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Suchvolumen für Österreich kostenlos prüfen

Kurz gesagt: Kostenlos kommen Sie mit drei Google-Werkzeugen zu brauchbaren Zahlen für Österreich: dem Keyword-Planer in Google Ads (Suchanfragen pro Monat, ohne laufende Werbung aber nur in groben Spannen), Google Trends (relatives Interesse und Saisonverlauf, keine absoluten Zahlen) und der Search Console (echte Impressionen Ihrer eigenen Website). Keines liefert die eine exakte Zahl – zusammen geben sie aber ein verlässliches Bild davon, ob, wann und wie nach Ihrer Leistung gesucht wird.

Ob sich eine eigene Seite für „Fenstertausch“ lohnt, ob Kunden eher „Physiotherapie Hausbesuch“ oder „Physio zu Hause“ eintippen und ob im Sommer überhaupt jemand nach Ihrem Angebot sucht – diese Fragen lassen sich mit Daten beantworten. Hier die drei Werkzeuge, was sie zeigen und wo ihre Grenzen liegen (alle Angaben laut Google-Hilfe, abgerufen November 2026).

Werkzeug 1: Der Keyword-Planer in Google Ads

Was er zeigt

Der Keyword-Planer liefert laut Google Schätzungen zur Anzahl der Suchanfragen pro Monat für ein Keyword und ähnliche Varianten, dazu Keyword-Ideen und eine Einschätzung des Wettbewerbs unter Werbetreibenden. Der Wert „Durchschnittl. Suchanfragen pro Monat“ basiert auf dem gewählten Zeitraum sowie den Standort- und Suchnetzwerkeinstellungen. Standardmäßig ist das der Durchschnitt über zwölf Monate.

So stellen Sie Österreich ein

  1. Ein Google-Ads-Konto anlegen. Laut Google-Hilfe muss dafür zuerst die Kontoeinrichtung abgeschlossen werden, inklusive Zahlungsinformationen, bevor Sie Funktionen wie „Ideen für neue Keywords erhalten“ nutzen können. Eine Kampagne müssen Sie dafür nicht schalten.
  2. Im Menü „Tools“ den Keyword-Planer öffnen und „Neue Keywords entdecken“ oder „Suchvolumen und Prognosen abrufen“ wählen.
  3. Beim Standort „Österreich“ einstellen, bei Bedarf einzelne Bundesländer oder Wien.
  4. Sprache Deutsch wählen und die Begriffe eingeben.

Die Grenzen

  • Spannen statt Zahlen. Laut Google sehen neue Konten oder Konten ohne aktive Werbeausgaben möglicherweise nur breite Bereiche wie „1.000–10.000“. Exakte Werte gibt es erst mit laufenden Kampagnen. Für die Frage „Lohnt sich eine eigene Seite?“ reicht eine Spanne oft trotzdem.
  • Zusammengefasste Varianten. Ähnliche Schreibweisen werden zusammengefasst. „Installateur Wien“ und „Installateur in Wien“ unterscheiden sich daher oft nicht.
  • Kleine Märkte, kleine Zahlen. Für sehr spezielle Leistungen in einer kleinen Region zeigt der Planer manchmal gar keine Daten. Das heißt nicht, dass niemand sucht – nur, dass es für eine verlässliche Schätzung zu wenig ist.

Werkzeug 2: Google Trends

Was es zeigt

Google Trends zeigt kein Suchvolumen, sondern relatives Interesse. Laut Google-Hilfe wird jeder Datenpunkt durch die Gesamtzahl der Suchanfragen im jeweiligen Gebiet und Zeitraum geteilt und auf eine Skala von 0 bis 100 gebracht. Basis ist eine Stichprobe echter Google-Suchanfragen.

So nutzen Sie es für Österreich

  1. trends.google.com öffnen, als Region „Österreich“ wählen.
  2. Mehrere Begriffe vergleichen – laut Google-Hilfe bis zu acht Gruppen gleichzeitig – etwa „Klimaanlage“ und „Wärmepumpe“, oder Schreibvarianten wie „Physio“ und „Physiotherapie“.
  3. Zeitraum auf fünf Jahre stellen, um Saisonmuster zu sehen.
  4. Unten auf der Seite die Aufschlüsselung nach Bundesländern und die verwandten Suchanfragen ansehen.

