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Mindestbestellmengen im Shop: Welche Artikel werden gemeinsam gezählt?

Eine Mindestbestellregel entscheidet, ob ein Warenkorb weiter zur Bestellung darf. Ein Mengenrabatt bestimmt dagegen den Preis. Trennen Sie beides: Ein Kunde kann eine Preisstaffel erreichen und trotzdem die Bestellbedingungen nicht erfüllen.

Legen Sie vor der Umsetzung die Bezugsgröße jeder Regel fest. Gilt sie für eine einzelne Variante, alle Varianten eines Produkts, eine Kategorie oder den gesamten Auftrag? Das Wort „Mindestmenge“ sagt noch nicht, welche Positionen zusammenzählen.

Untergrenze und Bestellschritt unterscheiden

Eine Mindestmenge und ein erlaubtes Vielfaches erfüllen verschiedene Aufgaben. Ein fiktiver Artikel könnte mindestens sechs Stück verlangen, darüber aber nur in Dreierschritten bestellbar sein. Sieben Stück erfüllen die Untergrenze, nicht jedoch die Schrittregel. Beschreiben Sie beide Bedingungen, statt sie pauschal als Packungsgröße zu bezeichnen.

Die Dokumentation der WooCommerce-Erweiterung Min/Max Quantities beschreibt Mindest- und Höchstmengen für Produkte, Varianten, Kategorien und Bestellungen. Hinzu kommt „Group of“ für zulässige Vielfache. Das sind Funktionen dieser Erweiterung, keine Zusage für jede WooCommerce-Installation.

Eine Mengenbeschränkung ändert nicht automatisch Verkaufseinheit, Lagerverpackung oder Preis. Dafür braucht es eigene Festlegungen. Klären Sie auch, was beim späteren Verringern der Menge geschieht. Der Kunde sollte die verbleibende Anforderung erkennen, bevor er die Bestellung bestätigen will.

Varianten gemeinsam oder einzeln prüfen

Dürfen unterschiedliche Farben oder Größen zusammen eine gemeinsame Mindestmenge erfüllen? Eine gemischte Auswahl und mehrere jeweils beschränkte Varianten sind unterschiedliche Geschäftsregeln.

Lassen Sie dies mit zwei Varianten vorführen. Die Erweiterung dokumentiert die Option Combine Variations. Bei aktivierter Zusammenfassung werden die betreffenden Regeln laut Anleitung erst in Warenkorb und Kasse geprüft. Eine scheinbar passende Eingabe auf der Produktseite genügt deshalb nicht als Abnahme.

Halten Sie auch die Rangfolge fest, wenn ein Artikel einer beschränkten Kategorie angehört. Die Umsetzung muss erkennen lassen, welche Bedingungen weiterhin gelten. Ein ausgefülltes Produktfeld bedeutet nicht zwangsläufig, dass sämtliche Kategorieregeln entfallen.

Ausnahme und Zählbeitrag getrennt festlegen

„Diesen Artikel ausschließen“ kann zweierlei heißen: Der Artikel unterliegt der Beschränkung nicht, oder seine Menge und sein Wert tragen nicht zur übergeordneten Bestellgrenze bei. Das ist nicht dasselbe.

Die Quelle beschreibt Ausnahmen auf Produktebene und stellt daneben einen Entwicklerbaustein bereit, um Menge oder Preis einer Position bei der Prüfung von Bestellregeln nicht mitzuzählen. Lassen Sie sich das tatsächliche Ergebnis zeigen. Ein gesetztes Kontrollkästchen beweist die gewünschte Zählweise noch nicht.

Für Wertgrenzen benötigen Sie außerdem eine Vereinbarung über Berechnungsbasis, Währung, Rabatte, Steuern und Versand. Dieser Leitfaden belegt weder diese Berechnung noch die rechtliche Zulässigkeit Ihrer Mindestbestellbedingungen. Lassen Sie die kaufmännische und nötigenfalls rechtliche Regel gesondert prüfen.

Aus einem unzulässigen Warenkorb herausführen

Benennen Sie die verletzte Bedingung und eine zulässige Änderung. Erhöhen Sie Mengen nicht unbemerkt und fügen Sie keine kostenpflichtigen Artikel hinzu. Sind mehrere Regeln gemeinsam unerfüllbar, muss das Team die Konfiguration prüfen, statt den Käufer im Kreis zu schicken.

Prüfen Sie zur Abnahme eine Menge unter der Grenze, ein erlaubtes Vielfaches, eine unzulässige Zwischenmenge, gemischte Varianten und eine ausgenommene Position. Wiederholen Sie die Prüfung nach dem Entfernen eines Artikels und mit einem gespeicherten Warenkorb. Prüfen Sie Produktseite und Kasse, ohne echte Testbestellungen auszulösen.

Nehmen Sie diese Beispiele in das Briefing für Ihr Shop-Projekt auf. Weitere Vorbereitungshilfen stehen in den Ressourcen. Das Ergebnis sollte eine nachvollziehbare Bestellgrenze sein, nicht bloß eine gesperrte Schaltfläche.

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