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Eine Zustandsleiste für die Digitalisierung alter Fotoalben

Wer alte Fotoalben digitalisiert, nimmt Vorlagen aus ihrer Ordnung. Fotos werden vorsichtig gelöst, gescannt oder abfotografiert und danach zurückgelegt. Spätestens bei der Rücksortierung entsteht die Frage: Lag dieses Bild links oder rechts, oben oder unten, auf Seite 12 oder 13? Dieser Entwurf beschreibt eine Zustandsleiste samt Album-Seiten-Zuordnung, die auch Fehlstellen festhält. Er ist ein Vorschlag, den man prüfen und kürzen kann.

Zustandsleiste

Jede Seite durchläuft eine feste Reihe von Zuständen, sichtbar als Leiste auf der Arbeitsliste:

  1. Ungeöffnet: Album ist zu, Seite nicht angefasst.
  2. Dokumentiert: Ganzseitenfoto vor der Entnahme liegt vor.
  3. Entnommen: Vorlagen sind aus der Seite genommen und liegen in einem nummerierten Fach.
  4. Digitalisiert: Alle entnommenen Vorlagen haben eine Bilddatei.
  5. Zurückgelegt: Vorlagen sind wieder auf der Seite.
  6. Gegengeprüft: Ganzseitenfoto nach dem Zurücklegen entspricht dem Foto davor.

Ein Zustand wird erst gesetzt, wenn seine Bedingung erfüllt ist. Die Leiste springt nie zwei Schritte auf einmal.

Album-Seiten-Zuordnung mit Fehlstellen

Pro Seite eine Tabelle mit Positionen, zum Beispiel A (oben links) bis F (unten rechts):

  • Seite und Position
  • Dateiname oder Nummer der Aufnahme
  • Rückseite beschriftet: ja, nein, nicht geprüft
  • Befund: vorhanden, fehlt (Abdruck oder Klebespur sichtbar), unklar
  • Bemerkung

Die Fehlstelle ist ein gültiger Eintrag. „Fehlt“ heißt nur: An dieser Position war nach dem Befund etwas, jetzt nicht mehr. Warum, bleibt unbekannt, bis jemand es belegen kann. Gründe werden nicht geraten.

Verzweigungen

Haftet ein Foto fest und lässt sich nur mit Risiko lösen: Der Zustand bleibt auf „Dokumentiert“, die Position wird als „unlösbar, in der Seite digitalisiert“ geführt, falls das Verfahren das erlaubt. Liegt ein loses Foto im Album ohne erkennbare Position: eigener Eintrag „lose bei Seite 7“, ohne Positionsbehauptung. Fallen bei der Rücksortierung Bilder übrig, die keiner Position zugeordnet werden können, kommen sie in ein Fach „ungeklärt“ und werden nicht in die nächstbeste Lücke gelegt.

Ein hypothetisches Beispiel

Seite 5 hat sechs Positionen. Das Ganzseitenfoto zeigt fünf Bilder und eine Klebespur unten links. Die Leiste steht auf „Dokumentiert“. Fünf Vorlagen werden entnommen, zwei haben beschriftete Rückseiten, drei nicht. Position E erhält den Befund „fehlt (Klebespur)“. Nach der Digitalisierung liegen fünf Dateien vor. Beim Zurücklegen bleibt Position E leer. Zusätzlich liegt im Album ein loses Foto, das zu keiner Spur passt. Es geht in das Fach „ungeklärt“. Das Foto nach dem Zurücklegen zeigt wieder fünf Bilder und die Klebespur, die Seite wird gegengeprüft.

Stopp-Bedingungen

  • Eine Vorlage zeigt Anzeichen, dass das Lösen sie beschädigen würde.
  • Es gibt kein Ganzseitenfoto vor der Entnahme. Dann wird nicht entnommen.
  • Die Zahl der entnommenen Vorlagen weicht von der Zahl im Fach ab.
  • Zwei Seiten sind verwechselt worden. Dann wird alles angehalten und anhand der Ganzseitenfotos geklärt.

Praktische Abnahmeprüfungen

  1. Für jede Seite im Zustand „Gegengeprüft“ existieren zwei Ganzseitenfotos, vorher und nachher.
  2. Anzahl entnommener Vorlagen gleich Anzahl Dateien plus ausdrücklich vermerkte Ausnahmen.
  3. Jede Fehlstelle hat einen Eintrag, aber keinen erfundenen Grund.
  4. Das Fach „ungeklärt“ ist am Ende leer oder jeder Inhalt ist aufgelistet.
  5. Eine Person ohne Vorwissen kann anhand der Tabelle eine Seite rekonstruieren.

Die Leiste soll Arbeit sichtbar machen, nicht Aufwand erzeugen. Wenn sechs Zustände zu viele sind, lassen sich Digitalisiert und Zurückgelegt zusammenfassen, solange das Foto vor der Entnahme und die Gegenprüfung bleiben.

Quellen

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