Wofür es sich besonders eignet

  • Saison: Wann steigt das Interesse an Ihrer Leistung? Gartengestaltung, Heizungswartung, Skikurse oder Steuerberatung haben deutliche Spitzen. Daraus ergibt sich, wann Inhalte online sein und Werbung laufen sollten.
  • Wortwahl: Welche von zwei Bezeichnungen wird in Österreich häufiger gesucht?
  • Regionale Unterschiede: In welchen Bundesländern ist das Interesse relativ höher?

Die Grenzen

Weil die Werte normalisiert sind, sagt eine „100“ in einem kleinen Land nichts über die absolute Menge aus. Die Hilfe weist ausdrücklich darauf hin, dass gleiches Suchinteresse in zwei Regionen nicht gleiches Gesamtvolumen bedeutet. Bei seltenen Begriffen zeigt Trends oft gar keine Werte.

Werkzeug 3: Die Google Search Console

Was sie zeigt

Die Search Console zeigt keine Marktgröße, sondern was bei Ihnen ankommt: Im Leistungsbericht sehen Sie laut Google, über welche Suchanfragen Ihre Website in den Ergebnissen erscheint, wie oft (Impressionen) und wie oft geklickt wird. Über die Dimension „Länder“ filtern Sie auf Österreich.

Wofür sie sich besonders eignet

  • Echte Begriffe: Sie sehen, mit welchen Wörtern Menschen tatsächlich auf Ihre Seiten stoßen – oft andere als die, an die Sie gedacht haben.
  • Lücken: Begriffe mit vielen Impressionen, aber wenigen Klicks, zeigen Themen, bei denen Ihre Seite sichtbar ist, aber nicht überzeugt.
  • Entwicklung: Wie verändern sich Impressionen nach einer neuen Seite oder einem überarbeiteten Text?

Die Grenzen

Sie sehen nur Suchanfragen, bei denen Ihre Website bereits angezeigt wurde. Nach einer Leistung, für die Sie noch keine Seite haben, finden Sie hier kaum etwas. Und für neue Websites sind die Zahlen in den ersten Wochen sehr klein.

So kombinieren Sie die drei

  1. Trends für die Richtung: Wird das Thema gesucht, welche Begriffe sind gängiger, wann ist Saison?
  2. Keyword-Planer für die Größenordnung: Sind es eher Dutzende, Hunderte oder Tausende Suchen pro Monat in Österreich?
  3. Search Console für die Wirklichkeit: Mit welchen Begriffen werden Sie heute gefunden, und was passiert nach einer Änderung?

Österreichische Begriffe nicht vergessen

Prüfen Sie bei der Wortwahl auch österreichische Varianten: „Installateur“ statt „Klempner“, „Rauchfangkehrer“ statt „Schornsteinfeger“, „Jänner“ statt „Januar“ in saisonalen Suchen. Google Trends zeigt schnell, welche Variante in Österreich überwiegt.

Häufige Fragen

Muss ich für den Keyword-Planer Geld ausgeben?

Laut Google müssen Sie die Kontoeinrichtung inklusive Zahlungsinformationen abschließen. Werbung schalten müssen Sie nicht. Ohne aktive Ausgaben sehen Sie aber oft nur Spannen statt genauer Werte.

Warum zeigt der Keyword-Planer für meinen Begriff nichts an?

Bei sehr seltenen oder sehr regionalen Begriffen reichen die Daten oft nicht für eine Schätzung. Probieren Sie einen etwas allgemeineren Begriff oder eine größere Region und schließen Sie dann auf Ihre Situation.

Wie genau sind die Zahlen?

Es sind Schätzungen und Durchschnittswerte. Für Entscheidungen wie „Lohnt sich eine eigene Seite?“ oder „Wann sollte der Artikel online sein?“ reicht diese Genauigkeit. Für exakte Prognosen von Anfragen oder Umsatz nicht.

Gibt es kostenlose Alternativen außerhalb von Google?

Es gibt zahlreiche Tools mit Gratisversionen. Viele davon schätzen auf Basis eigener Daten und weichen untereinander deutlich ab. Für Österreich sind die Google-eigenen Werkzeuge meist die belastbarste kostenlose Grundlage.

Wenn Sie wissen möchten, welche Begriffe für Ihre Leistungen in Österreich wirklich gesucht werden, werte ich die Zahlen gern mit Ihnen aus – melden Sie sich einfach hier.

Quellen

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