Schilderverleih: Eine Standortskizze für temporäre Wegweiser als Kundeneingabe
Ausgangslage
Wer temporäre Wegweiser mietet, etwa für eine Feier oder ein Fest, beschreibt den Weg oft in Worten: "Bei der Kreuzung links, dann am Parkplatz vorbei." Der Verleih muss daraus Schilder, Anzahl und Richtungen ableiten. Dieser Artikel beschreibt einen vorgeschlagenen Beispielablauf, keine beobachteten Ergebnisse. Der Kunde liefert eine einfache Skizze mit nummerierten Aufstellpunkten, und der Verleih leitet daraus die Packliste ab.
Die Eingaben
Die Skizze braucht nur wenige Elemente:
- Ein Startpunkt und ein Zielpunkt, beide beschriftet.
- Nummerierte Aufstellpunkte entlang des Wegs, beginnend bei 1.
- Je Aufstellpunkt ein Pfeil mit der Richtung, in die das Schild weisen soll.
- Ein Hinweis, worauf das Schild steht oder befestigt wird, zum Beispiel eigener Ständer oder vorhandener Pfosten.
- Ein Nordpfeil oder eine bekannte Straße als Orientierung.
Die Skizze darf von Hand gezeichnet und fotografiert sein. Maßstab ist nicht nötig. Das Formular verlangt zusätzlich eine Tabelle: Punktnummer, Richtung als Wort (links, rechts, geradeaus), Beschriftung des Schilds.
Entscheidungsverzweigungen
- Skizze und Tabelle stimmen überein. Der Verleih erstellt die Packliste: eine Zeile je Punkt.
- Ein Punkt in der Skizze fehlt in der Tabelle oder umgekehrt. Der Verleih fragt zurück, welche Angabe gilt.
- Ein Pfeil ist nicht eindeutig, zum Beispiel an einer Gabelung. Der Verleih bittet um eine Ergänzung oder ein zweites Foto der Stelle.
- Aufstellort ist ein Privatgrundstück oder eine öffentliche Fläche. Der Verleih weist darauf hin, dass der Kunde selbst klärt, ob die Aufstellung dort erlaubt ist. Der Verleih prüft das nicht und trifft dazu keine Aussage.
- Die Anzahl der Punkte übersteigt den verfügbaren Bestand. Der Verleih nennt die Differenz und schlägt vor, Punkte zu streichen oder zusammenzulegen. Er kürzt nicht still.
Stoppbedingungen
Die Packliste wird nicht erstellt, wenn Start oder Ziel fehlen, wenn Punktnummern doppelt vergeben sind oder wenn die Tabelle und die Skizze sich widersprechen und keine Klärung vorliegt. Der Auftrag bleibt dann "wartet auf Skizze".
Beispiel
Ein Verein feiert ein Sommerfest auf einer Wiese. Die Skizze zeigt vier Punkte. Punkt 1 an der Hauptstraße, Pfeil rechts. Punkt 2 an einem Feldweg, Pfeil geradeaus. Punkt 3 an einer Gabelung, Pfeil links. Punkt 4 am Wiesentor, Pfeil rechts. Die Tabelle nennt dieselben vier Punkte mit Beschriftung "Sommerfest". Der Verleih erstellt vier Zeilen, bestätigt Anzahl und Richtungen und fragt zu Punkt 3 nach, weil die Gabelung zwei Wege zeigt. Der Verein ergänzt ein Foto, auf dem der linke Weg markiert ist.
Rückbestätigung
Der Verleih schickt die Packliste zurück, als Text in Punktreihenfolge: "Punkt 1, rechts, Ständer. Punkt 2, geradeaus, Ständer." So prüft der Kunde noch einmal, bevor etwas bereitgestellt wird.
Praktischer Abnahmetest
Zeichnen Sie eine Beispielstrecke auf Papier, ohne reale Orte oder Personen. Fertigen Sie drei Varianten an:
- vollständig und stimmig,
- ein Punkt fehlt in der Tabelle,
- ein Pfeil an einer Gabelung ist mehrdeutig.
Der Test ist bestanden, wenn Variante eins ohne Rückfrage zu einer korrekten Packliste führt, wenn Variante zwei und drei jeweils genau eine gezielte Rückfrage auslösen und wenn die Rückbestätigung in jeder Variante die Punktnummern in aufsteigender Folge nennt. Lassen Sie zusätzlich eine Person, die die Strecke nicht kennt, anhand der Packliste prüfen, ob sie den Weg nachvollziehen kann.
Abschluss
Die Skizze mit Nummern und Tabelle verlagert die Beschreibung des Wegs von Worten auf prüfbare Punkte. Der Verleih stellt nur bereit, was eindeutig angegeben ist, und fragt zurück, wo die Angabe offen bleibt. Ob Sie Fotos verlangen oder nur Handskizzen genügen lassen, ist Ihre Entscheidung. Wichtig ist, dass Nummerierung, Richtung und Rückbestätigung immer vorhanden sind.