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Eine Reststück-Anfrage für zugeschnittene Platten im Webshop

Wer eine kleine Fläche abdecken will, braucht oft keine Standardplatte. Ein Reststück könnte reichen, aber im Shop sieht es meist aus wie ein Sonderfall ohne Platz. Dieser Entwurf beschreibt, wie ein Webshop eine Reststück-Anfrage aufbauen könnte. Alles darin ist ein Vorschlag, keine bestehende Funktion und kein Versprechen, dass ein passendes Stück vorhanden ist.

Das Grundprinzip: Das Reststück hat eine eigene Kennung

Ein Reststück ist ein Einzelstück. Es darf deshalb nicht unter der Artikelnummer der Standardplatte laufen. Vorgeschlagen wird eine eigene Reststückkennung, etwa R-0042. Sie gehört zu genau einem physischen Stück. Wird die Kennung zweimal angefragt, kann nur eine Anfrage das Stück erhalten.

Die Reststückkarte

Jede Karte zeigt dieselben Felder in fester Reihenfolge:

Feld Inhalt
Kennung R-0042
Material und Dicke wie erfasst, ohne Ergänzungen
Länge x Breite gemessene Werte, Einheit sichtbar
Maßstatus gemessen, geschätzt oder unbekannt
Kanten gerade, unregelmäßig, nicht geprüft
Reservierungsstatus frei, angefragt, reserviert, vergeben
Stand Datum der letzten Prüfung

Der Maßstatus ist der wichtigste Zusatz. Ein geschätztes Maß sollte nie wie ein gemessenes aussehen. Fehlt ein Wert, steht dort „unbekannt“, nicht eine Null.

Der Ablauf der Anfrage

  1. Die Kundin gibt ihr Mindestmaß ein, zum Beispiel 40 x 25 cm, und eine Toleranz nach oben.
  2. Der Shop zeigt nur Karten, deren gemessene Maße beide Seiten abdecken. Geschätzte Stücke erscheinen getrennt unter „Maße noch zu bestätigen“.
  3. Sie wählt eine Karte und sendet eine Anfrage, keine Bestellung.
  4. Der Reservierungsstatus wechselt auf „angefragt“. Erst eine Bestätigung durch das Team setzt „reserviert“.

Verzweigungen

  • Maß passt genau: Anfrage normal senden.
  • Stück ist größer als gebraucht: Die Kundin entscheidet, ob sie das ganze Stück will oder einen Zuschnitt anfragt. Ein Zuschnitt erzeugt eine neue Kennung und ändert das Original.
  • Nur ein geschätztes Stück passt: Anfrage ist möglich, aber der Text sagt klar, dass das Team zuerst nachmisst.
  • Kein Stück passt: Der Shop bietet die Standardplatte an und fragt nicht erneut nach.

Hypothetisches Beispiel

Angenommen, jemand sucht 40 x 25 cm. R-0042 ist 52 x 31 cm, gemessen, frei. R-0057 ist 41 x 26 cm, geschätzt. Der Shop listet R-0042 zuerst und R-0057 darunter mit dem Hinweis auf offene Messung. Die Kundin fragt R-0042 an. Der Status wechselt auf „angefragt“. Fragt gleichzeitig eine zweite Person an, sieht sie „angefragt“ und kann sich nur auf eine Warteliste setzen, ohne Anspruch.

Stoppbedingungen

Der Ablauf sollte anhalten, wenn:

  • ein Pflichtmaß fehlt oder keine Einheit hat,
  • die Kennung zu mehr als einem Stück zeigt,
  • der Stand der Karte älter ist als eine vom Shop festgelegte Frist,
  • die Kundin zugleich Standardmaß und Reststück im selben Warenkorbposten wählt.

In diesen Fällen geht die Anfrage nicht weiter, sondern an eine manuelle Klärung.

Abnahmeprüfungen

  • Zwei Anfragen auf dieselbe Kennung führen nie zu zwei Reservierungen.
  • Eine Karte mit geschätztem Maß zeigt nirgends die Beschriftung „gemessen“.
  • Ein unbekanntes Maß wird nicht als 0 gespeichert oder angezeigt.
  • Der Statuswechsel auf „reserviert“ ist nur durch eine Teamaktion möglich.
  • Ein Zuschnitt erzeugt eine neue Kennung, und die alte Karte zeigt den geänderten Status.
  • Beim Zurückgehen im Browser bleibt der Reservierungsstatus aktuell und nicht veraltet.

Diese Prüfungen lassen sich mit erfundenen Testkarten durchspielen, bevor echte Bestände angebunden werden. Wichtig ist, dass der Shop nichts zusagt, was das Lager noch nicht bestätigt hat.

Quellen

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