestellt oder über automatisierte Daten eingeblendet.
Das ist nicht zwingend schlecht – aber oft führt so ein Link zu einer Plattform, über die Sie gar nicht mehr buchen lassen, oder zu einer Plattform mit Provision. Entfernen können Sie einen solchen Link so:
- in der Google Suche: „Buchung“ → „Anbieter entfernen“,
- in Google Maps: „Profil bearbeiten“ → „Buchung“ → „Anbieter entfernen“.
Laut Google müssen Dienstleister Drittanbieterlinks innerhalb von fünf Tagen nach dem Antrag aus dem Profil löschen. Passiert das nicht, können Sie es als Verstoß melden. Für Restaurants gilt außerdem: Wer „Bestellungen über mein Profil annehmen“ deaktiviert, blendet laut Google alle Lieferoptionen und Links aus, eigene und fremde.
Welcher Weg passt zu wem?
- Friseur, Kosmetik, Physiotherapie mit bestehender Software: Weg 1 sofort einrichten. Weg 2 nur dann prüfen, wenn Ihre Software ihn unterstützt.
- Restaurant mit Reservierungssystem: Weg 1 als Basis, Weg 2, wenn Ihr System die Anbindung kann, Weg 3 regelmäßig kontrollieren.
- Handwerker, Berater, Dienstleister ohne Buchungstool: Ein Link zu einem kurzen Anfrage- oder Rückrufformular ist ehrlicher als ein Kalender, den niemand pflegt.
Häufige Fragen
Kostet der Buchungsbutton bei Google etwas?
Das Hinzufügen eigener Links im Profil ist Teil des Unternehmensprofils. Bei integrierten Buchungen weist Google darauf hin, dass Ihr Anbieter möglicherweise Gebühren erhebt. Die Details erfahren Sie beim Anbieter.
Warum sehe ich meinen Link nicht sofort?
Änderungen im Profil werden geprüft. Bei integrierten Anbietern nennt Google bis zu einer Woche, bis der Anbieter im Profil erscheint.
Kann ich Website-Termine und Google-Buchungen getrennt halten?
Technisch ja, praktisch ist es riskant: Zwei Kalender bedeuten Doppelbuchungen. Am sichersten ist ein System, das alle Kanäle in einem Kalender führt – egal ob die Buchung über Website, Google oder Telefon kommt.
Kann ich den Button auch für Kurse oder Veranstaltungen nutzen?
Für Tickets und Aktivitäten gibt es im Profil einen eigenen Bereich. Für wiederkehrende Kurse mit festen Plätzen ist ein Buchungslink zur Kursseite meist der einfachste Einstieg.
Wenn Sie wissen möchten, ob sich Ihr bestehendes Buchungstool sauber mit dem Google-Profil und der Website verbinden lässt, sehe ich mir das gern mit Ihnen an – eine kurze Nachricht genügt.