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Seite nicht indexiert? Die Status in der Search Console erklärt

Kurz gesagt: Der Bericht zur Seitenindexierung in der Search Console listet unter „Warum Seiten nicht indexiert werden“ für jede ausgeschlossene URL einen Grund. Viele davon sind kein Fehler, sondern Absicht, etwa Weiterleitungen, Duplikate oder gewollte noindex-Seiten. Handlungsbedarf besteht vor allem, wenn eine Seite betroffen ist, die Ihnen wichtig ist. Dann hilft es, den Status genau zu lesen, denn jeder hat eine andere Ursache und eine andere Lösung.

Zuerst: Ist das überhaupt ein Problem?

Laut Google-Hilfe (Stand November 2026) ist das Ziel, dass von jeder wichtigen Seite die kanonische Version indexiert wird. Doppelte oder alternative Seiten sollen gar nicht indexiert sein. Nicht indexierte URLs können berechtigte Gründe haben, zum Beispiel eine gewollte robots.txt-Regel, ein noindex-Tag, eine doppelte URL oder eine entfernte Seite mit 404-Fehler.

Prüfen Sie deshalb zuerst, welche URLs in einem Status stehen. Gehen Sie dazu in der Tabelle auf den jeweiligen Grund und sehen Sie sich die Beispiel-URLs an. Stehen dort nur Filterseiten, alte Weiterleitungen oder Testseiten, ist alles in Ordnung. Stehen dort Ihre Leistungsseiten oder neue Ratgeber, lohnt die genauere Betrachtung.

Im Folgenden die häufigsten Status, jeweils mit Bedeutung laut Google-Hilfe und dem, was Sie tun können.

Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert

Was es bedeutet: Google hat die Seite abgerufen, aber entschieden, sie vorerst nicht in den Index aufzunehmen. Laut Hilfe könnte sie in Zukunft indexiert werden, und Sie müssen die URL nicht erneut einreichen.

Typische Ursachen: Der Inhalt ist dünn, sehr ähnlich zu anderen Seiten oder bietet wenig Eigenes. Häufig betroffen sind Schlagwortseiten in Blogs, fast leere Kategorieseiten oder Leistungsseiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden.

Was Sie tun können: Die Seite inhaltlich stärken. Was weiß nur Ihr Betrieb dazu? Eigene Fotos, Abläufe, Antworten auf echte Kundenfragen. Interne Links von wichtigen Seiten helfen Google zusätzlich, die Seite einzuordnen. Bei Seiten ohne eigenen Wert ist es oft besser, sie zusammenzulegen oder zu entfernen.

Gefunden – zurzeit nicht indexiert

Was es bedeutet: Google kennt die URL, hat sie aber noch nicht gecrawlt. Laut Hilfe hat Google in diesem Fall normalerweise versucht, die URL zu crawlen, das hätte die Website aber überlastet, deshalb wurde das Crawling neu geplant. Das Feld mit dem letzten Crawling-Datum ist leer.

Typische Ursachen: Langsamer oder überlasteter Server, sehr viele neue URLs auf einmal, oder viele Seiten mit geringer Priorität, etwa durch Filter.

Was Sie tun können: Serverantwortzeiten verbessern, unnötige URLs reduzieren und wichtige neue Seiten gut intern verlinken. Bei kleinen Websites mit nur wenigen betroffenen Seiten erledigt sich der Status oft mit der Zeit.

Duplikat – vom Nutzer nicht als kanonisch festgelegt

Was es bedeutet: Die Seite ist ein Duplikat einer anderen, ohne dass Sie eine bevorzugte Version angegeben haben. Google hat die andere Seite als kanonisch gewählt und zeigt diese in der Suche.

Was Sie tun können: Mit dem URL-Prüftool sehen Sie, welche URL Google gewählt hat. Ist das die richtige, ist nichts zu tun, Sie können die Wahl aber mit einer kanonischen Angabe bestätigen. Ist die Seite in Wahrheit kein Duplikat, muss sich ihr Inhalt laut Hilfe erheblich von der anderen Seite unterscheiden.

Duplikat – Google hat eine andere Seite als der Nutzer als kanonische Seite bestimmt

Was es bedeutet: Sie haben eine kanonische URL angegeben, Google hält aber eine andere für geeigneter und indexiert diese.

Was Sie tun können: Prüfen, ob Ihre Angabe stimmig ist. Zeigen interne Links, Sitemap und kanonische Angabe alle auf dieselbe Version? Widersprüche, etwa Links auf die Version mit Schrägstrich am Ende und eine kanonische Angabe ohne, führen oft zu diesem Status. Die Hilfe weist außerdem darauf hin, dass Google eine angegebene kanonische URL nie wählt, wenn sie der aktuellen Seite nicht ähnelt.

Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag

Was es bedeutet: Die Seite verweist korrekt auf eine andere, indexierte kanonische Seite. Google nennt als Beispiele mobile und Desktop-Versionen oder AMP-Seiten. Laut Hilfe müssen Sie nichts weiter unternehmen.

In der Praxis: Taucht hier eine Seite auf, die eigenständig ranken soll, ist die kanonische Angabe falsch gesetzt, etwa weil ein Plugin alle Seiten auf die Startseite kanonisiert.

URL als „noindex“ markiert

Was es bedeutet: Google ist auf eine noindex-Anweisung gestoßen und hat die Seite deshalb nicht indexiert.

Was Sie tun können: Wenn das gewollt ist, etwa bei Danke-Seiten oder internen Bereichen, nichts. Steht hier eine Seite, die gefunden werden soll, suchen Sie im Quelltext oder in den Antwortheadern nach „noindex“. Häufige Ursache: Bei einem Relaunch blieb die Einstellung „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ aktiv, oder ein SEO-Plugin setzt noindex für bestimmte Seitentypen. Nach dem Entfernen können Sie laut Hilfe mit dem URL-Prüftool über „Live-URL testen“ prüfen, ob die Anweisung noch erkannt wird, und dann „Indexierung beantragen“.

URL wird von der robots.txt-Datei blockiert

Was es bedeutet: Google darf die Seite laut Ihrer robots.txt nicht abrufen.

Wichtig: Eine per robots.txt gesperrte Seite kann laut Google in seltenen Fällen trotzdem indexiert werden, wenn Google auf anderem Weg Informationen über sie findet. Und ein noindex-Tag auf einer gesperrten Seite wirkt nicht, weil Google es nicht lesen kann. Wer eine Seite sicher aus dem Index halten will, entfernt die Sperre in der robots.txt und nutzt noindex.

Soft 404

Was es bedeutet: Die Seite zeigt eine Meldung wie „Nicht gefunden“ oder ist nahezu leer, liefert aber keinen 404-Statuscode.

Was Sie tun können: Für wirklich entfernte Seiten einen echten 404-Code ausliefern. Ist die Seite eigentlich in Ordnung, wird sie aber als Soft 404 eingestuft, ergänzen Sie Inhalt. Mit „Getestete Seite anzeigen“ im URL-Prüftool sehen Sie laut Hilfe einen Screenshot, wie Google die Seite rendert. Manchmal fehlt dort Inhalt, der per JavaScript nachgeladen wird.

Seite mit Weiterleitung

Was es bedeutet: Die URL leitet auf eine andere Seite weiter und wird deshalb nicht indexiert. Ob das Ziel indexiert wird, hängt davon ab, wie Google es einstuft.

Was Sie tun können: Meist nichts. Achten Sie aber darauf, dass interne Links direkt auf das Ziel zeigen und nicht über Weiterleitungen laufen.

Nach der Korrektur: Überprüfung starten

Haben Sie alle Fälle eines Status behoben, können Sie im Bericht laut Hilfe eine Überprüfung der Fehlerbehebung starten. Sie erhalten eine E-Mail, wenn Google die Behebung bestätigt hat oder noch Fälle gefunden hat. Das dauert in der Regel einige Zeit, weil Google die URLs erneut crawlen muss.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis eine neue Seite indexiert ist?

Das ist unterschiedlich und nicht garantiert. Eine gute interne Verlinkung und ein Eintrag in der Sitemap helfen Google, neue Seiten schneller zu finden.

Hilft es, „Indexierung beantragen“ mehrmals zu klicken?

Nein. Ein einmaliger Antrag nach einer echten Änderung genügt. Beim Status „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“ müssen Sie die URL laut Hilfe nicht erneut einreichen. Was zählt, ist eine echte Verbesserung der Seite.

Sollte die Zahl der nicht indexierten Seiten möglichst klein sein?

Nicht unbedingt. Viele nicht indexierte Weiterleitungen oder Filterseiten sind normal. Wichtig ist, dass Ihre wichtigen Seiten indexiert sind.

Warum stimmen die Zahlen im Bericht nicht mit meiner Seitenzahl überein?

Der Bericht enthält alle URLs, die Google kennt, auch alte, mit Parametern oder von Weiterleitungen. Deshalb weicht die Zahl oft deutlich von der Zahl Ihrer echten Seiten ab.

Wenn Sie in Ihrem Bericht Status sehen, die Sie nicht einordnen können, schauen wir ihn uns gern gemeinsam an: Nachricht schreiben.

Quellen

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