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Eine Rückfrage bei widersprüchlichen Farbnamen im Lieferantenfeed

Ein Lieferantenfeed liefert oft pro Variante eine Farbkennung und einen Farbnamen. Meistens passen beide zusammen. Manchmal nicht: Die Kennung gehört bisher zu „Anthrazit“, jetzt steht dort „Schwarzgrau“, oder zwei Kennungen tragen denselben Namen. Ein System, das den Namen als Wahrheit nimmt und die Kennung still anpasst, kann Bestellungen und Bilder durcheinanderbringen. Dieser Artikel entwirft eine Rückfrage. Es ist ein bedingter Vorschlag, keine bestehende Funktion.

Prinzip

Die Kennung ist die Identität, der Name ist eine Beschriftung. Bei Widerspruch ändert das System weder Kennung noch Zuordnung, sondern legt einen Konflikt zur Entscheidung vor.

Das Artefakt: Kennung-Namen-Konfliktkarte

Für jeden erkannten Widerspruch eine Karte mit:

  1. Kennung (so wie im Feed, unverändert).
  2. Bisheriger Name im Katalog.
  3. Neuer Name im Feed.
  4. Konflikttyp: Name geändert, Name doppelt für zwei Kennungen, Kennung neu mit bekanntem Namen, Kennung verschwunden.
  5. Betroffene Artikel und Bilder (Anzahl und Liste).
  6. Entscheidung: Name übernehmen, Name behalten, als neue Farbe anlegen, zurückstellen.
  7. Entscheider und Datum.

Verzweigungen

Nur der Name hat sich geändert, die Kennung ist gleich: Vorschlag ist, den Namen erst nach Bestätigung zu übernehmen. Bilder und Bestellungen bleiben an der Kennung.

Zwei Kennungen tragen denselben Namen: Beide bleiben getrennt. Die Karte fragt, ob eine Unterscheidung im Anzeigenamen nötig ist, zum Beispiel durch einen Zusatz.

Eine bekannte Kennung erscheint mit einem völlig anderen Namen: Das ist der Verdachtsfall. Die Karte wird markiert, und der Import dieser Variante pausiert.

Eine Kennung fehlt im neuen Feed: Sie wird nicht gelöscht, sondern als „nicht im Feed“ geführt, bis jemand entscheidet.

Hypothetisches Beispiel

Der Katalog kennt Kennung C-210 als „Salbei“. Der neue Feed liefert C-210 als „Dunkelgrün“ und zusätzlich C-214 als „Salbei“. Das System überschreibt nichts. Es erzeugt zwei Karten. Auf der ersten steht: Kennung C-210, bisher Salbei, jetzt Dunkelgrün, zwölf Artikel betroffen. Auf der zweiten: Kennung C-214 neu, Name Salbei kollidiert mit der bisherigen Bezeichnung von C-210. Eine Person sieht die Produktbilder, entscheidet für C-210 „Name behalten“ und fragt beim Lieferanten nach. Bis zur Antwort bleiben beide Varianten im bisherigen Zustand, und C-214 wird nicht veröffentlicht.

Stoppbedingungen

Der Import sollte für die betroffenen Varianten anhalten, wenn:

  • eine Kennung mit abweichendem Namen bereits Bestellungen oder Bilder hat und der Konflikt nicht entschieden ist,
  • ein Name zwei Kennungen zugeordnet würde, ohne dass jemand das bestätigt hat,
  • der Anteil der Konflikte im Feed ungewöhnlich hoch erscheint. Wo die Grenze liegt, legt der Betreiber selbst fest. Dann sollte der ganze Feed angehalten werden, weil eventuell die Spalten vertauscht sind.

Praktische Abnahmeprüfungen

  1. Einen Feed mit geändertem Namen einspielen: Kennung und Zuordnung müssen unverändert bleiben.
  2. Doppelten Namen einspielen: Es müssen zwei getrennte Varianten bestehen bleiben.
  3. Eine Kennung weglassen: Sie darf nicht verschwinden.
  4. Entscheidung „zurückstellen“ wählen: Der Konflikt muss beim nächsten Import weiter offen erscheinen.
  5. Prüfen, dass jede Entscheidung Person und Datum festhält.

Grenzen

Die Karte kann nicht beurteilen, welcher Name richtig ist. Sie macht nur sichtbar, dass die Frage offen ist. Die Antwort kommt von Menschen mit Kenntnis der Ware oder vom Lieferanten.

Quellen

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